Terrorverlag > Blog > UHRILEHTO > Viimeinen Vitutus

Band Filter

UHRILEHTO - Viimeinen Vitutus

VN:F [1.9.22_1171]
Uhrilehto-Viimeinen-Vitutus.jpg
Artist UHRILEHTO
Title Viimeinen Vitutus
Homepage UHRILEHTO
Label SCHWARZDORN PRODUCTION
Veröffentlichung 10.09.2007
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
4.0/10 (3 Bewertungen)

Soll man? Oder nicht? Zu diesem Cover etwas sagen? Die alte Debatte um guten und schlechten Geschmack wieder anzetteln, dabei die ewiggleichen Argumente des für und wider aufwärmen und sich selbst sowie den größten Teil der Leserschaft bodenlos langweilen? In diesem speziellen Fall ist man fast geneigt zu sagen: Ja! Denn zum einen sind UHRILEHTO, wenn man die wenigen Interviews zugrunde legt, die ihnen in 8-jähriger Bandgeschichte zuteil wurden, genauso unsympathisch und dull wie ihr Fotograf. Wohl unter dem Einfluss zu vieler Bukowski-Gedichte meint die Crew, es sei schick und cool, den ganzen Tag als pöbelnde Pennäler in Kneipen abzuhängen und anderen Flüche ins Gesicht zu werfen. Doch hätte selbst der alte Charles auf diese Einstellung nur einen müden Bierfurz abgelassen.

Zum zweiten ist die Entscheidung zwischen einer überflüssigen und unproduktiven Diskussion und dem Genuss von „Viimeinen Vitutus“ eine zwischen zwei Übeln. Ist ja prima, dass man sich einer einfachen Kategorisierung verweigert, eigene Pfade beschreitet und fleißig an der Entwicklung des Melodic Black arbeitet, eines Stils, der im Vergleich zu seinem Death-Ableger bislang eher ein Nischendasein fristete. Und dass es hier durchaus Lorbeeren zu verdienen und Blumentöpfe zu gewinnen gibt, haben die fantastischen GARWALL mit ihrer würdevollen Mischung aus norwegischem Schwarz und englischer Power mustergültig demonstriert. Nur kommen UHRILEHTO nicht einmal annähernd an „Black Beast“ heran, das bassselige Meisterwerk ihrer französischen Kollegen. Schwachbrüstig tönt es hier, wo es dort eingängig erschallt, schwammig bleibt es, wo es doch wütend klingen soll. Obwohl die Hooks ins Ohr gehen, bleibt außer ein wenig Schmalz nichts hängen – ein typischer Falle eines zu anschmiegsamen Sounds. Gäbe es den Neuzugang Noiregrim nicht, wäre das Album glatt ein Fall für die Tonne. Doch reißen die formidablen Soli des Saitenzauberers die Songs wenigstens kurz aus ihrer schummrigen Lethargie. Ein gewichtiger Teil des Problems findet seinen Ursprung im wenig knusprigen Drumsound, bei dem man das Gefühl nicht los wird, es schlage jemand mit Essstäbchen auf die Felle. Und dass die Keyboards den Gitarren weitgehend die Arbeit abnehmen, wird in diesem Fall ebenfalls unter „Soll“ verbucht, denn was bleibt ist ein hölzernes, uninspiriertes Riffing ohne Biss. Nur in zwei, drei Stücken schaffen es die musikalischen Motive und Themen, nicht direkt wie leere Knallkörper zu verpuffen und man erhält den absurden Eindruck, so manche weitaus räudigere Scheibe sei abwechslungsreicher.

Die Aussage, es handele sich hier um „atmosphärischen“ Metal, muss man beinahe als Ausrede dafür deuten, dass unter dem Strich in punkto Singwriting nicht mehr herauskam. Die Band bezeichnet ihre Werke selbst als „Nebenprodukt“ und genau den Eindruck erhält man dann auch. Andererseits passen Cover und Musik damit passgenau zusammen: Auf den billigen Schockeffekt aus, doch ohne einen bleibenden Eindruck zu schinden.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Uhrilehto 'Viimeinen Vitutus' Tracklist
1. Vitutuksen evankeliumi (Intro)
2. Grasping claws of pestilence
3. Some black inferno
4. 1939
5. The beast of Gevaudan
6. The last grieving farewell
7. Meat hook Jesus
8. Omnia morte / Gas masked earth perdition
9. Modern nemesis syndicate
10. Vain flesh grandeur
Uhrilehto 'Viimeinen Vitutus' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 9,26 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 1,79 Online bestellen
Amazon MP3 Downloads Amazon MP3 Downloads - € 7,99 Online bestellen
UHRILEHTO - Weitere Rezensionen

Mehr zu UHRILEHTO