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UNBOUND - Revenge for the Innocent

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Artist UNBOUND
Title Revenge for the Innocent
Homepage UNBOUND
Label PREMIUM RECORDS
Veröffentlichung 29.04.2004
Leserbewertung
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Das Wort “kompromisslos” hat in Metal und Hard-Core einen beinahe mystischen Klang, signalisiert Authenzität und verspricht Qualität. Natürlich kann keine Musik, so eigenständig sie auch in ihrem Ansatz sein mag, gänzlich frei von externen Einflüssen und zumindest rudimentären Mustern bleiben, doch ist der Begriff zumindest dann ein Garant für Gutes, wenn es dabei um die freie Umsetzung von Visionen geht, ohne dass Management und Mammon im Hintergrund ihre knochigen Finger im Spiel haben. Allzu oft jedoch muss er dafür herhalten, eine eigentlich monochrome Platte auf Hochglanz zu polieren – und das kann dann, wie hier, ganz schön anstrengend sein.

Dabei ist der Hintergrund der verschiedenen Bandmitglieder von UNBOUND eigentlich recht divers, so dass man eher ein buntes Aufeinandertreffen der Kulturen erwartet hätte: Doom, Hard Core und OldSchool Metal bilden die Basis und sind auch eindeutig aus den Songs herauszuhören – kein Wunder, dass im Zusammenhang mit diesen Jungs regelmäßig der Name CROWBAR fällt und auch das mit PRO-PAIN geschnürte Tourpaket weiß nicht wirklich zu verwundern. Natürlich wird nicht über Sonnenblumen gesungen, sondern gibt man sich markerschütternd growlend oder leicht pathetisch schmetternd den dunklen Seiten des Lebens hin: „I was where nobody has been/ I am where nobody can see/ I’ll be where nobody wants to be“ schreit Sänger Marcel Stefanek – wenn er da mal nicht recht hat. Die Snare klingt abwechselnd furztrocken oder wie eine edlere Ausführung eines Ölfasses, die Gitarren bratzen und der Bass brummt aus dem Knieholz, doch was sich am Anfang noch recht fett und siedend heiß wie Lava aus den Boxen ergießt, erstarrt bereits im Opener „Days of Suppression“ zu einer kalten und amorphen Masse. Elf Songs lang erstreckt sich diese Geduldsprobe und außer dem Tempo bleiben alle genannten Parameter konstant, da hilft auch ein lautes und langgezogenes Bekenntnis zum „Rock n Roll“ nichts und dass man hier extrem tight aufspielt und sich nicht ein einziges Mal zu einem Solo oder einem andersgearteten Intermezzo verleiten lässt, macht die Sache ausnahmsweise auch nicht leichter. Dabei können UNBOUND durchaus gute Songs schreiben, wie sie mit „King Slave“ oder „Internal War“ eindrucksvoll unter Beweis stellen, wenig überraschend eher kürzere Beiträge.

Doch immer, wenn man sich gerade umentschließen und die Platte mögen möchte, fällt sie wieder in ihren alten Trott zurück. Vielleicht ist all dies als metallenes Pendant zum Blues und als Purismus zu verstehen, doch versprühte selbst der greiserne JOHN LEE HOOKER mehr Vitalität. Die eingangs erwähnte Kompromisslosigkeit tragen UNBOUND praktisch schon im Namen, doch Authenzität hin und her: Wir winseln um Gnade.

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Unbound 'Revenge for the Innocent' Tracklist
1. Days of suppression
2. King slave
3. Sea of flames
4. Act under pressure
5. Truth is on my side
6. Internal war
7. Rise Button MP3 bestellen
8. Back to start
9. Rockntoll outlaw
10. Wait Button MP3 bestellen
11. Godless
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