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UNCREATION - Burning Blood

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Uncreation-Burning-Blood.jpg
Artist UNCREATION
Title Burning Blood
Homepage UNCREATION
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

„Melodic Death Metal, der den Vergleich mit den Göteborger Genrebegründern nicht scheuen muss.“ Eine sehr mutige Ansage, zumal UNCREATION schon seit 2003 aktiv sind und man bisher nicht so wirklich viel von den Hamburgern mitbekommen hat. Nun will man endlich Nägel mit Köpfen machen, hat satte drei Jahre an dem Album gearbeitet und zum Abschluss das Werk noch von Dan Swanö selbst soundtechnisch veredeln lassen.

Das hört man der Produktion durchaus an, so schallt der Sound transparent, druckvoll,aber auch auch ein wenig kalt aus den Boxen. Musikalisch siedeln sich UNCREATION tatsächlich in nordischen Gefilden an. So kombinieren sie finnische Melodie-Führung und Lead-Akrobatik mit dem schwedischen Rezept von Brutalität und Groove. Da wechseln sich gelungene Duelle der Leadgitarren mit treibenden Groove-Parts und brachialem Death-Geballer ab. Dazu variieren die energischen Vocals passend von Screams bis hin zu heiseren Keifereien und satten Growlings. Keine Frage, spielerisch brauchen sich die Hamburger keineswegs vor den nordischen Vorbildern verstecken, agieren die Musiker hörbar auf höchstem Niveau. Allerdings machen spielerisches Können und ein ordentlicher Sound nicht alles aus. So ist das Songwriting selbst auch ein mindestens gleich wichtiger Bestandteil. Und genau da hakt es bei UNCREATION. Wie gesagt, zocken die Jungs wirklich top, aber wirklich „leben“ wollen die Kompositionen nicht. So klingen die Tracks oftmals, als hätte man die einzelnen Bestandteile einfach aneinander gereiht. Ein schönes Beispiel dafür ist „Sun of Ice“. Perfekte Melodieführung, satte Vocals und drückende Drummings. Dennoch klingen gerade die Gitarrenparts irgendwie teilnahmslos. Erst darf sich ein Gitarrist austoben, dann der nächste, dann wieder der andere und dann darf der Sänger ran. Da duelliert sich nichts, da spielt nichts ineinander und miteinander, da baut sich keine richtige Spannung auf.

Und das macht es wirklich bedauerlich. Es steckt soviel Potenzial in dieser Band und vielleicht wollte man es einfach zu perfekt machen, womit scheinbar die Seele der Songs auf der Strecke geblieben ist.

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