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UNEARTH - The March

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Artist UNEARTH
Title The March
Homepage UNEARTH
Label METAL BLADE
Veröffentlichung 13.10.2008
Leserbewertung
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9.0/10 (3 Bewertungen)

ACHTUNG: Der folgende Text enthält ein extrem hohes Maß an Lob und eine Vielzahl von Superlativen. Es handelt sich dabei nicht um einen Pressetext. Der Inhalt dieser Rezension und des bewerteten Tonträgers ist für Personen ohne Musikgeschmack nicht geeignet. Das Material ist in hohem Maße süchtig machend, Tinitus gefährdend und verursacht Nackenschmerzen, den Drang nach Bewegung und Begeisterungsstürme. Namen von Personen entstammen der Realität.

UNEARTH – an dieser Stelle bedarf es wohl keiner großen Vorstellung mehr. Wer in den zehn Jahren seit der Gründung noch nichts von dem Bostoner Quintett gehört hat, sollte sich an dieser Stelle eher schämen als ich, wenn ich hier einfach mal direkt zur Sache komme: Mit dem nunmehr siebten Output „The March“ setzen UNEARTH DEN Höhepunkt im Metalcore, den man wohl kaum mehr toppen kann. Haben die Jungs bereits mit den Vorgänger-Alben die Messlatte immer ein Stückchen angehoben, schießt das nun vor mir liegende Werk an der Endglocke des Genre-„Hau den Lukas’“ vorbei und katapultiert sich als hell-leuchtender Stern in den musik-metallischen Himmel. Die perfekte Verschmelzung melodischen Metals mit der Energie des Hardcore: Sie ist gelungen. Bereits der Opener „My Will Be Done“ bläst einem derartig durch den Schädel, dass man sein Fassungsvermögen erst einmal von der Wand kratzen muss, um zu verstehen, was da gerade abgeht. Was die Herren Susi und McGrath da schon zu Beginn aus ihren Gitarren ballern, ist einfach nur verdammt noch mal beeindruckend. Standen die Beiden immer schon für sauberen und technisch versierten Umgang mit ihren Instrumenten, schaffen sie es dieses Mal, ihr Können auch sinnvoll in die jeweiligen Kompositionen zu integrieren. So ist das ganze nicht nur schön anzuhören, es sorgt vielmehr noch für ein enormes Maß an Tiefe – und das in jedem der zehn Songs! MAIDEN-hafte Leads in ihrer reinsten Form moshen gemeinsam mit alles zu Grunde walzenden Rhythmen im Pit der Gitarrengötter. Vom gigantischen Falsett-Solo in „We Are Not Anonymous“ bis hin zum vernichtenden Breakdown in „Hail The Shrine“ – was auch immer das Metalheart begehrt: Es wird hier bedient. Bei „The Chosen“ wird die richtig große Rock-Riff-Keule ausgepackt, die einen über den Highway prügelt, während „Letting Go“ einen ähnlich gefühlvoll davon schweben lässt, wie man es in Bereichen derart harter Sechssaiter von beispielsweise KILLSWITCH ENGAGE kennt. Diese werden bei letztgenannter Gruppierung bekanntermaßen von den Fingern von Adam Dutkiewicz verwöhnt, welcher wiederum Hand an die Produktion von „The March“ legte. Und da scheinbar alles, was der gute Mann anpackt, zu Gold wird, wird ein weiteres Mal keine Ausnahme gewährt. Der Sound der Scheibe ist einfach nur als „fett“ zu bezeichnen. Jeder Drum-Schlag, jedes Riffing klingt kristallklar und ist mit einer unbändigen Wucht versehen, dass es seines gleichen noch suchen muss! Klitzekleines Manko ist in meinen Augen auch diesmal wieder die auf Dauer wenig variantenreiche Arbeit von Trevor Phipps am Mikrophon. Herr Phipps ist wahrlich ein Könner im Bereich vom Hardcore-mäßigem Geschimpfe bis hin zum kraftvollen Shouting – doch danach kommt nichts mehr. Diese Art von Stimmeinsatz sorgt sicherlich ebenso für den Wiedererkennungswert der Truppe wie die Leadsalven der Gitarreros, dennoch ist es nach all den Jahren ziemlich eintönig geworden. Hier und da mal ein paar Crew-Shouts wie z.B. beim starken „Crow Killer“, dass war’s dann auch schon an Auflockerungsversuchen. Live gefällt mir das ganze irgendwie besser. Dafür ist positiv anzumerken, dass man immer noch auf Clean-Gesang-Passagen verzichtet, und das ist auch gut so – nicht jede Band braucht dieses Element, besonders nicht, wenn man so viele andere Qualitäten hat wie UNEARTH.

Die liefern mit „The March“ ein wahres Feuerwerk ab und einwandfreies Lehrmaterial für alle ähnlich gesinnten Musikerkollegen. Man besinnt sich auf die Tugenden grandioser Songs wie „Zombie Autopilot“ und macht gleich ein ganzes Album daraus. Dabei handelt es sich nicht um schlichte Abklatsch-Versuche, sondern um zehn wirkliche Granaten, von denen insbesondere „My Will Be Done“, „We Are Not Anonymous“ und der Titelsong noch einmal herausstechen. UNEARTH erfinden sich nicht neu – sie haben sich perfektioniert, und damit auch das gesamte Genre; Zumindest in Sachen Songwriting und Instrumentenarbeit. Klassische Metalleads qualitativ so hochwertig in ein Hardcore-Geflecht einzuarbeiten, dass alles sitzt und nichts kratzt: Es geht – Heureka! Könnte man Musik anziehen, „des Kaisers neue Kleider“ würden in einem Schrank hängen, der mit „UNEARTH – The March“ beschriftet ist.

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Unearth 'The March' Tracklist
1. My Will Be Done Button MP3 bestellen
2. Hail the shrine Button MP3 bestellen
3. Crow Killer Button MP3 bestellen
4. Grave Of Opportunity Button MP3 bestellen
5. We Are Not Anonymus
6. The March Button MP3 bestellen
7. Cutman Button MP3 bestellen
8. The Chosen Button MP3 bestellen
9. Letting Go Button MP3 bestellen
10. Truth Or Consequence
11. Our Callous Skin (Bonus Track)
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