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UNHEILIG - Freiheit

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Unheilig-Freiheit.jpg
Artist UNHEILIG
Title Freiheit
Homepage UNHEILIG
Label FOUR.ROCK/ TCM
Veröffentlichung 18.10.2004
Leserbewertung
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7.9/10 (14 Bewertungen)

Pünktlich zum ersten Terrorverlag-Festival bringt der Graf ein neues Werk auf den Markt. Böse Zungen könnten nun behaupten, dass ich niemals auch nur ein negatives Wort darüber verlieren würde, um „unsere“ Zuschauerzahlen nicht zu belasten. Und… diese Zungen haben Recht! Ich verliere (fast) kein negatives Wort darüber, denn UNHEILIG hat einfach wieder alles richtig gemacht. Nach der bereits recht erfolgreichen „Schutzengel“-EP schiebt der Graf (der übrigens mit Nachnamen wirklich so heißt!) auch zur aktuellen Scheibe „Zelluloid“ ein Addendum nach. Ganz populistisch durften die Fans den Titeltrack selber bestimmen und da gleich 2 Songs mit knappem Abstand an der Spitze lagen, gibt es sie halt beide, quasi eine A- und B-Seiten Single.

Doch damit nicht genug, insgesamt 8 Stücke wurden auf den Silberling gepackt, neben den auserwählten „Freiheit“ und „Sieh in mein Gesicht“ noch 3 Remixe und 3 komplett neue Klangwerke. Zu den „Normalversionen“ braucht man wohl kaum etwas zu sagen, besonders „Freiheit“ gehört mittlerweile zum Standardprogramm düsterer Tanztempel. Die Remixe wurden von namhaften Acts durchgeführt, zu denen der Graf ein besonderes Verhältnis pflegt. TERMINAL CHOICE waren Co-Headliner der letzten Tour, STAUBKIND ist das Baby des TC-Saitenkünstlers Louis Manke und bei NEUROTICFISH zieht Verlage die musikalischen Strippen, mithin ja der Live-Keyboarder von UNHEILIG. Bleibt also alles in der Familie. Pohl und Co. machen aus „Freiheit“ einen frivolen Stampfer mit härterer Betonung der Riffs, ohne den Charakter des Songs großartig zu verändern, während die Elektroversion am Ende entgegen meiner Hoffnungen kein Futurepop, sondern ein samtener Rausschmeißer geworden ist, vielleicht der schwächste Track dieser EP. Sehr gelungen hingegen STAUBKIND mit ihrer Bearbeitung von „Sieh…“, denn Gothrock-Gitarren und warm getupfte Pianoklänge geben dem eh schon persönlichen Stück eine noch emotionalere Note. Wie eine Mischung aus UNHEILIG und ZERAPHINE, für die STAUBKIND in Berlin eröffnen werden. Und dann noch 3 Mal neues Futter, und was für welches! Clever wie der virile Glatzkopf nun mal ist, werden alle 3 klassischen unheiligen Facetten geboten: Schnell und treibend („Die Muse“), mittelschnell und bombastig („Morgengrauen“), sowie langsam und balladesk („Schmetterling“). Das alles auf hohem Niveau und trotz typischer Trademarks nicht einfach nur alte Formeln wiederholend. Dazu schöne Texte kurz VOR dem Kitsch und eine Bombastproduktion. Da verzeiht man gerne den kleinen Schreibfehler („extendet“) auf der Rückseite…

Alles ist gesagt, mehr müssen die Jünger nicht wissen, kommet zu den Konzerten und lauschet den Weisen des Grafen, auf dass ihr keine Waisen werdet… Bin gespannt, ob UNHEILIG dieses hohe Niveau auf ewig halten können!

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Unheilig 'Freiheit' Tracklist
1. Freiheit (Radio Edit)
2. Sieh in mein Gesicht (Extended Version)
3. Morgengrauen
4. Die Muse
5. Freiheit (Terminal Choice Remix)
6. Schmetterling
7. Sieh in mein Gesicht (Staubkind Remix)
8. Freiheit (Neuroticfish Remix)
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