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URFAUST - Der Freiwillige Bettler

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Artist URFAUST
Title Der Freiwillige Bettler
Homepage URFAUST
Label VAN RECORDS
Veröffentlichung 28.01.2011
Leserbewertung
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10.0/10 (4 Bewertungen)

Das holländische Duo IX (aka Willem, Gitarre, Vocals) und VRDRBR (aka Nachtraaf, Drums) ist alles andere als ein herkömmliches Black Metal-Projekt. Das haben sie mit ihren bisherigen Veröffentlichungen eindrucksvoll bewiesen. Fünf Jahre sind – trotz der zwischenzeitlich erschienenen EPs und Split-VÖs – eine wahrlich lange Zeit zwischen zwei Alben. Daher konnte man mehr als nur gespannt sein, wohin der Weg URFAUST dieses Mal führen würde.

Wieder in ihre ganz eigene Welt – das macht der Opener „Vom Gesicht und Rätsel“ sogleich deutlich. Rituelle Atmosphäre, eindringliche, sich wiederholende Rifffolgen, beschwörender Gesang ohne erkennbare Lyrics, sowie düstere Synthieklänge weben eine mystische Dimension weitab herkömmlicher Black Metal-Sounds. Das folgende Titelstück wartet mit verzerrten Gitarrensoundgebilden auf, überrascht mit choralen Gesängen und schleppenden Drum-Rhythmen, was den Track deutlich in Doom-Regionen führt. Als Kontrast dazu kann man das anschließende „Das Kind im Spiegel“ mit den hypnotischen Riffings beinahe als eingängig bezeichnen. Sphärische Synth-Klänge und nicht weniger eigenwilliger Gesang kreieren auch hier wieder den sehr eigenen URFAUST-Sound. Aus dem Rahmen fällt „Ein leeres Zauberspiel“, welches mit fast als „schnell“ zu bezeichnenden, punkigen Gitarren überrascht, dessen wieder mal „anders“ klingender, aber ebenso eigenwilliger Gesang ein wenig an den Kollegen ASP oder auch XMAL DEUTSCHLAND erinnert. Das wieder doomige Schleppmonster „Der hässlichste Mensch“ würde den perfekten Soundtrack für einen okkulten Horror/ Psycho-Thriller darstellen.

„Der Zauberer“ beschließt dieses „seltsame“ Stück Musik dann in fast klassischer, ritueller URFAUST-Tradition und macht als Fazit folgende Schlussfolgerung möglich. Gibt es mittlerweile schon Ambient Black Metal, Depressive Black Metal und natürlich Suicidal Black Metal, machen URFAUST mit ihrem Sound quasi eine neue Schublade mit dem Titel Ritual Black Metal auf. Eine bessere Klang-Untermalung für „Rituale“ jeglicher düsterer Art kann es eigentlich nicht geben!
Fafnir

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Dieses niederländische Schwarz-Duo wird ja gerne zum schweren Kult erhoben, wie die meisten Fürze im Black Metal, die irgendwie Böse abgefahren klingen oder einfach nur rumpelig mies produziert sind. Holländer, die unbedingt alles auf Deutsch verfassen müssen, sind ja schon mal suspekt. Ebenso die Wendung vom völligen Antikommerz der ersten beiden Alben, die ja bewusst nur in ganz limitierter Auflage erschienen, hin zum häufig agierenden Liveact und Merchmonster mit unzähligen T-Shirtmotiven. Man weiß ja, man ist Kult…und Kult wird gekauft wie blöd.

Da macht es auch rein gar nichts, dass das musikalisch eine absolute Nullnummer ist. Da klingen meine DARKTHRONE-Rehearsals noch besser! Der Ambient/ Theatralik/ Soundtrack/ Doom/ Minimal/ Black Metal-Mischmasch vermittelt weder Atmosphäre, die ja so gern herbeizitiert wird, noch ist das düster oder sonst was. Klangcollagen wie der Titeltrack oder “Der Mensch” wabern voll zugedröhnt aus den tiefsten Hintergründen der Boxen. Wenn so was wie Instrumente erklingen (“Ein leeres Zauberspiel”), immer begleitet vom klagend-leidenden Gesang, dann hört sich das an, als ob THE MISSION einen auf Black Metal machen wollen. Völlig mieses Papp-Drumming meets Leierriffing. So einen räudigen Pseudoscheiß auch nur ansatzweise mit wahren (musikalischen) Meistern wie frühen BURZUM/ DARKTHRONE oder ABRUPTUM (DIE waren krank und böse damals!) in einem Atemzug zu nennen, ist Majestätsbeleidigung! Und Black Metal ist das auch nullkommanull.

Kann jeder mit seinem Kumpel und nem Rechner an nem Wochenende im Keller selber aufnehmen… Aber: Ist ja Kult, also wird´s weiter verkaufen wie doof… viel Spaß, jetzt wieder Musik…
MOSES

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Urfaust 'Der Freiwillige Bettler' Tracklist
1. Vom Gesicht Und Rätsel
2. Der Freiwillige Bettler
3. Das Kind Mit Dem Spiegel
4. Der Mensch, Die Kleine Narrenwelt
5. Ein Leeres Zauberspiel
6. Der Hässlichste Mensch
7. Der Zauberer
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