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VAN HALEN - A different kind of truth

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Artist VAN HALEN
Title A different kind of truth
Homepage VAN HALEN
Label INTERSCOPE RECORDS
Veröffentlichung 03.02.2012
Leserbewertung
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9.6/10 (458 Bewertungen)

Tja, VAN HALEN… was soll man zu diesem SPINAL TAP-mäßigen Hin-und-Her sagen, das seit Monaten, ja Jahren im Vorfeld dieses Werkes veranstaltet wurde?! Am Besten nix, let the Music do the Talking! Fazit vorweg: VAN HALEN IS BACK! Man muss einfach resümieren, dass den Herren trotz fortgeschrittenen Alters eine herrlich frische Rockscheibe (ihre 12 Studioplatte, die 7. mit Roth) gelungen ist, Roth schlicht bärenstark singt und Eddie nach wie vor Riffs und Licks – mal ganz abgesehen von den Wahnsinns-Soli! – aus dem Ärmel schüttelt, als wäre man nie weg gewesen in den letzten 14 Jahren seit “Van Halen III” – dem einzigen Werk mit Gary Cherone (EXTREME) am Mikro – oder fast 30 Jahren seit der letzten Scheibe mit Diamond Dave.

“Tattoo” ist ein Singletypischer Opener, der klassischen VAN HALEN-Sound bietet. Überhaupt hört man die Band nach wie vor sofort unter allen anderen heraus. Der Groove, Gesang, Gitarren, Songwriting… das ist alles unverkennbar. So geht´s mit “She´s the Woman” weiter, ein Earcatcher par excellence. Was eigentlich auch kein Wunder ist, stand der Song doch schon 1976 (!) auf dem von Gene Simmons (!!) produzierten Demo, welches den Deal mit Warner Brothers besiegelte. “You and your Blues” ist ebenfalls großartig, mit dem von Eddie megarasant eingeleiteten “China Town” folgt ein Uptempoklopper der “Hot for Teacher”-Marke, den ich den Herren nie im Leben mehr zugetraut hätte! Das hat richtig Punch, Roth schreit regelrecht und Eddie soliert uns alle ins Delirium! Alt? Nix, aber auch gar nix von zu merken! Nur der etwas schepprige Schlagzeugsound hinkt hinter dem positiven Eindruck hinterher, bei einer solchen Megaproduktion erwarte ich einfach was Besseres. Zumal so einige Feinheiten leicht untergehen. “Blood and Fire” geht auch voll zur Sache, die geben richtig Gas hier. Schon alleine wegen der einzigartigen Saitenakrobatik von Eddie Van Halen gibt es genügend Gründe, sich diese Scheibe zuzulegen. “Bullethead” macht glatt einen auf Metal und groovt fettschnell aus den Speakern, da staunt der Kritiker und fühlt sich an die starke Hagar-Phase erinnert. Dabei klingt das Ganze dennoch nicht altbacken, sondern schafft den Spagat in die heutige Zeit, ohne die typischen Band-Wurzeln zu vergessen. Auch “As Is” prescht mörderisch nach vorne, das geht hier Schlag auf Schlag. Und zwischendrin gibt´s dann ein kleines Blues-Break, bevor die Doublebass wieder qualmt. Alter Schwede, so agil hat man den Haufen ja seit den goldenen 80ern nicht mehr gehört. Völlig irre, was Eddie seiner Klampfe für immer noch innovative Töne entlockt und selbst fast 35 Jahre nach dem bahnbrechenden Debutalbum einer der brillantesten und kreativsten Gitarristen des Planeten ist und bleibt! Man höre das abgepfiffene “Honeybabysweetiedoll”, wahlweise aber auch alle anderen 12 Tracks, die jeden Klampfer unverzüglich in den Übungskeller treiben.

Natürlich wichst er exorbitant auf seinem Brett rum, für manchen auch zu viel vielleicht, aber genau DAS will ich doch auf einer VAN HALEN-Platte hören! Planloses Skalengenudel können ja alle anderen weiter fabrizieren, THIS is the real deal! So, jetzt sind wir bei Track 9 angelangt (“The Trouble with Never”) und es ist immer noch nix balladeskes in Sicht… was ist da denn los? “Outta Space” bretzelt auch raketig los, als wären die alle in gleich 3 Jungbrunnen auf einmal gefallen. Wer vorher schon geunkt hat, dass hier nur nochmal schnell cash-in gefahren werden soll kurz vor der Rente, der dürfte sich von Anfang bis Ende die Ohren reiben… da sollte sich ein Herr Rose mal eine ganz fette Scheibe von abgucken! OK, das eher funmäßige, akustisch beginnende und Countryartige “Stay Frosty”(der quasi-Fortsetzung von “Ice Cream Man”) sollte mit einem Augenzwinkern gesehen werden. Aber auch hier setzt ein mordsmäßig fetter Beat ein und ohne Flitzesoli geht natürlich gar nix. “Big River” pumpgroovt voran, wie in den 80ern, fällt aber gegen jene Ära ebenfalls nicht wirklich ab. Und da auch zum krönenden Schluss das längste Stück “Beats‘ Workin”(5 Minuten lang) voll ins Mett haut, kommen VAN HALEN auf ihrem Comebackwerk tatsächlich ohne Balladenschmonz aus! Was mich genauso überrascht, wie die Klasse und Härte der Scheibe. OK, dass die meisten Songs aus Überbleibseln der glorreichen ersten Roth-Ära entstanden sind, lässt sich nicht überhören. Dennoch klingt das Material geschlossen, frisch und wie aus einem Guss.

Ein Knalleralbum, mit dem man in dieser Form nicht rechnen konnte! Zudem das mit Abstand Härteste der Bandhistory. VAN HALEN-affine Musikfans greifen umgehen zu bei diesem no-filler-Knaller!

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Van Halen 'A different kind of truth' Tracklist
1. Tattoo Button MP3 bestellen
2. She's the woman Button MP3 bestellen
3. You And Your Blues Button MP3 bestellen
4. China Town Button MP3 bestellen
5. Blood and fire Button MP3 bestellen
6. Bullethead Button MP3 bestellen
7. As Is Button MP3 bestellen
8. Honeybabysweetiedoll Button MP3 bestellen
9. The Trouble With Never Button MP3 bestellen
10. Outta Space Button MP3 bestellen
11. Stay frosty Button MP3 bestellen
12. Big River Button MP3 bestellen
13. Beats Workin' Button MP3 bestellen
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