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VARIOUS ARTISTS - All Freaks – Mixed

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title All Freaks – Mixed
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label NETMUSICZONE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die ALL FREAKS-Reihe besteht aus einer losen Folge von Samplern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, unbekannten jungen Bands und Musikern eine Plattform zu bieten, um ihre Musik zu veröffentlichen. Die Macher werden dabei in Zukunft mehr mit „Local Heroes“ zusammenarbeiten. „Local Heroes“, das ist ein Bandwettbewerb in Deutschland und Österreich, bei dem junge Musiker die Chance erhalten, vor großem Publikum aufzutreten, um Erfahrung zu sammeln und zugleich Publikum wie Jury zu überzeugen. Es tut sich also was im deutschen Untergrund, was Alternative Musik angeht, und das ist gut so! Aber kommen wir zurück zum vorliegenden Sampler. Bereits vorne auf dem Cover kann man die Richtung ablesen, in welche die neue Ausgabe der Compilation tendiert. Dort steht: “From Punkrock till new Rock – From Alternative till Crossover – From Metal till you name it“. Dass das nicht zuviel versprochen ist, hört man bereits nach den ersten Titeln.

Bereits der erste Track von KIND IM MAGEN? („Punkrock Never Dies (But You Will)“) versetzt einen titelgemäß in richtige Punkrockstimmung. Auch wenn der Song an einigen Stellen recht eintönig klingt und sich nicht unbedingt von anderen Genrebands absetzt, ist es trotzdem ein recht gelungener Opener. Der nächste Song „The Ballad Of John Doe“ von THE RULES überzeugt mich dafür restlos. Mit gelungenem Songwriting nehmen die Jungs mich 3 Minuten mit, und schaffen es wirklich mich zu überraschen und zu überzeugen.

Der nächste Titel, der für mich wieder heraus stach, war Track Numero 4 von SYMMETRY OF LIFE. „Broken“ ist zwar ein sehr ruhiger Titel, aber mit schönen Lyrics, und die Stimme gefällt hier außerordentlich gut. Dieser Song besticht durch eine gute Mischung von Instrumental- und Gesangsparts, und vor allem der Gitarrist macht eine gute Figur. Mit einem schönen Refrain schafft es diese Komposition mich wirklich zu berühren. Song 7 – „Mother Brain“ – von BLUNT überzeugt mich hingegen nicht. Der Gesang schafft es einfach nicht, dem Lied die richtige Richtung zu weisen, auch der Rest der Band bleibt eher blass. Der nächste Track von TOYMACHINE ist dann das erste Mal was für richtige Metal-Fans. Mit gehörigen Shouts wird dieser Song eingeleitet, bevor er dann in der Mitte in einen ruhigeren melodischen Part übergeht, um später wieder zum Metal zurückzukehren. Zwar nichts Besonderes im Genre, aber trotzdem ein Track, der auf diesem Sampler aus dem Rahmen fällt. „Seducers“ von DIORAMIC erinnert mich irgendwie entfernt an MUSE. Eine schöne Stimme mit einer stimmungsvollen Melodie unterlegt, ebenfalls überzeugend.

Track 15 „Thursday“ von HYPE ist einer von 2 Stücken mit weiblichen Vocals. Auch wenn die Dame eine sehr gute Stimme hat, am Song selbst hätte man noch mehr arbeiten können damit er ein bisschen „runder“ klingt. Track 17 „Kid On A Playground“ von BROKEN MARBLE ist dann das zweite weibliche Exponat, sehr gelungen noch dazu. Die Stimme ist wirklich gut ausgebildet und passt wunderbar zum Songwriting. Der Song klingt nie langweilig und ist in sich ein stimmiges Gesamtkunstwerk. Ein wirklich guter Abschluss des Samplers!

Insgesamt ist zu sagen, dass der Silberling durchaus zu überzeugen weiß. Es gibt Höhen und Tiefen, und einige Bands müssen noch an ihren Talenten arbeiten, um weiter nach vorne zu kommen. Für junge aufstrebende Bands ist der ALL FREAKS Sampler aber eine wirklich gute Sache, da ihnen darauf eine Chance gegeben wird. Für den geringen Preis ist wirklich nichts gegen die Platte einzuwenden, da man durchaus einige versteckte Perlen findet und außerdem die Chance hat Newcomer-Bands zu unterstützen.

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