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VARIOUS ARTISTS - All Freaks – Punk Vol.1

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title All Freaks – Punk Vol.1
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label NETMUSICZONE
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Es geht aufwärts in Deutschland – Zumindest musikalisch! Denn immer mehr Konsumenten wollen sich nicht mehr als Schlachtvieh für die Fernsehmacher hergeben und irgendwelche gecasteten Superdeppen anhimmeln. Der Trend geht wieder zu handgemachter Musik, zum Untergrund. In den germanischen Garagen werden die Saiten gezupft, was das Zeug hält und kleine Labels sorgen mit frischen Ideen dafür, dass sie auch die Öffentlichkeit erreichen. Nach der Hitpack Reihe wagen sich nun auch die Macher der Netmusiczone an einen Sampler für unverbrauchte Talente. 50 Minuten Musik und ihr müsst nichts dafür bezahlen, na ja außer 2,50 Euro Porto, da kann man wirklich von einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis sprechen.

Wie der Name schon sagt, bewegen sich die 15 Kontrahenten alle im Spannungsfeld von Punk und melodiösem Hardcore. Lediglich die 0EIGHT5TEENS aus Münster waren mir ein Begriff, die ja erst kürzlich mit ihren bekannten Stadtgenossen von den H-BLOCKX die Bühnenbretter unsicher gemacht haben. Und so klingen auch einige der Kappellen, wie etwa der Opener GREEN FROG FEET, nach Henning und Co. in der „Time of my Life“-Phase. Professionell aber ein wenig gesichtslos. Man musiziert halt nie ohne Vorbilder, besonders deutlich wird das bei ALICES GUN, deren Sänger ohne aufzufallen bei THE OFFSPRING einsteigen könnte, nichtsdestotrotz ein starker Song. Gegen Ende der Sammlung werden die Genres breitgefächerter, was der Abwechslung nur gut tut. Da hätten wir die FORGOTTEN IDOLS mit Psychabilly, DUMPWEED mit leichten Ska-Einflüssen oder die passend benamsten HATECLUB, eindeutig die härteste Truppe auf dem Silberling, mit einem „Pitbull“ als Shouter. Richtig klasse finde ich die abschließenden D-SAILORS, zunächst überraschen sie mit MAIDEN-artigen Leads, nur um dann ein Emopunk-Stück zu präsentieren, welches von der ausgezeichneten Gitarrenarbeit lebt. Richtig miese Tracks konnten meine Ohren eigentlich nicht entdecken, außer GRYPHIN’S CLOW (mal laut sprechen, dann passt es!), mit einer Danzig-Kopie für Arme am Mikro.

Fette Sache das und für alle Genreliebhaber sicher eine tolle und nahezu kostenlose Möglichkeit den CD-Schrank weiter zu füllen. Bands können sich natürlich beim Label bewerben und so hoffe ich, dass sich diese Samplerreihe einer langen Lebensdauer erfreuen wird.

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