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VARIOUS ARTISTS - Crossing all over – Vol. 17

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Crossing all over – Vol. 17
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label GUN/ SUPERSONIC RECORDS
Leserbewertung
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„Mit 17 hat man noch Träume“ oder „Du kannst nicht immer 17 sein“… Ja ja, schon ein verflixt sündiges Alter ist das, wo man noch nichts darf, aber alles will. Und zumindest die 17te Ausgabe des erfolgreichsten deutschen Alternative Samplers kann man sich völlig rezeptfrei besorgen, auch als Minderjähriger. Und dieses mal gibt es zudem ein paar Überraschungen im Konzept, so konnten die User auf der Sampler-eigenen Homepage selbst bestimmen, was sie denn in der letzten Zeit hörtechnisch so bewegt hat. Und zum aller ersten mal wird auch visuell auf die Pauke gehauen, denn man darf sich das Teil auch als DVD in den Schrank stellen, dazu später mehr.

36 Tracks auf 2 CDs können einem DJ schon einiges an Arbeit abnehmen oder auf einer netten Haus- (nicht House-) Party laufen, als Schmuse- oder Trinkbeschallung. Und wie immer zeigt die Compilation die Bandbreite des alternativen Lagers auf, von Rock bis Metal, Punk bis 80er angehaucht, deutsch bis international. Momentan scheint ja das Alternative in den Charts besonders angesagt zu sein, vielleicht als Gegenströmung zu den unsäglichen Casting-Stars. So startet CD 1 dann auch mit einer waschechten Nr. 1 durch, „Augen Auf!“ von OOMPH!, viel aktueller kann man eigentlich nicht sein. „Kein Zurück“ von WOLFSHEIM hingegen ist zwar ein feiner Song aber doch schon etwas betagter. Es wird also durchaus eine Spannbreite von mehreren Monaten Gitarrengeschrubbe abgedeckt. Auffällig sind gleich mehrere Sachen: Die deutsche Sprache (meist von deutschen Mädels gesungen) ist wieder en vogue, dafür stehen WIR SIND HELDEN und VIRGINA JETZT!, da fehlen eigentlich noch MIA oder ROSENSTOLZ, die möglicherweise bei Numero 18 eine Chance erhalten. Dann kann man einen charmanten Retrotrend ausmachen, dafür stehen die Newcomer von FRANZ FERDINAND oder JET, die alle eher auf CD 1 zu finden sind, während es auf Teil 2 deutlich härter zur Sache geht. Die schließt nämlich mit dem Quartett SEPULTURA, CALIBAN, MUDVAYNE und MACHINE HEAD, da können sanfte Naturen dann den Hördurchlauf schon vorab beenden. Außerdem haben es wieder einige Cover Versionen auf den Silberling geschafft, hier zu nennen wieder SEPULTURA (U2), die MURDERDOLLS (BILLY IDOL) oder THE ATARIS (DON HENLEY). Mit COLDPLAY und RADIOHEAD sind auch einige plattenverkaufstechnisch gesehen nicht gerade sehr alternative Acts enthalten… Meine persönlichen Favoriten tragen die schönen Namen P.O.D., TURBONEGRO, DAVE GAHAN, PLACEBO und WIR SIND HELDEN (obwohl ich „Aurélie“ noch schöner finde als „Denkmal“).

Neben den CDs gibt es wie schon gesagt auch eine DVD mit 26 Tracks, die zum größten Teil deckungsgleich mit den „nur“ hörbaren Versionen ausfallen. Lediglich „Rockstar“ von N*E*R*D kommt hinzu, leider fehlt der aktuelle TOTEN HOSEN-Clip. Die DVD liegt mir nicht vor, aber die meisten dürften die Videokunstwerke von den entsprechenden Musiksendern kennen. Als kleine Spielerei gibt es auch das Feature einer virtuellen Juke Box. Insgesamt hat man sich wieder alle Mühe gemacht, den Non Mainstream Konsumenten zu befriedigen. Zwar wird kaum jemand alle vertretenen Stücke mögen, aber das – im wahrsten Sinne des Wortes – Crossover Potenzial ist ungemein hoch. So wird die Serie locker noch die Volljährigkeit erreichen…

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