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VARIOUS ARTISTS - Dependence Next Level Electronics Vol. 2

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Dependence Next Level Electronics Vol. 2
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label DEPENDENT
Leserbewertung
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„Dependence Vol. 2“ wäre einfach ein „normaler“ Sampler, wenn… ja wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre oder man sich das Booklet nicht aufmerksam durchlesen würde. Denn die vorliegende CD wird eine der letzten aus dem Hause DEPENDENT sein und da kann sich der Großteil der Konsumenten an die eigene Nase fassen. Kapituliert Labelchef Stefan Herwig doch vor der nicht mehr einzudämmenden Anzahl an Servern, wo zum Großteil bereits vor VÖ schon die entsprechenden Stücke herunter zu laden sind. Wir leben halt in einer Welt von Schmarotzern, wo jeder nicht bis zur nächsten Ecke denken kann/ will. Große Majors mit Künstlern wie ROBBIE WILLIAMS oder TOKIO HOTEL trifft dies nämlich nicht in diesem Maße wie ein Indie Label à la Dependent. Gut zu diesem Thema passt, dass in meiner Heimatstadt nicht Saturn Hansa oder der Media Markt zumachen müssen, sondern der kleine Spezialitätenladen, weil einfach nichts mehr verkauft wird, was ein wenig exklusiver und damit teurer wird. Das Resultat: Irgendwann werden auch wir zwangsweise mit o.g. Künstlern gefoltert, weil Neues/ Außergewöhnliches nicht mehr lohnt.

Aber nun zum Produkt, genau wie beim ersten Teil ist wieder ein auffälliges schwarzes CD-Case gewählt worden. Insgesamt 14 Tracks befinden sich auf dem Silberling und wieder sind die Aushängeschilder des Labels – wie SEABOUND, SUICIDE COMMANDO, ROTERSAND – dabei, ebenso Formationen wie MINDLESS FAITH oder FRACTURED, die auf dem besten Weg dorthin waren (sind). Für jeden Geschmack sind die passenden Tracks dabei, wer es etwas ruhiger und verträumter mag, der wird z.B. die Elektropopballanden von SEABOUND, PRIDE AND FALL oder “Give me my Life” von MIND IN A BOX wählen. MINDLESS FAITH bieten mit “Independence Day” ein treibendes Elektrobrett auf, FRACTURED steuern mit “Cold Eyes” einen rotzigen und aggressiven Remix aus ihrem ersten Album bei und ROTERSAND glänzen auf “Merging Oceans” wieder mit ihrer Melange aus Elektrobeats und trancigen Elementen. Selbst der mittlerweile etwas uninnovative Johan van Roy aka SUICIDE COMMANDO haut nach langem mal wieder einen richtig coolen Song raus. Was gibt es sonst noch zu erwähnen? Auf “We were” können wir das brandneue Nebenprojekt des DISMANTLED Masterminds Gary Zon hören, eine intelligente Verbindung von ausgeklügelten, elektronischen Arrangements mit weiblichem Gesang. FLESH FIELD liegen mit ihrem sehr an MANSON ausgerichteten Song “Swarm” ein wenig daneben, wuppt nicht wirklich. Nach “Blau” bietet AUTOAGGRESSION auf “Speed” wieder schnelle harte Kost und auch die belgische Fraktion, hier in Form von INSECT, schlägt noch mal zu: “Bambifucker”. Ganz klassisch arrangiert zum Abschluss “Hindsight” von STROMKERN.

Wenn man die Qualität dieses Samplers betrachtet, kann man schon ein wenig wehmütig werden, sicherlich ist nicht alles mein Ding, aber die Compilation zeigt schon, dass DEPENDENT immer viel Wert auf wirklich gute Acts gelegt hat. Ein Topsampler und ein Wort: RESPEKT! Da unsere Szene ja so die Musik lebt und liebt, was könnte die Folge dieses “kostenlosen” Trends sein… immer weniger Bands, immer dasselbe in der Disse, weniger Konzerte… Ist es das Wert, um 15 Euro für ne CD zu sparen und Bands nur noch auf dem WGT oder M’era Luna zu sehen? Es lauern doch Superstars und Co bereits im Hinterhalt… Um noch ne abgefahrene “Verschwörungstheorie” zu spinnen, vielleicht ist alles von den Majors gesteuert, um für einen gleichgeschalteten Geschmack zu sorgen.

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