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VARIOUS ARTISTS - Eye for an Eye – The new Breed of Hardcore & Metal (DVD)

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Eye for an Eye – The new Breed of Hardcore & Metal (DVD)
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung 21.02.2005
Leserbewertung
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Niemand kann bestreiten, dass sich die Metal Landschaft in den letzten Jahren verändert hat. Klar, Trends kommen und gehen, aber mittlerweile ist auch eine völlig neue Generation Zuhörer entstanden, die es nicht mag, sich von Genregrenzen einengen zu lassen. Zudem wollen sie nicht unbedingt in ausgewetzten Kutten herumlaufen und geben sich outfit-technisch eher trendy. Das kann man gut oder schlecht finden, je nachdem, wie sehr man den Begriff „Underground“ pflegt. Die Bands, die sie mögen, werden von Rezensenten wie mir gerne in die Schubladen „Metalcore“ und „NWOAHM“ gesteckt, die beiden großen Bewegungen zur Zeit. Alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird von den Labels gesigned, womit man den guten Kapellen natürlich schadet. So war es aber immer und so wird es immer sein, nicht nur bei den Majors. Die dazugehörige Musik hört sich wie ein Schmelztiegel aus klassischem Metal, schwedischer Death Schule und eruptivem Hardcore an, wahlweise mit gebrülltem oder emotional cleanem Gesang. Anything goes – warum auch nicht?

Century Media legt nun eine Ansammlung von Clips besagter Formationen auf DVD vor, mit passender Betitelung. Zum Glück hat man sich nicht ausschließlich auf die „eigenen“ Acts konzentriert und stattdessen mit allen wichtigen Companies zusammengearbeitet, wie Metal Blade, Roadrunner, Trustkill, Prosthetics etc. Das Ergebnis enthält somit so ziemlich alle momentan relevanten Bands von „Fast Superstars“ bis „eher noch unbekannt“ und ich bin ein wenig erstaunt, dass alle schon Videos am Start haben. Die sehen zwar zumeist nicht sonderlich teuer aus, dafür versprühen sie aber eine Unmenge Energie. Fast immer stehen (aggressive) Bandperformances im Vordergrund, richtige Geschichten werden nur selten erzählt und wenn, dann eher von den unbekannten Vertretern (UNDEROATH). Auch die Soundqualität und Lautstärke variiert ein wenig, dem sollte man aber bei so einem Projekt nachsehen. Persönlich erfreut mich die Tatsache, dass sich der „neue“ Metal über den Globus verteilt und nicht nur aus Amiland stammt. CALIBAN, CATARACT und HEAVEN SHALL BURN sind natürlich dabei, auch wenn mir bei letzteren das aggressive Rumgespringe im Pit nicht sonderlich gefällt, bin halt auch schon etwas älter… Während einige Musiker optisch schon fast wie Grufties daher kommen (EIGHTEEN VISIONS), erkämpfen sich BLACK DAHLIA MURDER den Titel der hässlichsten Band der Welt, o.k. es wird sicherlich noch schlimmer gehen und die Mucke fetzt. Insgesamt 27 Clips sorgen für gute Laune, angeführt von den momentanen Leaders SHADOWS FALL und KILLSWITCH ENGAGE, die mit bekanntem Material den Lauschangriff wagen.

Wer nach dieser ordentlichen Dröhnung noch Lust hat, kann sich Werbung für die Tierschutzorganisation PETA (recht originell im 70ies Porno-Style) oder das neue THE HAUNTED-Album (?) reinziehen, das einzige richtige Extra ist aber ein englischsprachiges Interview mit Marc Nickel von MAD Tourbooking, der ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert, damit auch die Jüngeren erfahren, wie alles kam, wie es kam.

Insgesamt ein sehr schönes Produkt, welches vielleicht technisch nicht alles aus dem Medium herausholt, dafür aber einen wunderbaren Überblick über die Härtner-Szene im neuen Jahrtausend bietet. Und wenn in ein paar Jahren viele Bands schon wieder in der Versenkung verschwunden sein werden, kann man immer noch sagen: „Ich war dabei…“

Tracklist „Eye for an Eye“
1. Killswitch Engage – Rose Of Sharyn
2. Heaven Shall Burn – The Weapon They Fear
3. As I Lay Dying – Forever
4. Bleeding Through – Love Lost In A Hail Of Gunfire
5. Underoath – Reinventing Your Exit
6. Unearth – The Great Dividers
7. Caliban – The Beloved And The Hatred
8. Shadows Fall – The Power of I and I
9. The Black Dahlia Murder – Funeral Thirst
10. Eighteen Visions – Waiting For The Heavens
11. The Agony Scene – We Bury Our Dead At Dawn
12. Throwdown – Forever
13. Haste The Day – The Closest Thing To Closure
14. Comeback Kid – Die Tonight
15. Dead Poetic – New Medicines
16. Chimaira – Down Again
17. All That Remains – The Deepest Gray
18. God Forbid – Antihero
19. Cataract – Nothing’s Left
20. Fear My Thoughts – Reign
21. Stampin’ Ground – Bear The Scars
22. Most Precious Blood – The Great Red Shift
23. Glass Casket – In Between The Sheets
24. Destiny – Passing Moments
25. Nora – I Should Have Sent Flowers
26. Haste – Stutter

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