Terrorverlag > Blog > VARIOUS ARTISTS > Fenriz presents…The best of old-school Black Metal

Band Filter

VARIOUS ARTISTS - Fenriz presents…The best of old-school Black Metal

VN:F [1.9.22_1171]
Various_Artists_Fenriz_presents.jpg
Artist VARIOUS ARTISTS
Title Fenriz presents…The best of old-school Black Metal
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label PEACEVILLE RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.5/10 (2 Bewertungen)

Da wird der gute Fenriz auf seine alten Tage ja noch mal richtig auf breiter Front aktiv. Nicht nur dass die Abstände zwischen den einzelnen DARKTHRONE-Alben konstant verhältnismäßig kurz bleiben und mit “Sardonic wrath” bereits der nächste Hassklumpen an die Oberfläche gerotzt wird, vielmehr sorgt man sich nun auch um die Basisversorgung mit adäquatem Fremdmaterial. Dies geschieht großflächig in Kollaboration mit Peaceville Records: Zum einen durch das neu ins Leben gerufene Label `Tyrant Syndicate Productions´, welches von den DARKTHRONE-Members geleitet wird und auf dem zukünftig ausgewählte hoffnungsvolle Acts ein wohlbehütetes Zuhause finden sollen. Zum anderen wird Herrn Gylve Nagell (im Volksmund: Fenriz) die (zweifelhafte?) Ehre zuteil, seinen Namen für die vorliegende Compilation zur Verfügung zu stellen. Durchaus ein nachvollziehbarer Schachzug, denn so wird der Scheibe doch vermutlich etwas größere Aufmerksamkeit entgegenschlagen als bei einem einfachen Sampler ohne werbewirksame und damit verkaufspolitische Argumente.

Aber was verbirgt sich denn nun eigentlich hinter der vollmundigen Aussage “The best of old-school Black Metal”? Bei Durchsicht der Tracklist wird zunächst offenkundig, dass das Material der häufig verwendeten Bezeichnung “old-school” hier in der Tat mal gerecht wird. Und dies nicht nur weil Keyboard-Spatzen und säuselnde Tanzmariechen draußen bleiben müssen, sondern auch weil zeitweilig eine Reise bis tief in die ´80-er unternommen wird. Die Songauswahl soll von Fenriz persönlich durchgeführt worden sein. Daher enthält das Booklet zu den einzelnen Songs auch kurze schriftliche Stellungnahmen seinerseits. Wovon er sich bei seiner Entscheidung hat leiten lassen vermag nicht zuletzt folgendes Zitat zu belegen: “One can analyse a piece of music and deduct that it is Black Metal, but Black Metal is a feeling. And that feeling cannot be analysed”. Vertreten ist dann auch so alles was Rang und Namen hat und eben ein derartiges Gefühl von Black Metal in seinem ursprünglichen Sinne verkörpert. Dies reicht von Genre-Vorreitern wie BATHORY (“Dies Irae”), VENOM (“Warhead”) und HELLHAMMER (“The third of the storms”) bzw. CELTIC FROST (“Dawn of Megiddo”) über Exoten wie SARCOFAGO (“Satanic lust”) und TORMENTOR (“Elisabeth Bathory”) bis hin zu den thrashigeren Kapellen DESTRUCTION (“Curse the gods”), SODOM (“Burst command ´til war”) sowie AURA NOIR (“Blood unity”). Letztere sind übrigens auch das erste Signing des bereits genannten Neu-Labels.

Natürlich dürfen daneben mit MAYHEM (“The freezing moon”) und BURZUM (“Ea, Lord of the deeps”) auch (ehemalige) Teile der Speerspitze der norwegischen Black Metal Bewegung nicht fehlen, von der als aktueller Vertreter zudem noch NATTEFROST (“Sluts of hell”) am Start ist. Interessant in diesem Zusammenhang ist, das Fenriz eigenes DARKTHRONE Liedgut nicht mit einbezogen hat. Hier hätte doch vielleicht mal ein Hidden-Track Sinn gemacht, um der Welt zu zeigen, was beim Thema `Black Metal der alten Schule´ außerdem nicht fehlen darf. Aber die CD ist mit mehr als 71 Minuten und 16 Stücken (ebenfalls noch dabei: SAMAEL, MERCYFUL FATE, BULLDOZER und BLASPHEMY) auch so gut gefüllt.

Große Worte über die einzelnen Songs zu verlieren erspare ich mir an dieser Stelle, denn es bestand schließlich größtenteils schon jahrelang Gelegenheit diese im Selbststudium zu erproben. Daher stellt sich auch die Frage, wer denn eigentlich wirklichen Bedarf an diesem Sampler hat, denn exklusives Material fehlt jedenfalls. Wer also bereits eine umfangreiche einschlägige Sammlung besitzt geht hier leer aus. Bei wem dies nicht der Fall ist, der kann zuschlagen, denn die Zusammenstellung ist nett und viele der Stücke sind immer wieder gern gehört.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

VARIOUS ARTISTS - Weitere Rezensionen

Mehr zu VARIOUS ARTISTS