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VARIOUS ARTISTS - Hitpack New Rock Vol. 2

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Hitpack New Rock Vol. 2
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label EMG
Veröffentlichung 23.03.2004
Leserbewertung
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Unter zur Hilfenahme vieler Medienpartner widmet sich das Label EMG einer besonderen Form von Nachwuchsförderung. So hat der geneigte Hörer der Hitpack Compilation die Möglichkeit, für seinen Favoriten zu voten und ihm so zu einem Auftritt in der TV-Sendung “Newcomer” zu verhelfen. Darüber hinaus gibt es für livestarke Rock-Acts die Gelegenheit, sich im “Club Gig” zu präsentieren, einem TV-Magazin, das zweimonatlich ausgestrahlt wird. Diese Auftritte werden wiederum auf DVD gebannt und stehen als Cover-Beilage des Musikmagazins „Soundcheck” der Leserschaft inklusive Vorstellung der Bands im redaktionellen Teil des Heftes zur Verfügung. Durchaus ein interessantes Konzept, das natürlich in erster Linie mit der Qualität der vertretenen Musiktalente steht und fällt.

Auf die Second Edition haben es insgesamt 18 Kapellen geschafft, von denen ich vorher noch nie gehört habe, die mir aber soundtechnisch irgendwie alle bekannt vorkamen. So klingt der süddeutsche Crossover-Opener KAMA CONNECT mit „Take Your Face” ein bisschen wie eine weichgespülte GUANO APES-Variante, während BETONTOD sicherlich zu einem Großteil von den BÖHSEn ONKELZs geprägt sind. Als Newcomer kann man die Rheinberger Punkband allerdings nur bedingt bezeichnen, da die Jungs bereits seit 1990 Musik machen und auch schon drei Studio- und ein Livealbum veröffentlicht haben. JAKEPORN kommen aus dem Ruhrgebiet, machen Rock mit leichten Punkeinschlag und sind mit ihrem Song „Rollercoaster” vertreten. CORONA schwimmen mit ihrem „Weiter” auf der SILBERMOND/ JULI-Welle und hinterlassen leider einen sehr austauschbaren Eindruck. Ordentlicher Rock mit Metaleinschlag und Passagen, die an PEARL JAM erinnern, kommt von unseren Nachbarn aus Österreich, die SEKTOR 7 und „Misunderstood” ins Rennen schicken. MINDEAD lassen es mit „Still Empty” in KORN-Manier krachen, während die Karlsruher Formation ihre Musik „industriellen Dunkelrock“ nennt. Der vertretene Song „Dunkelkammer” weiß auch durchaus zu gefallen. Die Hamburger TRYANT machen vor allem mit dem Gesang ihrer Fronterin Kathrin Hauschild auf sich aufmerksam. „Never” ist ein melodiöser Alternative-Rocksong mit facettenreichem Gesang. Das kann man von KARIZMA nicht behaupten. „Nein Heißt Nein” ist absolut belanglos und nicht der Rede wert. Von Charisma mal ganz zu schweigen. Das Nu Metal-Stück „Social Blindness” von AT NO CHARGE hat da schon etwas mehr Substanz, genauso wie der Ösi-Punk ‘N’ Roll der PIRATE RADIO STATION. Meine Favoriten des Samplers sind die ostdeutschen BLACK TEQUILA mit dem Titel „Rack One’s Brain”. Das Sextett bezeichnet seine Musik als Epi-Core und tatsächlich vereinen die Jungs aufs Feinste Punk, Nu Metal und Emo, verfeinert mit E-Violine, Synthesizer sowie kräftigem und abwechslungsreichem Gesang. In eine ganz andere Richtung marschieren DIZZY BEE aus Stuttgart, die Funk ‘N’ Roll machen und bei NEVAMIND aus Leipzig sollte eigentlich jeder was Passendes finden. Die vier Herrschaften nennen als Einflüsse ihres Schaffens Bands von QUEEN, SYSTEM OF A DOWN, METALLICA bis KISS und kreieren daraus einen eigenen Crossover-Metal-Punk-Pop-Alternative-Mix. Modern Rock machen die Nürnberger EVIL TRICK, der „Mojo Song” geht dabei ein wenig in Richtung Südstaaten-Rock. Ihrem Bandnamen entsprechend kreieren BIONIC BRIT Brit-Pop mit Braunschweiger Indie-Rock-Würzung. Mit UNDER PRESSURE geht’s noch mal amtlich zur Sache. Das Trio hat sich dem Modern Hard-Rock verschrieben und bringt durchaus auch ein bisschen Glam mit ins Spiel. Den Ausputzer machen vier Jungs aus Würzburg namens NULL DB, deren „Flieger” ein wenig nach SELIG klingt, die aber auch ganz gewaltig rocken sollen.

Zweifellos eine bunte Mischung, aber bei vielen Kapellen fehlt ein wenig die eigene Handschrift. Die Macher des Hitpacks haben für meinen Geschmack zu sehr auf massentaugliche Kost gesetzt, ein wenig mehr Mut zum Risiko und zur Nische könnte nicht schaden, denn die Idee als solche ist ohne Frage gut und ein paar Bands machen auch wirklich Lust auf mehr.

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