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VARIOUS ARTISTS - Neue Holländische Welle 3.0

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Neue Holländische Welle 3.0
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label BUMA CULTUUR
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Bereits zum dritten Mal bringt uns MusicxPort.NL die niederländische Szene auf der genreübergreifenden Compilation „Neue Holländische Welle 3.0“ näher, dieses Jahr unterstützend zu Auftritten niederländischer Musiker während der Popkomm und des Reeperbahn Festivals. Auf dem 20 Track starken Sampler finden sich neben bekannteren Acts
wie GEM, welche mit ihrem Indierockenden Extremitätenschüttler „The subterranean Parade“ den einheizenden Einstand geben, sowie JUNKIE XL, ANOUK und RACOON auch die Talente von GREEN LIZARD wieder, welche mit „Walk over water“ einen unwiderstehlichen, mitreißenden Hardcore-Track mit Emowurzeln zum Stapellauf in die Nordsee setzen.

Dass Holland außer Amsterdams Coffee-Shops noch jede Menge anderer interessanter Dinge zu bieten hat, beweisen JOHANs Britpop inspirierter Wohlfühlrock, ILSE DE LANGEs Folkballade „The great escape“, welche in den Niederlanden bereits die Charts erklommen hat, sowie BLUES BROTHER CASTRO, die mit ihrem rohen Beatrock überzeugen können – der sich in punkto gesangliche/ textliche Intensität nicht vor den großartigen PIXIES zu verstecken braucht. Dass Goth-Rock bei unseren Nordseenachbarn sehr angesagt ist, beweisen THE GATHERING und EPICA – hingegen gefallen sich FACE TOMORROW in der Rolle der x-ten COLDPLAY Kopie – welche ihre jugendlichen Indierockwurzeln aber noch nicht abgestreift hat. Neben den Gitarrenacts surrt aber auch die Discokugel auf dem Sampler, wenn Acts wie KRAAK & SMAAK, AARDVARCK, LEGOWELT oder ARLING & CAMERON ihr Verständnis von Dancemusik zwischen groovenden Beats, psychedelisch wabernden Synthesizern und hämmernden Breakbeats zum Besten geben. Und irgendwo in den Tiefen des Samplers tauchen auch wundervolle Couchfläzer wie PETE PHILLY’S „Mellow“ auf den Jazz & Soul verwöhnten Zigarrenraucher. Wer sich lieber etwas illegale Gräser in seine Zigarre streut, wird sicherlich mit POSTMAN einen Freund finden – dessen HipHop überrascht mit deutlicher Oldschool-Affinität und lässt seine Herkunft musikalisch nicht erahnen. Und wer sich von dem bisherigen Abwechslungsreichtum nicht abschrecken lassen hat, den kann auch ZZZs Track „Ecstasy“, dessen Jazz-Psychobilly Groove ebenso wirkt, wie es der Titel schon andeutet, nicht mehr schocken.

Diese Welle ist bereits heftig in Bewegung und schwappt mit ihrer Auswahl an Vertretern der niederländischen Musikkultur und reichlich Abwechslung auch über Deutschland hinweg. Da ist für jeden was dabei – das kennt man ja aus den Coffee-Shops bereits.

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