Terrorverlag > Blog > VARIOUS ARTISTS > Return to light Vol. 2

Band Filter

VARIOUS ARTISTS - Return to light Vol. 2

VN:F [1.9.22_1171]
Various-Artists-Return-Light-2.jpg
Artist VARIOUS ARTISTS
Title Return to light Vol. 2
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label BRIGHT LIGHT RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Das Label Bright Light Records möchte mit der Veröffentlichung des Samplers RETURN TO LIGHT VOL. 2 wieder einmal unbekannten Bands eine Plattform zu einer möglichen Karriere zur Verfügung stellen, und wir wollen doch mal schauen, wer so alles in den Startlöchern für zukünftige Releases bereit ist. Zuerst einmal muss ich dazu sagen, dass man sich nicht von dem lieblosen Design abschrecken lassen sollte, auch die schwachen ersten Lieder sollten einen nicht vom Rest fernhalten, denn es gibt tatsächlich ein paar Perlen auf der CD, die übrigens von den Musiksparten schön gemischt ist.

Wie schon erwähnt kann man die beiden ersten Künstler ARTISTS SOUND und HEIRSTYLE getrost überspringen, langweilig und farblos blubbern sie elektronisch im Trip Hop Stil so vor sich hin, bei den dritten DIODATI wird stark theatralisch mit reinem Klaviereinsatz ein Gejammer abgespielt. Nun wird es aber sehr interessant, bei ONEXON kommt Wave Rock zum Einsatz, der an die besten Zeiten von SISTERS OF MERCY erinnert, und somit ist der Song „Christine“ ein wahrlicher Genuss. Mindestens genauso empfehlenswert sind OPFER DER ANGST mit „Rain“, eine Art Sprachgesang wie bei TRIO, teilweise in Deutsch, dann mal in Englisch. Während dieser langsamen Erzählung wird eine tolle Atmosphäre mit Streichern und CURE-ähnlichen Gitarren erzeugt, meine Gänsehaut will einfach nicht weggehen. SHARON NEXT machen mit „Now you never“ ganz ansehnlichen Goth Rock, aber das Schlagzeug macht mich ganz konfus, habe ich so ein schlechtes Musikgefühl oder hinkt er dem Takt leicht hinterher? DAVOS bieten Synthpop, ist OK, aber eher etwas zum langweilen, außerdem könnte sich der Sänger wirklich mehr Mühe geben. Nun ist auch ein Vertreter der Dark Elektro Schiene dabei und er hält sich ganz wacker, wenn man bedenkt, wie viel Einheitsbrei auf den Markt geschwemmt wird, ist er richtig herausragend. Jedoch ist sein Gesang schlecht auf den Song abgestimmt, teilweise versteht man ihn ganz gut, und dann wird der Text plötzlich von den Synthies verschluckt, schade. Industial-EBM gibt es bei STEREOMOTION mit dem Song „Holystimga“, man kann sie mit gutem Gewissen zu den Besseren der CD zählen. Das Gegenteil trifft auf die SHADOW-MINDS zu, grausiger Dark Wave ohne Finesse, aber so was muss es auch mal geben. Jetzt wird es wieder härter, ein 100%iger RAMMSTEIN Klon namens EISENHERZ sorgt für Stimmung, und ehrlich gesagt ist es der beste, den ich je gehört habe, jedoch bietet er auch wenig Selbstständigkeit, trotzdem auf jeden fall ein Anspieltipp. Jetzt wird die große Runde des Dark Wave eingeläutet, könnte aber auch als Gruselkabinett bezeichnet werden, denn EXPLIZIT EINSAM, D´WOOLVE und DAS ÜBER-ICH sind einfach nur peinlich. Mit REBENTISCH wird es noch einmal spritziger, eine düstere Fun-Punk-Polka mit Nasengesang ist mal wirklich was Neues (bitte nicht negativ vestehen). So würden DIE ÄRZTE wahrscheinlich Elektro machen, hört es euch unbedingt an. Zu dem billigen Hard Rock von LOW-CHI erspare ich mir jeden Kommentar.

Wollen wir doch mal zu einem Fazit kommen, die Scheibe ist 50/50 und richtig gut haben mir nur ONEXON, OPFER DER ANGST, THE DARK UNSPOKEN, EISENHERZ und REBENTISCH gefallen, die könnten es tatsächlich zu etwas bringen, beim Rest sage ich am besten nur: Fleißig weiter üben.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

VARIOUS ARTISTS - Weitere Rezensionen

Mehr zu VARIOUS ARTISTS