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VARIOUS ARTISTS - The Eastpak Resistance Tour Volume I (DVD)

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title The Eastpak Resistance Tour Volume I (DVD)
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label I SCREAM RECORDS
Veröffentlichung 24.11.2009
Leserbewertung
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Das Medium “DVD” bietet nicht nur großen Acts ganz neue Präsentationsformen, auch sogenannte “Kleine” müssen darauf heute nicht mehr verzichten. Und so kommt es, dass daheimgebliebene Hardcore-Fans in den Genuss der „Eastpak Resistance Tour“ kommen, die im November durch die Lande zieht. Vorliegende DVD enthält aber keine Bilder der aktuellen Tour mit den SUICIDAL TENDENCIES, sondern eine Show aus dem letzten Jahr, genauer vom Auftritt im „Ancienne Belgique“ in Brüssel vom 17. November 2002. Dort fand dieses Jahr ja auch das Goetherock-Festival statt, ein würdiger Bau für eine Horde feierwilliger HC Maniacs. Und der Laden war picke packe voll, zumindest bei den Hauptattraktionen.

Die DVD ist so ausgefallen, wie im allgemeinen der enthaltene Musikstil beschrieben wird: Hart, einfach und ehrlich. Es gibt keine großen Menüspielereien, keine großen Extras (nur ein paar Bildergalerien), alles ist auf das wesentliche reduziert und das sind die Live-Aufnahmen. Wobei auch hier das Prinzip der Fairness gilt, von allen 8 Bands sind genau 5 Tracks enthalten, meist sind der Opener und der Rauswerfer mit dabei. So kann sich jede Truppe im gleichen Rahmen vorstellen, qualitativ gibt es natürlich schon Unterschiede.

Das Pferd wird von hinten aufgezäumt, denn zunächst kommt der Headliner BIOHAZARD und man arbeitet sich dann bis zu DO OR DIE vor, die noch vor relativ leeren Rängen auftreten mussten. Selbstverständlich kann man Bands und Songs auch einzeln anwählen. Soundtechnisch sollte man übrigens keine Wunder erwarten, normaler Stereosound ziert die DVD, aber was sollte man bei DER Musik auch mit Surround-Sound anfangen? Dafür wirken die Aufnahmen kameratechnisch sehr dynamisch (5 Kameras wurden eingesetzt), schnelle Schnitte sorgen für Abwechslung. Lediglich die Totale von hinten fällt ein wenig ameisenmäßig sinnlos aus. Zu den einzelnen Acts:

BIOHAZARD sind ohne Zweifel in die Jahre gekommen, aber live können sie noch immer die Sau rauslassen. Eine ganze Armee Stage Diver tummelt sich auf der Bühne oder grölt mit ins Mikro, dabei werden sie von Billy und Evan natürlich noch animiert. Auffällig aber nicht überraschend bei der Songauswahl ist, dass vor allem die Uralt-Klassiker für Stimmung sorgen wie „Shades of Grey“ oder „Punishment“, die Crowd schert das wenig. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich nicht anwesend war, denn es geht nicht gerade zimperlich im Publikum zu. So nennt Billy die Belgier dann auch das „beste und wildeste Publikum der Tour“.

AGNOSTIC FRONT können sich auf ihre langjährige Tour-Erfahrung und Roger Mirets Ausstrahlung verlassen. Die simplen aber effektiven Nummern kommen an. Witziger Einfall: Roger holt so viele Mädels wie möglich auf die Bühne, damit die ihren männlichen Konterparts auch mal auf die Birne springen können.

HATEBREED sind angesagt und so verwandelt sich auch bei ihnen die ehrwürdige Halle in ein Tollhaus, zumal Jasta die Meute fest im Griff hat und hyperaggressiv klingt. Bei den Riffs kommen zuweilen auch mal metallische Strukturen zum Vorschein. „Last breath“ oder die Hymne „I will be heard“ werden von hunderten Kehlen mitgesungen.

Danach fällt die Zuschauer-Resonanz schon ein wenig ab, die anderen 5 Kapellen haben lediglich Anheizerfunktion, die sie aber alle ganz gut meistern. DISCIPLINE aus Holland bestehen aus 5 nicht gerade skelettierten Skinheads, die einen supersimplen aber eingängigen Oi Punk fabrizieren, mit Strassen-Lyrics. Allerdings sind die Jungs furchterregender als ihre Musik… Die ALL BORO KINGS hingegen haben es musikalisch drauf, passen aber härtemäßig nicht ganz zu ihren Konzertkollegen, bei ihnen stehen Spaß und vor allem Bier im Vordergrund. Zu den Songs zählt auch das damals gerade aktuelle „Just for the fun of it“ und letztlich zieht man die Leute auf seine Seite. BORN FROM PAIN haben den schlechtesten Sound und den peinlichsten Sänger und werden daher auch ziemlich ignoriert, wenngleich das Song Material ganz o.k. ist. Bei den Niederländern BACKFIRE wird es dagegen wieder richtig moshig und old school. Schließlich beginnen die Italiener DO OR DIE ihren Set mit sizilianischer Folklore und viel Lokalkolorit. Der Sound hingegen klingt amerikanisch und fett und die Sänger begeistern mit einer neuartigen „Rückwärtstret-Tanztechnik“.

140 Minuten, 40 Songs, fast 40 mal Spaß, der sich auch auf den heimischen Sessel überträgt. Und da ein „Volume I“ im Titel steht, gibt es Hoffnung, dass auch das 2003er Package den Weg in die DVD-Player finden wird. Eine ehrliche, runde Sache, die Fans die Kaufentscheidung leicht macht!

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