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VARIOUS ARTISTS - Tribut an Ougenweide

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Tribut an Ougenweide
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label EMMUTY
Leserbewertung
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8.5/10 (6 Bewertungen)

Nicht nur mit der Maxi-CD „Merseburger Zaubersprüche“ wurde an die Pioniere des Mittelalter-Rocks – OUGENWEIDE – gedacht. Auch das Label Emmuty (u. a. DIE STREUNER, DIE IRRLICHTER, TRISKILIAN) hat gemeinsam mit Musikern und Bands der Mittelalterszene den Hamburgern zu ihrem 40jährigen Bestehen gratuliert. Und wie macht ein Label das? Natürlich mit einer musikalischen Lobeshymne. Herausgekommen ist ein Sampler mit 18 Tracks. Alles OUGENWEIDE-Klassiker, mal nostalgisch, mal modern gecovert. Ein großer Teil der auf diesem Silberling enthaltenen Songs sind im Original auf den Alben „Liederbuch“ und „All die Weil Ich Mag“ zu finden. Zur Veröffentlichung gehört auch ein Booklet, das umfangreich über den Grund des Erscheinens und ganz besonders über die Lieder und ihre Interpreten berichtet. Das Vorwort wurde von Dr. Lothar Jahn, dem Betreiber des Portals minnesang.com, verfasst. Ein weiterer Beitrag mit Erinnerungen an OUGENWEIDE stammt von ACHIM REICHEL, der die Minne-Rocker in den 1970er Jahren produzierte.

Die Tracklist mit den Interpreten liest sich wie das Who-Is-Who der Szene:
FUNDEVOGEL: Merseburger Zaubersprüche/Ougenweide
SPIELLEUT IRREGANG: Im Badehaus
DIE IRRLICHTER: Wan si dahs
HOLGER SCHÄFER: Der Blinde und der Lahme
MINNESANG FRÜHLING: Totus Floreo
VAN LANGEN: Der Rivale
SKANDOR: Der Fuchs und der Rabe
DUIVELSPACK: Der Rattenfänger
TRISKILIAN: Wol mich der stunde
GALAHAD: Bald anders
VROUWENHEIDE: Pferdesegen
MUSIKTHEATER DINGO: Gerhard Atze
KLEINE SEKUNDE: Terra Sinus Aperit
ARUNDO: Sol
ONI WYTARS: Nieman kan mit gerten
GESINE BÄNFER und IAN HARRISON: Ouwe
IN EXTREMO (mit diversen anderen Interpreten): Merseburger Zaubersprüche
POETA MAGICA: Tribut de cantar (Tribut an Ougenweide)

Obwohl zwar alles Mittelalter, so gibt es doch sehr unterschiedliche Musikrichtungen selbst innerhalb dieser Szene. Da wundert es nicht, dass es sich bei den Tracks so manches Mal um Spielmanns- und Marktlieder, ein anderes Mal um Folk und schließlich auch um Rock, Metal oder Gothic handelt. Die bunte Mischung der Interpretationen macht dieses Album aus und sorgt dafür, dass kein Genre-Liebhaber daran vorbeikommen wird. Sowohl die sanft interpretierten Lieder wie z. B. „Der Fuchs und der Rabe“ als auch die kräftigen Rhythmen ( etwa der hämmernde Sound von „Der Rivale“) lassen OUGENWEIDE neu im Ohr erstrahlen. Ob man sich den Klängen der alten Instrumente hingibt oder der experimentellen Interpretation von „Gerhard Atze“, was mal nach Medieval, mal nach Soul, mal nach Gregorian klingt, für Überraschungen und musikalischen Genuss ist gesorgt.

Ein Album voller exotischer Coverversionen einer altbekannten Band, die so viel Einfluss auf die Musikszene in Deutschland hatte und noch heute Spielleute, Barden und Rocker gleichermaßen inspiriert.

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