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VARIOUS ARTISTS - Welcome to the Robots Volume Two – Synthie Pop & New Romantic (2-CD)

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Artist VARIOUS ARTISTS
Title Welcome to the Robots Volume Two – Synthie Pop & New Romantic (2-CD)
Homepage VARIOUS ARTISTS
Label EMBASSY OF MUSIC
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80er Jahre- und Synthie Pop-Sampler gibt es wie Sand am Meer, und so gleichförmig wie Sandkörner sind auch diese Veröffentlichungen. Kennt man eine, kennt man alle, und das, was heute gern (manchmal auch etwas abfällig) als „Synthie“ bezeichnet wird, reduziert sich auf eine Handvoll Songs, die ständig und überall auftauchen. “Temptation”, “Don’t You Want Me”, “Dancing With Tears in My Eyes”, “Fade to Grey” und noch ein paar andere werden dem Spätergeborenen und dem Frühvergesslichen gern als die Essenz dessen verkauft, was die erste Hälfte der 80er Jahre geprägt hat.

Und wenn man so ganz nichtsahnend die Doppel-CD “Welcome to the Robots Volume Two” auf den Tisch gelegt bekommt (Teil 1 beschäftige sich übrigens mit den „Electro Pioneers“), dann nimmt man eigentlich schon reflexartig nichts Gutes an – und erliegt damit einem kapitalen Irrglauben. Diese CD ist GRAN-DI-OS! Zwar besteht die Liste der Interpreten zu einem großen Teil aus den immergleichen Kandidaten, aber welche Songs der DJ Raphael Krickow ausgewählt hat, das ist ein Geniestreich. Da wäre zum Beispiel SOFT CELL, wo jeder gleich “Tainted Love” ruft. Hier gibt es das ungleich bessere, fesselnd melancholisch “Torch”, und das auch noch in der Extended Version mit einer stärkeren Beteiligung der Gastsängerin Cindy Ecstasy. Oder die guten alten BUGGLES. “Video Killed the Radio Star?” Nö. Stattdessen die völlig zu Unrecht vergessene Single “I Am A Camera” (12″ Mix), die es verdient hätte, ein viel größerer Hit zu werden als der eine Klassiker, mit dem man die Band immer in Verbindung bringt. VISAGE sind gleich zweimal vertreten, einmal mit dem mitreißenden “Move Up” und der zweiten Single “Mind Of A Toy”, auch hier einer dieser typischen Fälle von “Ey, „Fade to Grey“ find ich total geil, keine Ahnung, ob die Band sonst noch was gemacht hat”, weil “Mind Of A Toy” nicht als fader “Fade to Grey”-Klon dahergekommen ist. HEAVEN 17 hatten auch ein Leben vor “Temptation”, was dem Durchschnittsradiohörer wohl eher nicht bekannt ist (dabei lohnt sich die Anschaffung des Debüts “Penthouse & Pavement” auf jeden Fall), hier kommt der Track “At The Height Of The Fighting” zum Zuge, der die Band noch etwas rauer und ungestümer erklingen lässt. Von ABC bekommt man konsequenterweise auch nicht zum hunderttausendsten Mal “The Look of Love” vorgesetzt, sondern … “How To Be A Zillionaire”, der eigentlich alles bietet, was man von Martin Frys Projekt erwartet, aber in der aktuellen Radiolandschaft keinen Platz mehr findet – so wie eigentlich alles, was auf “Welcome to the Robots” vertreten ist. Und wenn dann noch jemand den Mut besitzt, von HUMAN LEAGUE den Albumtrack “Dreams of Leaving” dazuzupacken, der gehört… nein, nicht geschlagen … sondern geadelt.

So könnte man noch stundenlang davon schwärmen, welche Delikatessen für die Ohren auf diesen zwei CDs voller seltener „Extended Versions“ versammelt sind, aber sinnvoller ist wirklich der Kauf des (Doppel-)Albums.

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