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VOICES - Frightened

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VOICES
Artist VOICES
Title Frightened
Homepage VOICES
Label SPINEFARM RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

VOICES aus London sind sozusagen aus der noch schwelenden Glut von AKERCOCKE entstanden. Jener britischen Black-Metal-Kapelle, die aufgrund ihrer gelegentlichen Auftritte in Anzug und Krawatte auch als „elitäre Lifestyle-Satanisten“ bezeichnet wurden. David Gray hatte die Band, die auch progressive Stilelemente in ihren Sound einbaute, 1997 mit gegründet und ist zusammen mit dem ehemaligen AKERCOCKE-Bassisten Peter Benjamin und deren Live-Keyboarder Sam Loynes jetzt bei VOICES aktiv. Mastmind der seit 2011 aktiven Combo ist Dan Abela und auf dem Zettel hat der Vierer ebenfalls Black- und Death Metal, abermals mit progressiven Versatzstücken gewürzt und zusätzlich noch mit einer gehörigen Portion Eighties-Post-Punk versehen.

Somit empfiehlt sich „Frightened“ durchaus auch für Fans von DEAFHEAVEN, THE CURE und JAPAN. Den Satanismus lassen die Herren von VOICES hingegen eher links liegen und servieren stattdessen einen energiegeladenen Mix, der über elf Songs auf der dritten Langrille „Frightened“ zum Besten gegeben wird. Angefangen mit dem Opener „Unknown“, bei dem Dark Gothic und cleane Vocals aufeinander treffen, über das epische „Rabbits Curse“ und das post-rockige „Evaporated“ – JOY DIVISION und BAUHAUS lassen grüßen! Weiter geht es mit den Streichern auf „IWSYA“, die für romantisches Flair sorgen, während im Gesang eine Menge Verzweiflung mitschwingt. Dank „Dead Feeling“ geht es im Anschluss mit viel Wumms ab durch die Mitte, bevor das nicht minder treibende „Manipulator“ an PARADISE LOST in ihren (für mich) besten Tagen denken lässt. Riffs härterer Gangart offeriert auch „Funeral Day“, ehe „Fascinator“ mit hypnotischem Fingerpicking auskommt und „Home Movies“ erneut mit cineastischem Verve gefällt. Derweil geht’s mit „Sequences“ erneut in Goth-Rock-Gefilde, um schließlich mit dem opulenten Post-Rocker „Footsteps“ klanggewaltig zu enden.

Weder AKERCOCKE noch VOICES waren mir vor „Frightened“ jemals untergekommen. Wenn die bisherigen VÖs eine ähnliche Qualität wie der jüngste Studio-Output hatten, muss ich mich schnellstens mit diesen Platten vertraut machen, denn das britische Avantgarde-Black-Metal-Post-Rock-Kleeblatt hat mit „Frightened“ eindeutig alles richtig gemacht.

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