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VOM FETISCH DER UNBEIRRTHEIT - Psychohygiene (2-CD)

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Artist VOM FETISCH DER UNBEIRRTHEIT
Title Psychohygiene (2-CD)
Homepage VOM FETISCH DER UNBEIRRTHEIT
Label TEMPLE OF TORTUROUS
Leserbewertung
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9.0/10 (4 Bewertungen)

„Psychohygiene“ ist so ein Album, über das man sich schon freut, bevor man es überhaupt angehört hat: Eine DVD-Box, inklusive schick gestaltetem Booklet, Bandphotos und ein Album auf zwei CDs verteilt, das verspricht schon einiges. Eine Frage stellt sich aber: Was hat das Ganze eigentlich mit dem Begriff „Psychohygiene“ zu tun? Dank Internet erfährt man schnell, dass es sich hierbei m ein Konzept zur Erhaltung/ zum Schutz oder der Wiedererlangung der psychischen Gesundheit handelt und dabei negative Stressfaktoren ausschalten soll. Der Promozettel berichtet zudem von einer Mischung aus experimentellem Noise und Black Metal. Klingt auf jeden Fall schon mal nach einem herrlich kaputten Album, dass nur dann leider nicht so kaputt wirkt, wie es scheinbar sein möchte, aber der Reihe nach.

Kommen wir zu CD1: Darauf zu hören ist irgendwas zwischen Suicidal und traditionellem Black Metal. So richtig experimentell wird es aber nie, erst das letzte Stück „Geistesinfarkt“ (Klischeealarm?) haut dann doch noch einiges raus. Der Rest mag zwar jetzt nicht unbedingt schlecht sein, aber mehr als das solide, kann man dem ganzen nicht ausstellen. Spannender verspricht dann die zweite Scheibe zu werden, auf der dann die Noisel-Elemente zum tragen kommen und den Black Metal sogar zeitweise in den Hintergrund rücken. Aber auch hier muss man konstatieren: Wer schon mal Noise im Stile alter Cold Meat Industry-Formationen gehört hat, wird schnell merken, dass hier das Rad nicht neu erfunden wird und man nicht mal großartig überrascht wird. Da reißen auch die zwischendurch auftretenden gesprochenen Texte darüber, wie hundeelend das Leben doch ist, nicht wirklich was raus und wirken im Grunde eher so, als müsse man da ein paar Klischees erfüllen.

Es ist jetzt nicht so, als hätten VOM FETISCH DER UNBEIRRTHEIT irgendwas Grundlegendes falsch gemacht, außer so zu klingen wie unzählige ähnliche Bands in der Richtung. Gute Ansätze sind da, werden aber nie zu Ende geführt und wer ein Kenner dieser Art von Musik ist, wird sich wahrscheinlich wundern, wie leicht verdaulich das Ganze doch ist. Wohl deswegen ein nettes Album zum Einstieg in diese Musikgenre, eventuell auch der Grund für den Albumtitel „Psychohygiene“: Stressfaktoren bietet das Album nämlich zu keiner Minute.

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