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VOODOO CHURCH - Unholy Burial

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Artist VOODOO CHURCH
Title Unholy Burial
Homepage VOODOO CHURCH
Label STROBELIGHT RECORDS
Veröffentlichung 03.01.2005
Leserbewertung
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Der Deathrock der Achtziger lebt wieder! Und dieses Statement darf ausnahmsweise in wörtlicher Bedeutung verstanden werden, denn Tina Winter veröffentlichte mit VOODOO CHURCH ihre erste Kult-EP, als ich noch infantil sabbernd in den Windeln lag. Kurz darauf war der Spuk aber auch erst einmal trotz wachsender Bekanntheit vorbei. Erst 2002 liefen die ersten Reaktivierungsversuche, doch es dauerte noch bis 2004, bis die passenden Bandmitglieder gefunden und die Songs für ein Album geschrieben waren. Eben jenes liegt nun hier vor mir und gleicht einer musikalischen Zeitmaschine.

In zwei Kapitel unterteilt, „Face Up“ und „Face Down“, bietet „Unholy Burial“ (wobei „Unholy“ den Opener darstellt und die Scheibe mit „Burial“ ausklingt) die ganze Schrägheit deathrockender Songperlen. Sägende Gitarren, ein sehr präsentes Bassspiel, schleppendes Drumming und Tinas nöliger, etwas angezerrter Gesang lassen die Ohren glauben, die Neunziger hätten nie existiert. Für eine reichliche halbe Stunde ist man wieder in der Welt aufgetütelter Iros, zerrupfter Klamotten und Schnallenpikes. Allerdings gibt es auch bei VOODOO CHURCH Songs, die etwas aus dem Rahmen fallen, so steht bei „Drums & Voodoo“ das Schlagzeug deutlich im Vordergrund und zaubert zusammen mit dem Rest eine dunkle, mystische Atmosphäre. „Zombie A Go-Go“ dürfte der nächste Tanzflächenfüller bei den entsprechenden Parties werden und bei „Eternal Waltz“ schraddeln sich die vier Kalifornier im Dreivierteltakt durch knappe zwei Minuten. Kurz fallen ohnehin alle Tracks aus, den absoluten Rekord markiert „May I“ mit 52 Sekunden Vokalperformance zwischen kindlichem Kieksen und eindringlichem Flüstern.

Offensichtlich gehört es mittlerweile zum guten Ton, mindestens eine Coverversion auf dem Album zu haben, VOODOO CHURCH haben sich daher bei THE CURE bedient und „The Figurehead“ ausgewählt. Die schwermütige Ballade fällt in der Bearbeitung banduntypisch melodisch aus, was ihr aber sehr gut zu Gesicht steht. Tina Winter kann auch melancholisch! Mit Sprachsamples und Chorälen, deftigen Riffs verabschiedet man sich schlussendlich – „The Unholy Burial is now complete.“ Hoffentlich braucht es nicht wieder so lange Jahre bis zum nächsten Output!

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Voodoo Church 'Unholy Burial' Tracklist
1. Unholy Button MP3 bestellen
2. Who's fault Button MP3 bestellen
3. New death Button MP3 bestellen
4. Ragged souls Button MP3 bestellen
5. Drums & Voodoo Button MP3 bestellen
6. Zombie a go-go Button MP3 bestellen
7. Corpse Button MP3 bestellen
8. Eternal Waltz
9. This life is death
10. May I
11. The figurehead
12. Burial

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