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WAITING IN VAIN - Evolution

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Waiting-In-Vain-Evolution
Artist WAITING IN VAIN
Title Evolution
Homepage WAITING IN VAIN
Label RGK/ NOVA MEDIA/ BELIEVE DIGITAL
Leserbewertung
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4.0/10 (1 Bewertungen)

WAITING IN VAIN aus Dresden machen Electro der dunklen Sorte. Mit ihrer neuesten EP namens „Evolution“, welche unlängst bei Believe Digital erschienen ist, wagen sie sich erneut an die Öffentlichkeit. Die EP umfasst neben dem Titelstück „Evolutionary (from F to K)“ acht weitere Tracks. Nach vier Alben seit 2003 und zwei EPs nebst einer Single erfolgt nun also die „Evolution“, die laut Pressetext als Album geführt wird, aber mit einer recht kurzen Spielzeit eher an eine EP erinnert – aber sei´s drum!

Johannes (Gitarre), Sandra (Gesang), Sebastian (Gesang), Tim (E-Drums) bezeichnen ihre Musik selbst als Electronic-Rock, was auch immer das sein mag? „Passender [könne] man den Sound von WAITING IN VAIN nicht beschrieben.“, darf man die vier Sachsen aus ihrem Promotext zitieren. Das zweite Stück namens „Va Piano“ geht auch musikalisch und stilistisch in die Richtung der weiland verschiedenen finnischen Gothicmetal-Großmeister HIM – man kommt allerdings nicht an deren Sound heran und insbesondere gesanglich liegen Welten zwischen Sandra/ Sebastian und Ville Vallo. Trotzdem ist das Stück gelungen, dunkel und mit seinem kitschigen Text ganz rund. Einige andere Stücke wie z.B. „Land after darkness“ oder das deutschsprachige „Rot“ sind ganz nett anzuhören, aber kommen bei weitem nicht an die dunklen VÖ-Standards heran, die man meistens gewöhnt ist. Die aufwendige Pressemappe mit schicken Designs, zahlreichen Grafiken und Texten steht dabei leider nicht in einem stimmigen Verhältnis zum musikalischen Output… So vergleicht man die eigenen Musik mit APOPTYGMA BEZERK, PROJEKT PITCHFORK oder DIE KRUPPS. Für mich persönlich und musikalisch nicht nachvollziehbar.

Die Produktion ist bemüht, aber es klingt in der Abmischung oft nach Schuhkarton und die Arrangements sind teils arg zusammengefrickelt. Wäre es ein Debüt, würde ich vermutlich über eine hohes Entwicklungspotential schreiben, da man aber zahlreiche Samplerbeiträge und insgesamt sechs reguläre VÖ hinter sich hat in den letzten 14 Jahren, bin ich da doch etwas skeptisch, ohne jetzt „fies“ werden zu wollen…

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