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WALDTEUFEL - Rauhnacht

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Waldteufel-Rauhnacht.jpg
Artist WALDTEUFEL
Title Rauhnacht
Homepage WALDTEUFEL
Label STEINKLANG
Veröffentlichung 01.04.2009
Leserbewertung
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5.0/10 (2 Bewertungen)

Hinter dem WALDTEUFEL verbirgt sich das musikalische Schaffen von Markus Wolff, einem gebürtigen Deutschen, der seine Heimat aber in den USA hat. Zu seinen bisherigen Werken gehört neben zahlreichen hervorzuhebenden Samplerbeiträgen (etwa für „FORSETI lebt“ oder das grandiose „Sonnenhirsch“ auf dem „Tonwerk Flammenzauber 2“) insbesondere die Debüt-CD „Heimliches Deutschland“ sowie eine 10-inch bei Eis & Licht. Auch die vorliegenden Klänge für die geweihten Nächte erschienen einst bereits als MCD über das portugiesische Label Terra Fria und erfreuen sich nun einem Re-Release via dem Steinklang Sublabel Percht.

Zu diesem Zweck wurden die ursprünglichen vier Stücke eigens noch um zwei neue Kompositionen ergänzt, die sich thematisch gut einfügen. WALDTEUFEL beschäftigen sich, wie der Titel des Albums schon sagt, hier mit dem Brauchtum der Rauhnächte rund um den kalendarischen Jahreswechsel, der Zeit der „wilden Jagd“ des Teufels und seines Gefolge, die daher auch für Geisteraustreibung oder -beschwörung, den Kontakt mit Tieren oder wahrsagerische Praktiken besonders geeignet (gewesen) sein soll. Ähnlich wie bei ALLERSEELEN werden ausschließlich fremde Texte einiger deutscher Dichter vertont, darunter Friedrich Hielscher („Allerseelengebet“), Ludwig Bechstein („Das wilde Heer vom Hörselberg“) und Karl Wolfskehl („Ur-Odin“).

Klanglich präsentiert sich der WALDTEUFEL auf dieser Veröffentlichung mit eher experimentellem Folk, der nicht immer stringent songorientiert, aber stets etwas schrullig wirkt. Jeder Song ist unterschiedlich instrumentiert, das Spektrum reicht von zünftigem Jagdhorn- und Trompetenspiel über Flötentöne oder Akkordeon bis hin zu Gitarreneinsatz. Unterstützend setzt mal mehr, mal weniger Perkussion und natürlich die sehr sonore und eindringliche Stimme von Herrn Wolff persönlich ein. Während das neue Stück „Berchta und die Spinnerin“ durch das Schifferklavier und eine zart gezupfte Akustikgitarre noch am ehesten dem modernen Neofolk nahe kommt, erinnert „Hexe Hild“ aufgrund der allerdings nur dort verwendeten elektrischen Gitarre und seinem kräftigen Trommeln schon fast an das norwegische Folk-Metal-Projekt STORM. Hingegen basiert das weitere zusätzliche Lied „Das wilde Herr…“ auf rituellem Schlagwerk und „Ur-Odin“ wiederum gibt im Wesentlichen – einigermaßen anstrengend – kauzige Waldgeräusche und Tierlaute preis, erst zum Ende hin gesellen sich noch ein paar Textzeilen sowie ein kleiner Spielmannszug hinzu.

„Rauhnacht“ ist als schräge, neuheidnisch und naturmystisch geprägte, aber originelle Tonkunst einzuordnen. Originell ist auch die Aufmachung der CD, denn der „Silberling“ weist einen durchsichtigen Rand auf, was irgendwie an die damaligen farbigen Vinylscheiben erinnert. Außerdem gibt es auch eine LP-Version (500 Exemplare); beide, also CD und LP, kommen zudem mit neuem Artwork und sowohl deutscher als auch englischer Textbeilage. Na dann: Waidmannsheil!

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Waldteufel 'Rauhnacht' Tracklist
1. Allerseelengebet
2. In Den Zwölften
3. Das Wilde Heer Vom Hörselberg
4. Berchta Und Die Spinnerin
5. Hexe Hild
6. Ur-Odin
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