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WATAIN - The Wild Hunt

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Artist WATAIN
Title The Wild Hunt
Homepage WATAIN
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.8/10 (26 Bewertungen)

Kaum ein Black Metal-Album wurde dieses Jahr so sehnsüchtig erwartet, wie das neue Werk der schwedischen Senkrechtstarter WATAIN. Diese Jungs haben mit “Lawless Darkness” (2009) und “Sworn to the Dark” (2007) mehr als eindrucksvoll das Erbe von DISSECTION (R.I.P.) angetreten und sich nun gut vier Jahre seit gelassen, um die eigene Messlatte wieder zu erreichen und vielleicht auch zu toppen!

“The Wild Hunt” beginnt fast klassisch mit dem düsteren Intro “Night Vision”, ehe man mit “De Profundis” direkt an “Lawless Darkness” anknüpft, chaotisch brutaler Black Metal mit eingängigen Groove-Schüben. Mit dem Song machen die Schweden gleich klar, dass sie immer noch sie selbst sind! Auch das folgende “Black Flames March” wartet kaum mit Veränderungen auf. Treibender Black Metal mit stampfendem Groove, eingängigen klirrend-kalten Melodien und schön schwarzer Atmosphäre. Wie auch schon die bekannte Single “All thay my Bleed” und “The Child must die” ist das klassische WATAIN-Kost, die den beiden Vorgänger-Alben in nichts nachsteht, aber auch nicht den großen Schritt voran präsentiert. Dieser kommt dann mit “They Rode on” und wie! So lebt dieser Song vom Klang akustischer und leichter „elektronischer“ Gitarren, der ruhigeren und cleanen Stimme von Fronter Erik Danielsson, sowie einigen tollen, getragenen Soli. Die gesamten 8 Minuten offenbaren einen extremen Neo Folk-Einschlag, imponieren mit extrem düsterer, nachdenklicher und tiefgehender Atmosphäre, die einem am ganzen Körper erschaudern lässt. Setzt dann zum Finale noch die weibliche Stimme mit ein, ist man fast sprachlos, dass diese Band einen derartigen und dazu so herausragenden Song auf ein Album bringt! Wow! Sollte man bis dahin gedacht haben, dass WATAIN berechenbar geworden sind, ist man nun eines besseren belehrt. Denn auch nach diesem imposanten Ausreißer geht es stilistisch abwechslungsreich weiter. So nimmt der Titelsong die Atmosphäre von “The Rode on” nochmal auf und verknüpft diese ergreifende Szenerie aus getragenen Melodien und kraftvoller, klarer Stimme mit dem typischen, tiefschwarzen WATAIN-Sound. Dazu lassen die Schweden mit “Sleepless Evil” den chaotischen Brutalo-Hammer kreisen, “Outlaw” präsentiert sich als punk/ thrashiger Hass-Batzen, “Ignem Veni Mittere” wabbert als tiefschwarze Soundtrack-Walze aus den Boxen und das abschließende schließt das Album schlüssig und als Brücke zum ersten Albumteil ab.

So gehen WATAIN schlussendlich doch den nächsten Schritt, auch wenn man es nach den ersten Songs auf “Wild Hunt” nicht unbedingt erwarten konnte. Das Album bietet einerseits klassische Kost, zeigt aber auch neue und spannende Wege auf, bei denen sicherlich nicht nur ich gespannt sein werde, wohin diese noch führen werden!

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