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WE HUNT BUFFALO - Living Ghosts

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We-Hunt-Buffalo-Living-Ghosts
Artist WE HUNT BUFFALO
Title Living Ghosts
Homepage WE HUNT BUFFALO
Label FUZZORAMA RECORDS
Veröffentlichung 07.11.2016
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Das Trio WE HUNT BUFFALO ist eine Band, die schon viele, viele Jahre existiert und sich auf ganz klassische Art und Weise ihren Weg von einem kleinen Vorort Vancouvers über zwei EPs, ein vollwertiges Album und intensives Touren zum Geheimtipp der kanadischen Beard Metal-Szene gebahnt hat. Eine wahre… äh… Ochsentour also. Nun hat man beim einschlägig bekannten Fuzzorama-Label unterschrieben und das zweite Full Length-Album „Living Ghosts“ am Start.

Dass die Herren schon lange zusammen Musik machen, hört man denn auch schon direkt beim ersten Durchlauf deutlich heraus, und zwar nicht nur am offenbar äußerst routinierten und stets druckvollen Zusammenspiel, sondern vor allem an dem feinen Gespür fürs Songwriting. Denn obwohl „Living Ghosts“ eine wilde Jagd (sic!) durch alle möglichen Schattierungen und Härtegrade zwischen Psychedelic und schwerem Stoner Rock ist, werden ganz unaufdringlich, ohne einzelne Elemente künstlich in den Vordergrund zu rücken, die Stärken der Band als organische Einheit gekonnt inszeniert. Die Musik lebt, sie atmet Leidenschaft, wenn der tief unten treibende Bass sich mit den oft betont schleppenden Donner-Drums verzahnt, so dass ein solides Fundament für die sich lauernd umkreisenden Gesangsmelodien und Fuzzgitarren entsteht, die immer wieder die Bewegung des jeweils anderen aufzunehmen scheinen und dabei faszinierende Bögen beschreiben. Der mitreißende Rocker „Comatose“ ist ein hervorragendes Beispiel hierfür. WE HUNT BUFFALO schlagen in knapp 40 Minuten die Brücke von wabernden Psychedelia á la SUNGRAZER („Ragnarök“) über trittfesten Riffrock irgendwo zwischen EL CACO und VALLEY OF THE SUN (an die auch mitunter entfernt der kraftvolle Gesang erinnert) bis hin zu beinahe sludgigen Headbanger-Hymnen („Prairie Oyster“), ohne dabei auch nur ansatzweise angestrengt oder irritierend zu wirken. Auf dem Rückweg wird beim grandiosen „The Barrens“ sogar der Baltimore Blues besucht (FLYING EYES, anyone?) und man erkennt in der Ferne die Skyline von Seattle mit den Boxentürmen von CANDLEBOX („Fear“) und SOUNDGARDEN.

Trotz, oder vielleicht sogar gerade wegen ihres Facettenreichtums klingt „Living Ghosts“ in jeder Sekunde absolut geerdet und authentisch. Hier wird Musik ohne Schranken, aber mit jeder Menge Seele geboten, von drei Typen, die zweifellos lieben, was sie da tun. Anders sind Gänsehaut-Stücke wie „Looking Glass“ oder „Walk Again“ nicht erklärbar. Schnörkellos, ohne Ego-Schnickschnack und trotzdem mit Raum für jede Menge instrumentaler und gesanglicher Feinheiten, pendeln WE HUNT BUFFALO entspannt zwischen laut und leise hin und her. Das ist keineswegs Retro oder gar Vintage sondern schlicht und ergreifend völlig zeitlose, ordentlich qualmende Rockmusik. Und das ist meistens gut, manchmal sogar sehr gut, wie in diesem Fall.

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We Hunt Buffalo 'Living Ghosts' Tracklist
1. RagnarÖk
2. Back To The River Button MP3 bestellen
3. Prairie Oyster Button MP3 bestellen
4. Hold On Button MP3 bestellen
5. Comatose Button MP3 bestellen
6. Fear Button MP3 bestellen
7. The Barrens Button MP3 bestellen
8. Looking Glass
9. Walk Again
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