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WOODS OF BELIAL - Deimos XIII

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Woods_of_Belial.jpg
Artist WOODS OF BELIAL
Title Deimos XIII
Homepage WOODS OF BELIAL
Label FIREBOX
Veröffentlichung 12.01.2004
Leserbewertung
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Die Plattenfirma spricht von “Suicide Doom”, doch dieses Album ist bereits so oft auferstanden, dass selbst der eingefleischteste Satanist an Gott glauben könnte. Nach der Aufnahme eines Demos mit dem Gagatitel „Baxabaxaxaxaxabakaxaxaxa! 666 Yndstr Draconis“ (Rechtschreibfehler sind mir scheißegal!) ließen die 3 an diesem Projekt beteiligten Finnen, die sich nicht als Band, sondern „Wurm“ bezeichnen (für alle, die es genau wissen wollen: gemeint ist der von Na’Ruq) zuerst die gebuchte Studiozeit auslaufen und entschieden sich danach für das falsche Label, so dass die Entstehung und Veröffentlichung des schlicht „Deimos XIII“ betitelten Werks nicht 1998, sondern 2003 erfolgte. Nicht zufällig ist die am häufigsten verwendete Redewendung im Presseinfo „Then, nothing happened“.

Das ist natürlich ein böses Omen, denn Kritiker des Doom sagen ebensolches ja gerne mal über die auf CD gebannte Musik dieses Genres und nehmen die Ankündigung, „Dein schlimmster Albtraum ist gekommen“ nicht mit gespannter Erwartung auf untergründig brodelnde vertonte Todessehnsucht, sondern panischer Angst vor epischer Langeweile auf. Davon auf diesem Album keine Spur. Was vielerlei Gründe hat. Zum einen weil der Wurm sich nicht nur in Zeitlupe einen engen Tunnel durch dichten, schweren Seelenmüll graben muss, sondern gelegentlich in hohem Tempo rasant Rampen heruntergleitet und dabei von links nach rechts schliddert. Das mit nur sieben Minuten unrepräsentativ kurz geratene „Halla“ klingt wie ein verstaubtes SKEPTICISM-Tape, aber das wirklich beeindruckende „Desolate“ hat in der Mitte sogar einen Beat zum Mit-dem-Fuß-Wippen und gekonnt eingesetzte Keyboardtupfer und ist mit seinem verschachteltem Aufbau eines der besseren Doomstücke der letzten Zeit. Was des weiteren zum durchgängig hohen Aufmerksamkeitspegel beiträgt, sind die Wechsel zwischen Metal und knirschender Eletronik. Wie aus der Ursuppe heraufbrodelnde industrielle Universen entstehen diese Songs und im abschließenden „Pervertum II“ hämmern dann nur noch die Maschinen. Und wirken dabei organisch in den Gesamtkontext eingefügt. Nur die ziemlich grottige Produktion (wo sind die Höhen?) wurmt einen dann doch ein wenig.

Es war eine schwere Geburt, das Kind ist blutverschmiert, doch glücklich. Vielleicht wird „Deimos XII“ ja nun von einem Quasi-Kultobjekt auch zu einem sogenannten Erfolg. Es sei WOODS OF BELIAL zu gönnen. Wer so oft auferstehen musste, hat ein wenig gutes Karma verdient.

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Woods of Belial 'Deimos XIII' Tracklist
1. Worm of Na'ruq Button MP3 bestellen
2. Desolate Button MP3 bestellen
3. Halla Button MP3 bestellen
4. The 13th horror Button MP3 bestellen
5. Pervertum II Button MP3 bestellen
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