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X-ODUS - Depressive Anomaly

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Artist X-ODUS
Title Depressive Anomaly
Homepage X-ODUS
Label FAITHLESS WRECKORDS/ EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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6.6/10 (7 Bewertungen)

Bei den selbst produzierten Platten/ Demos geben sich neue Bands mittlerweile richtig viel Mühe, so dass diese VÖs sich oft nur wenig von Label-Releases unterscheiden. Dies versuchen auch X-ODUS aus der rheinhessischen Region. So hat man zusätzlich zu den 12 Songs noch einen Multimedia-Part beigefügt, welcher ein Video, Lyrics und weitere Infos beinhalten soll. Leider funzt dies auf meinem Rechner so gar nicht, so dass ich mich gleich auf das Wichtigste konzentriere, nämlich die Mucke.

Und da frage ich mich etwas, wohin das Quartett denn nun eigentlich will. So beginnt „Depressive Anomaly“ klassisch mit leicht proggigen Einschlägen, wobei vor allem die Gitarren-Fraktion wirklich richtig ordentlich agiert. Die störende Keys-Melodie hätte man allerdings ruhig weglassen können. Ebenso störend wirkt der Gesang bei diesem Stück. Viel zu sehr in den Vordergrund gemischt, liegt dem guten Philipp der cleane Gesang so überhaupt nicht und auch die verfremdete Rap-Einlage geht gar nicht klar. Klassischer Fehlstart. Schade bei der instrumental gar nicht mal komplett grottigen Darbietung. Ein wenig besser geht man es da beim folgenden „Beyond Human Awareness“ an. Die Growl-Vocals passen wesentlich besser zum leicht dumpfen Sound, die Riffs gehen straighter zu Sache, das Solo kann sich hören lassen und auch die Synths geben nur einen atmosphärischen Touch. Also hätten wir nun Heavy/ Prog kombiniert mit Death Metal. Bei „Social Skimmings“ (?) bricht dann deutlich der Metalcore-Style durch, der mit sehr dominanten Synthy-Effects und schwedischen Leads durchsetzt wird, was wieder einmal den besten Teil des Songs markiert.

Und so geht es über das gesamte Album hin und her, wobei X-ODUS der Death Metal-Gestus am ehesten steht. Sieht man sich die Infos der einzelnen Musiker an, verwundert das Durcheinander nicht wirklich. So gehen die Geschmäcker hier von MAYHEM über BUCKETHEAD bis zu NIRVANA quer durch die Landschaft der Gitarrenmusik, was natürlich dann überaus schwierig in einen Kompromiss zu bringen ist und auf „Depressive Anomaly“ mehr als deutlich hörbar wird, ebenso wie der durchweg mehr als dürftige Sound. Vielleicht sollte man einfach mal bei aller Mühe den Sinn dieser Band mit ihren individuellen Musikern noch mal überdenken?

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