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A SPELL INSIDE (MICHAEL/ PETER)

HALLO PETER, HALLO MICHAEL, VIELEN DANK DAFÜR, DASS IHR EUCH HEUTE ZEIT NEHMT, UNS EIN PAAR FRAGEN ZU BEANTWORTEN. DANN WOLLEN WIR AUCH NICHT LANG RUMTRÖDELN UND FANGEN GLEICH MAL AN. WIE WAR EUER AUFTRITT BEIM WGT? Michael: Sehr gut, danke der Nachfrage. Nach 18 Jahren WGT durften wir uns auch endlich mal in die Liste der Bands einreihen. Da hatten wir ja schon selber nicht mehr dran geglaubt. Peter: Entsprechend aufgeregt waren wir auch kurz vor dem Auftritt. Aber mit unserer Erfahrung haben wir das dann souverän über die Bühne gebracht. Michael: Die Moritzbastei ist auch eine super Location. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir nicht im Kohlrabi-Zirkus gelandet sind, wo parallel der Synth-Pop-Abend war. Denn dort soll der Sound miserabel gewesen sein. Bei uns war’s deutlich ohrenfreundlicher und schön kuschelig. DA WIR GERADE VOM AUFTRETEN SPRECHEN, 20 JAHRE SEID IHR NUN SCHON MUSIKALISCH AM START, WO SEID IHR ÜBERALL SCHON RUMGEKOMMEN? Michael: So richtig getourt haben wir eigentlich nie, vielleicht kann man den Support für Second Decay Ende der 90er als solche bezeichnen. Da hatten wir sieben, acht gemeinsame Gigs. Die waren aber meistens am Wochenende, also, nichts Zusammenhängendes… Stationen waren München, Gießen, Rostock, Düsseldorf, Remscheid … den Rest krieg ich gerade nicht mehr zusammen. Peter: Ich erinnere mich noch an Konzerte in Schwallungen, Erfurt, Hannover, noch mal Düsseldorf mit And One, Saarbrücken… und zweimal waren wir bereits in Schweden. Das vergessen wir mit Sicherheit nicht, und ich glaube auch nicht, dass wir das letzte Mal dort waren. UND STEHEN FÜR DIESES JAHR AUCH NOCH WEITERE KONZERTE AN? Michael: Das wollen wir doch mal stark hoffen. Wir versuchen gerade ein paar Gigs für Herbst/ Winter festzuzurren. Es gibt da im Moment vier, fünf Optionen. Spruchreif ist da aber noch nichts. Kann auch sein, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Einen Booker haben wir nämlich nicht und müssen uns um alles selber kümmern… Um noch einmal auf die 20 Jahre zurückzukommen. Was meint ihr haben BEISPIELSWEISE DE/VISION ODER MESH ANDERS GEMACHT? DENN IHR HABT EBENSOVIEL POTENTIAL, QUALITÄT UND AUSGEZICHNETE MUSIK ZU BIETEN, DOCH DER DURCHBRUCH IST EUCH BIS DATO NICHT GELUNGEN? Peter: Wahrscheinlich haben wir den falschen Leuten vertraut. Und vielleicht waren wir am Anfang auch ein wenig zu naiv, dass sich gute Musik von selber durchsetzt. Heute wissen wir’s besser. Michael: Ich glaube, Bands wie Mesh oder DE/VISION sind einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen. Sei es, weil sie an die richtige Plattenfirma geraten sind, einen fähigen Booker gefunden haben oder oder oder. Man braucht auf jeden Fall Leute, die an einen glauben und die Dinge mit Leidenschaft tun. Natürlich muss musikalisch auch die Qualität stimmen – sonst kommt man irgendwann nicht in höhere Gefilde. UND MEINT IHR, DER ZUG IST NUN ABGEFAHREN ODER SCHÖPFT IHR NOCH HOFFNUNG? WIE SEHT IHR DEN MOMENTANEN ERFOLG DER BAND? Michael: Schwer zu sagen. Wir machen uns da auch überhaupt keinen Kopf. Wäre natürlich schön, wenn wir nicht immer nur der Geheimtipp blieben, aber mittlerweile haben wir den Titel schon richtig lieb gewonnen. HABT IHR AUCH MAL MIT DEM GEDANKEN GESPIELT, ALLES HINZUSCHMEISSEN? Peter: Klar, macht man sich so seine Gedanken, wenn Du Zeit und Geld investierst und genau genommen nichts bei rum kommt. Schließlich führst Du irgendwann auch ein Leben neben der Musik, und das alles unter Hut zu bekommen, ist manchmal gar nicht so leicht. Michael: Es gab schon so zwei, drei Momente, wo wir kurz vor der Auflösung standen bzw. es eigentlich schon soweit war, und wir es nur nicht offiziell ausgesprochen haben. Zum Beispiel als unser Label „Discordia“ 1997 Pleite ging – und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als wir unsere „Bothers“ MCD raus gebracht haben. Dafür hatten wir richtig tief in die Tasche gegriffen und seinerzeit mit Olaf Wollschläger produziert, der heute ja Haus- und Hof-Produzent von Melotron, In Strict Confidence, And One oder neuerdings auch Mesh ist. Die CD ist dann in den Wirrungen des Untergangs von „Discordia“ schlichtweg untergegangen. Das war schon frustrierend. Peter: Kurz darauf haben wir uns dann noch von unserem Gitarristen getrennt. Und wir hatten damals noch im Kopf mit Gitarre weiterzumachen, haben aber partout niemanden gefunden, der bereit war hinter der Elektronik nur die zweite Geige zu spielen. Michael: Bei mir kam dann 1998 der Erfolg mit meiner zweiten Band „Behind the Scenes“… ja, und dann haben wir A Spell Inside erst mal so vor sich hin gammeln lassen. So richtig los ging’s eigentlich erst wieder 2002 mit dem Album „Hit“ – leider auch wieder bei der falschen Plattenfirma. Aber wir wollen nicht jammern… ihr seht, es gab viele Gründe, warum es so gelaufen ist. KENNEN GELERNT HABT IHR EUCH BEREITS IN DER SCHULZEIT. WER VON EUCH BEIDEN KAM AUF DIE IDEE, MUSIK ZU MACHEN? Peter: Ich glaube, das war ich. Weil ich von Hause aus schon früh Klavier spielen lernen musste. Aber nur weil ich eigentlich Saxophon spielen wollte. Mein Vater meinte, das ginge nur, wenn man vorher Klavier kann. Als naiver Jüngling habe ich das natürlich geglaubt… Michael: Geschadet hat’s Dir nicht… bei mir fing das mit 15 an als ein paar Freunde von mir die ersten Keyboards am Start hatten und sich im Keller zu regelmäßigen Sessions getroffen haben. Nach ein paar Treffen wusste ich – das will ich intensiver machen, und mit 16 hatte ich mein erstes eigenes Keyboard. Peter: Getroffen haben wir uns dann das erste Mal mit 17. Wir gingen auf dieselbe Schule und hatten voneinander gehört, dass der andere auch ein Synthi zu Hause stehen hat. Ja, und irgendwann haben wir uns dann mal zum Musizieren getroffen. Der Rest ist Geschichte. UND WIE SIEHT EIN NORMALER „MUSIKALISCHER“ TAG BEI EUCH AUS? WER MACHT WAS? Michael: Das ist ganz unterschiedlich. Die Monate vor der „Loginside“ sahen zum Beispiel so aus, dass wir jeden Abend bei mir im Studio saßen und gearbeitet haben. Programming, Mixing, Vocal-Effekte, Mastering usw. Da haben wir extrem viel Zeit investiert. Ansonsten ist es so, dass ich für das Songwriting und das grobe Arrangieren und Programmieren verantwortlich bin und Peter sich mehr um die Sounds und Samples kümmert. NUN ERSCHIEN AM 29.05. EUER NEUES ALBUM. WIE LANGE HABEN DIE ARBEITEN DARAN GEDAUERT? SOWEIT ICH MICH ERINNERE, WAR DAS GUTE TEIL JA SCHON FÜR 2008 GEPLANT UND ES WURDE ABER EIN BEST OF ALBUM VERÖFFENTLICHT? WIE LÄSST SICH DAS ERKLÄREN? Peter: Unsere Festplatte wollte leider nicht so wie wir und hat kurzerhand den Dienst quittiert – und das obwohl wir Apple benutzen, Frechheit. Michael: Genauso war das. Wir waren schon auf der Zielgeraden und dann das. Klar, hatten wir regelmäßig Backups gemacht. Blöderweise lag das letzte zwei Wochen zurück. Die Zeit hätten wir nicht mehr aufgeholt, weil wir eh schon spät dran waren. Und so haben wir uns in Abstimmung mit unserer Plattenfirma kurzerhand dazu entschieden, das Album zu verschieben und „Essential“ als Best of vorzuziehen. MACHT UNS EUER NEUES ALBUM EINMAL EIN WENIG SCHMACKHAFT. WARUM SOLLTE SICH DER „NOCH-NICHT-FAN“ SICH AUSGERECHNET EUER ALBUM ZULEGEN? Michael: Erst einmal ist es ein typisches A SPELL INSIDE Album geworden. Das spricht ja eigentlich schon für sich. Trotzdem klingt es anders. Muss es natürlich auch nach fünf Jahren, sonst wären wir selber auch nicht zufrieden. Ein bisschen reifer vielleicht. Ein bisschen mutiger. Technisch versierter. Und ich finde es sehr abwechslungsreich. Musikalisch mit Sicherheit das Beste, was wir bislang gemacht haben. Weil auch so viel Arbeit und Liebe zum Detail drin stecken, dass man immer wieder Neues entdeckt. Peter: So gesehen hatte der Computer-Crash auch sein Gutes, denn wir haben die Zeit genutzt und sind noch mal an alle Stücke ran gegangen. Teilweise sogar recht resolut. Michael: Die Rezis, die bislang schon draußen sind, sprechen da auch eine deutliche Sprache. Einfach mal googeln und sich die Sache schmackhaft machen lassen. Vor ein paar Tagen hab ich zum Beispiel auch eine Mail von einem Mitarbeiter einer großen Elektronik-Markt-Kette bekommen, der total begeistert ist von dem Album und das in heavy rotation im Markt laufen lässt mit dem Ergebnis, dass sich mittlerweile schon seine ganzen Kollegen das Teil zugelegt haben und auch immer wieder Kunden fragen. „Essential“ hat sich auf diesem Weg über 20mal verkauft. Mit „Loginside“ sollte das noch zu toppen sein… danke übrigens noch mal an dieser Stelle an diesen besagten Förderer! WO DU DAS THEMA GERADE SELBST ANGESPROCHEN HAST. GIBT ES DENN SCHON VIELE REAKTIONEN SEITENS PRESSE ODER FANS AUF „LOGINSIDE“? IMMERHIN HABT IHR ZU EUREN BISHERIGEN VERÖFFENTLICHUNGEN STETS GUTE RESONANZEN BEKOMMEN… Peter: Irgendwie ist das nichts Neues. Das soll jetzt nicht arrogant klingen, aber wir bekommen meistens gute bis sehr gute Kritiken. Umso erstaunlicher, dass wir immer noch recht unbekannt sind. Michael: Also, die Rezensionen, die ich bislang zu „Loginside“ gelesen habe, sind alle voll des Lobes. Da sind viele unserer Meinung, dass es das bislang beste Album ist, das wir abgeliefert haben. Kein schwacher Titel, ein Kracher, der den nächsten jagt usw. Witzigerweise gibt es auch nicht den einen Anspieltipp sondern das geht quer durch. Der eine hat „Here to stay“ als Lieblingsstück, der nächste „Someone“, was wir zum Beispiel gar nicht so stark gesehen haben. Das zeigt, dass wir einfach durchweg hohe Qualität abliefern. Peter: Vielleicht ist das ja unser Problem, dass wir selten ein schwaches Stück auf einem Album haben und dadurch auch nicht ein bestimmtes Stück raus sticht, was wirklich überall in den Clubs eingesetzt wird. Bei anderen Bands – ich will jetzt keine Namen nennen – hat man oft drei tragende Nummern und der Rest ist schmückendes Beiwerk. Umso stärker wirken natürlich die drei. Aber bei so was würden wir uns selber untreu werden… WO SEHT IHR DIE FORTSCHRITTE VON „VITALIZER“ ZU „LOGINSIDE“? Michael: Ich glaube, wir sind technisch einen großen Schritt weiter gekommen. Wir haben unser Studio komplett modernisiert, arbeiten mit der aktuellsten Software, haben daneben aber auch äußere Einflüsse zugelassen. So haben wir zum Beispiel das erste Mal mit einem externen Produzenten gearbeitet, Hellwings aus Berlin, die auch Einfluss auf die Arrangements genommen haben. Für uns war das eine interessante Erfahrung, weil die Berliner Jungs mehr im Elektro-Club-Bereich zu Hause sind und ganz anders an die Sache herangegangen sind. Wir haben dann in Berlin über Wochen vorproduziert und das ganze dann in unserem „Inside-Studio“ zusammen gefahren. Wobei es leider auch Songs gab, die wir nicht verwenden konnten, weil sie einfach den Schritt zu weit gegangen sind. Vielleicht werden wir sie irgendwann mal als Bonus-Tracks veröffentlichen. Peter: Neben diesen ganzen produktionsbedingten Dingen sind wir aber auch musikalisch gereift. So breit wie auf LOGINSIDE waren wir auf einem Album noch nie aufgestellt. Und ich würde sagen, wir haben dieses Mal noch kompromissloser gearbeitet. WAS HAT EUCH DAZU BEWEGT, „LOGINSIDE“ ZU SCHREIBEN? GIBT ES EINE GESCHICHTE DAZU? Michael: Wir haben schon immer gerne Bezüge zu unserem Namen hergestellt oder mit Wortspielen gearbeitet. Weil A SPELL INSIDE wird auch immer gerne in diverseste Richtungen übersetzt. Das ist immer ganz interessant, was die Leute draus machen. Darum wollen wir da auch immer ein bisschen Futter liefern. Und „Loginside“ fanden wir sehr passend, weil es zum einen auffordert, sich wirklich ganz mechanisch in die CD „einzuloggen“, also, auf „Play“ zu drücken – zum anderen aber auch einlädt Teil unserer Welt zu werden, unsere Gedanken zu teilen, das kennenzulernen, was uns beschäftigt … Peter: Ein bisschen ist es auch die Abrechnung mit der schönen neuen Welt des Web 2.0. Wer sich da verweigert, der ist raus, fast nicht mehr Teil dieser Gesellschaft. Überall muss man sich einloggen, sich registrieren oder sonst was tun, wenn man am Kommunikationsfluss teilhaben will. Die Technik, die uns dienen soll, hat längst uns zu ihrem Diener gemacht. MEINER MEINUNG NACH SEID IHR ETWAS ELEKTRONISCHER GEWORDEN. DAS GEFÄLLT MIR SEHR. WELCHE ABSICHT STECKT DAHINTER? Peter: Och, wir drücken halt gerne auf Knöpfe und drehen an Reglern. Außerdem gibt es so viele tolle Plug-Ins, mit denen man alles durch den Wolf jagen kann. Die Kunst besteht natürlich darin, auch mal die Finger still zu halten. Michael: So eine richtige Absicht, ein richtiger Plan steckt gar nicht dahinter. Es war immer schon so, dass wir die Musik gemacht haben, auf die wir gerade Lust gehabt haben. Aber mit Sicherheit leben wir unsere Wurzeln und unsere elektronischen Neigungen auf „Loginside“ am intensivsten aus. AUF DEM ALBUM IST AUCH EIN DEUTSCHER SONG „STÄRKE 10“. WIESO BLIEB ES BEI EINEM EINZIGEN DEUTSCHEN TITEL? Michael: Wer uns kennt, der weiß, dass wir in guter alter Tradition meist immer einen Track in Deutsch abliefern. Das reizt uns jedes Mal aufs Neue, weil Deutsch eine vergleichsweise harte Sprache ist, die sich ganz anders singen lässt. Peter: Wir haben uns damals ganz automatisch für englisch entschieden. Irgendwie war das nie ein Thema. Sonst hätten wir uns sicherlich gleich einen deutschen Namen gegeben. Englisch lässt sich einfach besser singen. Das klingt alles viel fließender und ästhetischer. UND WIE SCHAUT ES MIT DEN TEXTEN AUS? SIE SIND TEILWEISE SEHR MELANCHOLISCH UND GEHEN DIREKT UNTER DIE HAUT. WEM VON EUCH FÄLLT SO ETWAS EIN? Peter: Bei so was halt ich mich raus, das ist Michaels Job. Meistens versteh ich auch gar nicht, was der da singt. Michael: Weil Du nicht genau hinhörst, Du Banause. In den Texten geht es fast immer um Dinge, die mich persönlich beschäftigen. Ich würde sagen 50:50 zwischen gesellschaftskritischen Texten und eigenen Erfahrungen oder Gedanken. Natürlich gehört dazu auch die klassische Herz-Schmerz-Rubrik. Und da dies eine große Triebkraft im Leben ist, verlieren auch wir den einen oder anderen Gedanken darüber. Auch wenn schon 1000 Songs dazu geschrieben wurden, ist es doch immer wieder schön. WAS IST EURE MEINUNG ZUM THEMA „MP3“? Peter: AAC ist besser, weil Apple-Format. Michael: Grundsätzlich ne feine Sache, wenn man nicht unter 192kbit geht. Du spielst sicher auf die Raubkopiererei an, oder!? Ich denke, wer Musik kopieren will, der kann das auch ohne mp3. Früher wurde von Platte auf Kassette überspielt, heute brennt man sich eben eine CD oder zieht sie sich als mp3 auf seinen Player. Allerdings wird durch mp3 Musik noch stärker konsumiert als früher. Nimmt ja nicht viel Platz in Anspruch und so zieht man sich alles Mögliche auf seinen Rechner. Ob man das dann hört, steht auf einem anderen Blatt. Musik verliert dadurch ein bisschen von seiner Magie. Sind eben alles nur noch Einsen und Nullen. KÖNNTET IHR EUCH VORSTELLEN, MIT EURER MUSIK AUCH IN DIE SPARTE FERNSEHEN ÜBERZUGEHEN, ICH MEINE AN CONTESTS TEILNEHMEN ODER ÄHNLICHES? Peter: Vielleicht mal bei „Germany’s next super Geheimtipp“ aber sonst sind wir da glaube ich keine geeigneten Kandidaten. Dann schon eher zum Grand Prix D’Eurovision. Schlechter abschneiden, geht ja kaum mehr… Michael: … und wir haben viele Fans in Schweden und Russland. Da sind uns schon mal 24 Punkte sicher. WIE SCHAUT ES MIT EUREM PERSÖNLICHEN MUSIKGESCHMACK AUS? Michael: Das geht quer durch – mittlerweile bin ich da nicht mehr so festgefahren. Wenn’s gut gemacht ist und mich der Song emotional trifft, hör ich auch Genres, die bei mir früher außerhalb des musikalischen Horizonts lagen. Aber grundsätzlich bin ich schon der Elektroniker. Und Depeche Mode gehört da natürlich ganz nach vorne, wenngleich mich das neue Album überhaupt nicht überzeugt. Viel zu langweilig – sowohl von der Produktion als auch vom Songwriting. Aber Daves Stimme reißt es das eine oder andere Mal raus. Peter: Fast schon mit Erschrecken muss ich feststellen, dass es bei mir doch noch viele Bands aus „alten“ Tagen sind. Ich erwische mich sogar oft dabei genau die CDs zu kaufen, die ich zu Hause noch als Vinylplatte stehen habe. Auch bin ich niemand, der sich mp3’s auf den Rechner lädt, die er nicht auch auf CD oder Schallplatte hat. Ich würde das als Betrug empfinden. Zu meinen ewigen Favoriten zählen jedoch auf jeden Fall auch Depeche Mode, klar, The Cure, The Sisters of Mercy, neben wechselnden Bands wie zum Beispiel Shock Therapy und Unbekannteres. WAS MACHT IHR SONST SO IN EURER FREIZEIT? Peter: Welche Freizeit? Wir schaffen’s ja kaum, regelmäßig CDs rauszubringen. Michael: So viel Zeit bleibt da echt nicht. Wir haben beide einen Beruf neben der Musik, der uns stark fordert. Und dann gibt’s da noch Familie, Freunde… und hin und wieder auch ein bisschen Sport. Ich geh in meiner spärlichen Freizeit zum Beispiel super gerne Klettern – so richtig draußen am Felsen. Da war ich schon in ganz Europa unterwegs. MAL EINE PERSÖNLICHE FRAGE: SEID IHR NOCH ZU HABEN? Michael: Auch wenn die CD Käufe jetzt einbrechen, sind wir ehrlich. Sowohl Peter und ich sind in festen Händen. VIELEN DANK FÜR EURE ANTWORTEN. HABT IHR EVENTUELL NOCH EIN PAAR WORTE FÜR UNSERE LESER? Michael: Log inside! Mehr ist wirklich nicht zu sagen. Peter: Und danke für das tolle Interview.

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