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COSMOTRON (ANDRÉ)

DIE „ANTIPARALLEL“ TOUR STEHT KURZ BEVOR. WIE IST DIE STIMMUNG? Die Stimmung ist super, da es die erste Headlinertour für COSMOTRON ist. Wir arbeiten zur Zeit sehr hart an den Vorbereitungen und sind motiviert bis in die Haarspitzen. Das erste große Ziel ist erreicht, nun sind wir gespannt, wie die Leute unsere Musik aufnehmen. INWIEFERN UNTERSCHEIDEN SICH DIE LIVE-BAND COSMOTRON UND DIE STUDIOBAND? Der direkte Kontakt zum Publikum ermöglicht uns neben der akustischen auch die visuelle Aufführung unserer Musik. Mimiken, Gestiken erweitern den Interpretationsspielraum der Songs – wir machen die Musik dem Zuhörer direkt und somit persönlicher zugänglich. Durch den gefühlsmäßigen Austausch mit dem Publikum erreichen wir in manchen Songs noch mehr emotionalen Ausdruck als im Studio. Dennoch wird es keine gravierenden Unterschiede geben, sonst wären wir mit dem Album schließlich nicht so zufrieden, wie wir es sind! WIE VIELE SONGS UMFASST DERZEIT EUER LIVE-REPERTOIRE? WIE VIELE EURER PERSÖNLICHEN FAVORITEN HABEN ES DANN DOCH NICHT AUF DAS ALBUM GESCHAFFT? Das Live-Repertoire umfasst 12 bis 15 Songs und wir spielen natürlich unsere Favoriten. Manchmal streichen wir den ein oder anderen Song aus dem Set aber nicht weil wir ihn nicht mögen. Wir legen sehr viel Wert auf ein stimmiges Set und genau das ist der Maßstab unserer Auswahl. INWIEFERN FÄNGT „ANTIPARALLEL“ EIN, WOFÜR IHR DERZEIT STEHT? Antiparallel ist ein sehr abwechslungsreiches Album geworden. Es sind zum Teil sehr gegensätzliche Stimmungen eingefangen, wie der Titel ja schon besagt. Es ist uns sehr wichtig, eine große Bandbreite der Emotionen zu reflektieren und diese musikalisch umzusetzen. Wir sind sehr unterschiedliche Charaktere und das spiegelt Antiparallel wieder. WIE IST DIE PRODUKTIONSARBEIT IM STUDIO VERLAUFEN? WIE FIEL DIE ENTSCHEIDUNG FÜR MANNE UHLIG ALS PRODUZENT? Manne kannte schon unsere frühesten Demos und verfolgte somit die komplette Entwicklung von COSMOTRON mit. Er war stark daran interessiert, unser Debutalbum zu produzieren und wir trafen uns zu ausführlichen Testsessions im Proberaum. Manne ist der Typ, der Änderungen nicht einbringt, um sich wichtig zu machen, sondern nur, wenn es wirklich notwendig ist und den Song in seiner Intention verstärkt. Er hat COSMOTRON einfach genau verstanden! Wir haben sehr viel miteinander über unsere Musik, die Visionen und die Arbeitsweisen gesprochen. Ganz wichtig war uns auch seine menschliche Seite, schließlich geht es bei der Musik um Gefühle und wir können uns nicht vorstellen, dass uns ein Gefrierschrank produziert. Da wir also schon im Vorfeld genau wussten, mit wem wir zusammenarbeiten, gab es im Studio natürlich keine bösen Überraschungen. Wir hatten eine verdammt geile Zeit! WAS AUFFÄLLT IST DER GLEICHZEITIG DRUCKVOLLE UND TRANSPARENTE SOUND. WIE WICHTIG WAR ES EUCH, DASS MAN DIE TEXTE AUCH VERSTEHT? Die Texte sind uns sehr wichtig, denn sie geben den Songs mit der Musik zusammen erst die notwendige Aussagekraft. In meinen Lyrics geht es um persönliche Erfahrungen und Erlebnisse. Natürlich ist es uns als Musikern ein Bedürfnis diese auszudrücken und möglichst viele Menschen damit zu konfrontieren. Wir haben deshalb auch die kompletten Texte im Booklet abdrucken lassen. Ich bin der Meinung, dass Musiker, die überhaupt keinen Wert auf ihre Textinhalte legen eigentlich gar nicht wissen, warum sie Musik machen! ELEKTRONISCHE EFFEKTE NEHMEN AUF EURER PLATTE EHER EINE NEBENROLLE EIN. IST DAS ETWAS, WO IHR IN ZUKUNFT NOCH EIN ENTWICKLUNGSPOTENTIAL SEHT? Es war unsere Vision ein analoges Album aufzunehmen – Bandmaschine statt digitales Recordequipment! Das schließt den Gebrauch von elektronischen Effekten nicht aus, begrenzt ihn aber gewissermaßen. Alle Sounds, die teilweise wie Samples wirken, sind letzten Endes live mit Gitarren eingespielt worden. Dennoch legen wir uns in unserer Entwicklung nicht fest – wir wollen aus dem Vollen schöpfen! Vielleicht wird das nächste Album wesentlich elektronischer…Bei COSMOTRON ist musikalisch nichts verboten! ES SCHEINT, ALS OB IHR BESONDEREN WERT AUF DIE REIHENFOLGE DER SONGS GELEGT HABT. WAS WAR DER LEITFADEN FÜR DIE PLATTE? Schon beim Tracklisting war uns wichtig möglichst viel unseres Spektrums zu zeigen. Es sollten keine Gruppierungen zu finden sein…also nicht drei ruhige, dann drei harte Songs. So haben wir hoffentlich das erreicht, was wir wollten nämlich, dass die Leute Antiparallel in einem durchhören. MACHT IHR EIGENTLICH FÜR EURE FREUNDE MIXTAPES? „ANTIPARALLEL“ SCHIEN MIR FAST WIE EINES ANGELEGT ZU SEIN – DIE ÜBERGÄNGE ZWISCHEN DEN SONGS SIND FLIESSEND, DAS STILSPEKTRUM GLEICHZEITIG SEHR WEIT. André: Ich persönlich hasse Mixtapes, denn das Kuddelmuddel von verschiedenen Bands auf einem Tape bietet mir zu wenig Identifikationsfläche und wirkt auf mich wie eine Massenabfertigung. Ich höre lieber Alben im Ganzen und bringe somit auch dem Künstler mehr Respekt entgegen. Ein Album sehe ich als Gesamtwerk und das will ich nicht zerpflücken. Enno: Ich habe keine Freunde! Grohmi: Ich schon! Und ich sehe das mit den Mixtapes auch nicht so drastisch wie André, denn ich finde es sehr interessant ein bestimmtes Motto mit verschiedenen Bands auf einem Tape einzufangen. Außerdem macht es mir Spaß andere Leuten auf diese Art und Weise mit neuen Bands zu konfrontieren. Ich glaube ich werde André gleich ein Mixtape zusammenstellen…:) André: …das klären wir gleich vor der Tür… 🙂 DIE ZUSAMMENARBEIT MIT DIVA INTERNATIONAL KAM WAHRSCHEINLICH ÜBER EUER LABEL RODEOSTAR ZUSTANDE, ODER? IST DAS EINE BAND, MIT DER EUCH ETWAS VERBINDET? In der Tat sind DIVA INTERNATIONAL auch bei RODEOSTAR. Unser Produzent Manne ist übrigens Schlagzeuger bei DIVA. Im Studio haben wir einige Songs von ihnen gehört. Wir mögen die Jungs und ihre Musik! Arne hat bei „Picturefreak“ ein paar Gastvocals beigesteuert und dem Song dadurch noch mehr Format gegeben. Bei einigen Live-Shows wird er mit am Start sein! WIE SIEHT ES EIGENTLICH MIT DER MUSIKSZENE IN BREMEN AUS? In Bremen hat man es als Musiker einfach schwer. Die Infrastruktur ist hier einfach scheiße! Kaum Clubs, keine vernünftigen Managements, Verlage oder Labels – da muss man schon einen Schritt nach draußen machen. Dennoch gibt es ein paar coole Bands in Bremen, z.B. SCHWARZ AUF WEISS oder CHUNG. IN WELCHEN BANDS HABT IHR VOR COSMOTRON GESPIELT, WIE NAHE WARD IHR DABEI SCHON MAL AM DURCHBRUCH? IST COSMOTRON JETZT EURE EINZIGE HEIMAT ODER LAUFEN DA NOCH ANDERE PROJEKTE? Über die Projekte vor COSMOTRON gibt es eigentlich nichts wissenswertes zu erzählen. Es war der notwendige Weg, um möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Ich habe da überwiegend dilettantische Scheiße erlebt, die ziemlich frustrierend war. Bei COSMOTRON lief von vornherein alles professioneller – die Einstellung, die Motivation – hier stimmt einfach alles. Wer so glücklich mit seiner Band ist wie wir braucht keine weiteren Projekte. Bei COSMOTRON kann sich jeder voll entfalten! WIE SIEHT ES MIT DEM ZUSAMMENHALT DER BAND AUS? SEID IHR EXTREM UNTERSCHIEDLICHE CHARAKTERE ODER AUCH ABSEITS DER MUSIK AUF EINER LINIE? Wir sind sehr unterschiedliche Charaktere, aber genau deswegen verstehen wir uns so gut. Was gibt es langweiligeres als Menschen mit exakt gleichen Charakterzügen. Gerade die Unterschiede machen doch den Reiz aus, denn man lernt voneinander. Genau das ist übrigens die Aussage von Antiparallel: Abstand nehmen, unterschiedliche Erfahrungen sammeln, um genau dadurch sehr eng zusammenzukommen. Wir leben das so aus und deshalb ist das Album sehr persönlich geworden. Wir sind alle miteinander sehr stark befreundet, gehen durch dick und dünn und sind z. B. schon zusammen in einem PKW nach Süd-Frankreich in den Urlaub gefahren. COSMOTRON ist eine Einheit! KÖNNT IHR ETWAS ZU DEM STREET TEAM VON COSMOTRON SAGEN? Unser Streetteam „die COSMONAUTEN“ ist deutschlandweit verteilt und rührt kräftig die Werbetrommel für uns. Die Jungs und Mädels scheuen vor (fast) gar nichts zurück um uns zu promoten. Wir sind ihnen dafür unendlich dankbar und wer Lust hat kann sich gerne mit einer Mail bei [email protected] bewerben. WIE SIEHT ES EIGENTLICH MIT EINEM VIDEOCLIP AUS? IST EUCH DAS ÜBERHAUPT WICHTIG? Wir haben gerade einen Clip zu „Just anyone“ gedreht. Als Location haben wir uns das Bremer Musicaltheater ausgesucht. Beim Dreh waren ausschließlich Freunde dabei. Unser Management hatte Kameras organisiert, unser Tontechniker brachte Lichter mit und zeichnete sich durch sein Regietalent aus und den Dreh übernahmen drei Freunde von uns, die im künstlerisch-filmischen Bereich sehr fitt sind. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Video wird u.a. schon bald auf DSF STOKE TV zu sehen sein. WARUM HAT ES DER TOLLE BONUSTRACK NICHT AUF DAS ALBUM GESCHAFFT? Der Bonustrack ist zu persönlich, um ihn als COSMOTRON – Song zu bezeichnen. „Kept in suspense“ habe ich komplett alleine geschrieben und im Proberaum aufgenommen. Es ist mein ganz persönlicher Teil auf dem Album und deshalb ist er da auch als Hidden Track zu finden. Bei der nächsten Platte wird irgendjemand anderes aus der Band einen Song ganz alleine beisteuern. Wir wollen das zum Programm machen! NOCH IRGENDWELCHE LETZTEN WORTE? Viele Grüße an Euch und alle Eure Leser. Macht weiter so und bleibt wie ihr seid. Wir sehen uns auf der ANTIPARALLEL-TOUR!

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