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DEFLESHED (GUS JORDE)

DIE SCHWEDEN LIEFERN IN DIESEN TAGEN WIEDER EINE ORDENTLICHE LADUNG TODES-METAL AB. DOCH MANCHMAL NEHMEN DIE NORDLICHTER IHREN BAND-NAMEN ETWAS ZU ERNST… GUTEN TAG, ALLES KLAR BEI DIR DA OBEN? Ja, ich bin zwar noch etwas angeschlagen von letzter Nacht, aber es geht schon, haha! ICH HABE GEHÖRT, DASS DU DIR VOR EINIGER ZEIT EINE VERLETZUNG ZUGEZOGEN HAST. Das war schon im Oktober letzten Jahres. Da habe als Produktions-Assistent für einen Film gearbeitet. Es gab eine Mord-Szene und ich war damit beauftragt, alles dafür vorzubereiten. Ich bin dann erstmal zum Schlachter und habe Schweinefleisch und Innereien besorgt. Es sollte dann so wie menschliches Fleisch aussehen, hehe. So kam ich dann mit einer großen Tüte voller Innereien und Blut zurück, haha! Und als wir dann die Szene mit dem Mord gedreht haben, ist die Klinge vom Fleischer-Messer irgendwie in meiner Hand gelandet. Aber das war eigentlich ganz cool. DAS WAR COOL? Haha, ja! Der Kameramann wollte eine Probeaufnahme machen und keiner der Anwesenden hat sich das getraut. Und so hab ich das gemacht, obwohl ich den Inhalt der Szene nicht genau kannte. Da kam halt der Typ mit dem Messer auf mich zu und ich wusste aber nicht, was nun eigentlich zu tun war. Dann ging alles ganz schnell. Ich habe aus reinem Reflex meine linke Hand hochgerissen, um den Schlag abzublocken. Doch da ist das Fleischer-Messer dann in meine Hand gesäbelt. WIE SCHWER WAR DIE VERLETZUNG? Na ja, es hätte noch schlimmer sein können. Wenn mich die Klinge voll erwischt hätte, wären nun nur noch zwei Finger an meiner Hand. So habe ich die Klinge am Ende des Schwungs erwischt und da hatte der Schlag nicht mehr die volle Kraft. Es wurden bei zwei Fingern die Sehnen und Nerven durchtrennt. Die Ärzte haben dann alles versucht, das wieder so gut wie möglich zusammen zu setzen, doch ich werde nie wieder die volle Bewegungsfreiheit und auch nicht das volle Gefühl in den Fingerspitzen zurück erlangen… Aber ich kann sie soweit noch bewegen, dass ich weiter Bass spielen kann. Nur muss ich mit einer speziellen Bandage spielen, damit ich den Bass überhaupt richtig halten kann. Ach, übrigens war der Typ, der den Mörder spielen sollte, nach dieser Szene so geschockt, dass er nicht mehr spielen konnte und wollte. So habe ich dann später die Rolle übernommen, haha!! WANN GIBT’S DEN FILM ZU SEHEN? Ah, ich weiß nicht. Es ist einfach ein sehr kleiner Film und sehr surrealistisch. Halt ein typischer Künstler-Streifen, der nicht unbedingt für die breite Masse gemacht ist. Ich habe viel Spaß an Filmen und habe denen gesagt, dass ich den Job übernehmen könnte. Ich hatte gerade einige Wochen Urlaub und habe den Job für lau gemacht, einfach nur um den Spaß mitzumachen. Ich schreibe auch gerade ein Drehbuch für einen Film. Ich denke, dass passt auch sehr gut zum ganzen Bild. Musik und Filme sind einfach eine Art um sich auszudrücken und zu verwirklichen. Und es macht wirklich Spaß! UND DANN KÖNNT IHR SELBST DEN SOUNDTRACK DAZU MACHEN? Na ja, ich weiß nicht. Übrigens sind Songs vom neuen Album auch schon auf einem Soundtrack. Doch das ist ein Porno-Film, haha! Und das ist aber eine andere Geschichte, hehe… STICHWORT NEUES ALBUM! WIE ZUFRIEDEN SEID IHR? Na ja, wie jeder in einer Band sagen würde: Sehr zufrieden, haha. Aber ich habe dafür diesmal sozusagen einige Beweise, hehe. Wir haben diesmal etwas anders gearbeitet als sonst. Wir haben für dieses Album 6 Monate lang im Studio gearbeitet. So hatten wir genug Zeit, dass wir Dinge, die uns nicht gefallen, später nochmals überarbeiten und verbessern konnten. Zuvor haben wir alles in drei bis vier Wochen eingespielt und dann musste es fertig sein. Diesmal war das Ergebnis erst im Dezember vollständig. In den Monaten hatten wir genug Zeit die Songs wachsen zu lassen und Dinge zu ändern bzw. noch verschiedene und neue Einzelheiten hinzufügen. Das ganze war auch nur möglich, da das Dug-Out Studio hier in unserer Heimatstadt liegt und wir halt immer rein konnten und nicht erst zig Stunden reisen mussten. So haben wir die Drums im Juni aufgenommen, die Gitarren im August und die Vocals in November. Dabei hatten wir, wie gesagt, genug Zeit alle Kleinigkeiten, die uns später erst auffielen, auszumerzen. Wir konnten die Takes mit nach Hause nehmen und sie uns in Ruhe anhören. Da fallen einem dann andere Dinge auf, als wenn man die ganze Zeit direkt und nur im Studio arbeitet. So würde ich sagen, dass wir auf dem neuen Album weniger „Ausfälle“ haben, wie sie nun mal auf jedem Album mal sind, und fast nur wirklich starke Songs. BESTEHT BEI SO EINER ARBEITSWEISE NICHT DIE GEFAHR, DASS MAN NIE EIN ENDE FINDET UND DURCH DAS EWIGE VERÄNDERN DIE SONGS EVTL. GAR ZERSTÖRT? Ja, ich weiß was Du meinst. Unser Vorteil war, dass wir die Songs schon vor dem Studio so ziemlich komplett hatten. Wir wussten also, wie sie klingen und konnten dann für eine lange Zeit an Details arbeiten. Wir haben nie die Songs an sich verändert, sondern nur bestimmte Arrangements und Kleinigkeiten verbessert. Ich würde sagen, es waren mehr dynamische Sachen, die geändert wurden. Auch konnte ich besser an meinen Vocals arbeiten. Es war genug Zeit, in der ich versuchen konnte, wie ich was am besten betone und wann ich es genau einsetze. Dabei hatte ich den originalen Song immer dabei und konnte mich daran orientieren. Was Du ansprichst, hätte sicherlich passieren können, hätten wir einige Songs noch direkt im Studio geschrieben. Das wäre sicherlich eine Gefahr gewesen. Früher hatten wir halt nur wenig Zeit. Da haben wir die Songs in unserem Urlaub aufgenommen. Da hatten wir dann drei oder vier Wochen, in denen wir ins Studio gefahren sind und alles aufgenommen haben. Dieses mal aber war es ein viel angenehmeres und entspannteres Arbeiten. Lars und Matte haben ja auch Familie. So war es viel besser zu machen. Nun können wir unsere Urlaubstage besser nutzen, um auf Tour zu gehen! Die Songs selbst sind genauso spontan entstanden wie zuvor auch. Wir hatten einfach mehr Zeit an bestimmten Dingen zu arbeiten. Z.B. an den Samples vor einigen der Songs. Das alles hat die Band um einiges weiter gebracht. Wir können ja auch nicht immer das gleiche Album wieder und wieder aufnehmen. DANIEL BERGSTRAND HAT JA SCHON BEI „ROYAL STRAIGHT FLESH“ DAS MIXING ÜBERNOMMEN UND NUN DAS GESAMTE ALBUM PRODUZIERT. WIE KAM DAS? NUR WEIL SEIN STUDIO BEI EUCH UM DIE ECKE IST? Das hatte sogar mehrere Gründe. Also, erst mal ist Daniel schon seit vielen Jahren ein enger Freund der Band. Und genau deswegen haben wir früher nie mit ihm gearbeitet. Wir wollten unsere Freundschaft nicht durch die Arbeit gefährden. Das kann ja schnell passieren. Und bei „Royal Straight Flesh“ dachten wir dann, na gut, lass es uns mal versuchen und Daniel hat die Scheibe dann gemastert. Doch nachdem er die Scheibe zum ersten Mal gehört hat, meinte Daniel: „Jungs, wenn ich die Scheibe mastern soll und mein Name da mit drauf stehen soll, dann will ich die Scheibe noch mal komplett mixen“. Er fand den Sound nämlich grauenhaft, haha. Er meinte, dass der Sound bei weitem nicht fett und brutal genug klang. Er hat dann den kompletten Mix noch mal gemacht und das Ergebnis war tatsächlich um Längen besser als zuvor. Daniel meinte dann nur, dass es noch viel besser hätte sein können, wenn wir ihn gleich von Beginn an ran gelassen hätten. So haben wir ihm dann versprochen, dass wir mit ihm unser neues Album machen. So kam das dann. DER SOUND IST WIRKLICH UM EINIGES BESSER ALS ZUVOR. UND DENNOCH KLINGT ES SEHR ROH. WIE SCHWER IST ES EINE MISCHUNG ZWISCHEN UNDERGROUND-SOUND UND EINER FETTEN PRODUKTION ZU ERREICHEN? Es ist wirklich ein Balance-Akt zwischen einem guten und fetten gleichzeitig aber auch brutalen und undergroundigen Sound. Wir haben Daniel von Beginn an gesagt, dass wir auf keinen Fall eine durchweg saubere Produktion wollen. Bei uns geht es um Aggression, da muss der Sound auch roh und brutal klingen. „Abrah Kadavrah“ damals z.B. war einfach viel zu sauber und glatt. Es klingt überhaupt nicht brutal und roh. Wir brauchen diese Art von Garagen-Sound einfach. Und dennoch ist der Klang so differenziert, dass man vor allem bei den Gitarren wirklich jeden Riff heraushören kann. Es ist schon sauber und dennoch brutal. Sehr kompliziert, aber es hat geklappt! Es ist wirklich ein schmaler Grat, aber Daniel hat das wirklich sehr gut hinbekommen! Viele Fans hatten die Befürchtung, dass wir nun zu mainstreamig klingen würden, da Daniel doch ein sehr bekannter Produzent ist. Aber die Gefahr bestand zu keiner Zeit, da die Songs ja schon fertig waren. Das einzige, was Daniel noch beeinflussen konnte, waren gewisse Kleinigkeiten und Arrangements, die wie erst im Studio ausgefeilt haben. Und da ist Daniel wirklich gut. Nur „Aggroculture“ haben wir mit ihm zusammen Studio entwickelt. Und das hat doch auch sehr gut geklappt. Man darf auch nicht vergessen, dass Daniel eigentlich sehr auf brutale Mucke steht. Er liebt z.B. ROTTEN SOUND über alles. Und sein persönlicher Geschmack liegt bei weitem nicht bei den melodiösen Sachen, die er sonst meist produziert. Seine Arbeitsweise ist normalerweise so, dass er die ganzen Songs eines Albums komplett auseinander pflückt und überarbeitet und die dann sogar zum Teil noch mal neu gemacht werden. Oder die Tracks werden sogar erst noch geschrieben. Doch wir hatten die Songs schon soweit komplett und wollten die gar nicht noch mal durcharbeiten. Ich war total verwundert, als Daniel mir sagte, dass die meisten Bands zu ihm in Studio kommen und gerade mal 30% der Songs stehen haben. Das ist schon sehr merkwürdig. So habe ich auf der Webpage dann gepostet, dass das Album DEFLESHED pur sein wird, da die Songs schon fertig waren und an denen selbst nichts mehr rumexperimentiert wird. ES SIND NUN WIEDER DREI JAHRE VERGANGEN SEIT DEM LETZTEN ALBUM. Ja, das ist aber volle Absicht. Wenn wir jedes Jahr ein Album machen würden, wäre das nicht wirklich gut. Wir brauchen unsere Zeit, um Ideen und Kreativität zu sammeln. Die Songs und auch wir müssen miteinander wachsen. Das braucht seine Zeit. Ich kenne viele Bands, die ihr Geld mit Musik verdienen. Die müssen jedes Jahr ne Platte machen und touren, damit sie ihr Geld rein bekommen. Doch wir machen das nicht so. Wir würden uns sonst selbst immer wiederholen und das wollen wir nicht. Wir müssen auch unsere Energien wieder aufladen und genügend Kraft sammeln, um die Band mit jedem Album auf den nächsten Level zu bringen. Eine andere Arbeitsweise würde uns nicht zufrieden stellen. DIESMAL GAB ES ALSO MAL KEIN LABELWECHSEL Haha, und auch keine Pleite eines Labels, hehe… SEIT IHR ZUFRIEDEN MIT DER ARBEIT, DIE REGAIN FÜR EUCH MACHT? Also auf diesem Album um einiges mehr als auf dem Vorgänger! Es arbeiten mittlerweile mehr Leute beim Label und so haben die auch mehr Möglichkeiten, um uns zu unterstützen. Wir fühlen uns echt gut. Viele Leute denken, dass es nicht einfach ist mit uns zu arbeiten und wir deswegen so oft das Label wechseln mussten. Aber eigentlich sind wir die umgänglichste Band überhaupt, haha! Wir verlangen nie besonders viel. Wir fordern auch nie etwas besonderes. Wir gehen alles sehr locker an. Wir nehmen das Album auf, machen das Artwork und alles und das Label braucht das ganze dann nur noch zu promoten und zu verkaufen. Diesmal macht das Label aber sogar mehr von sich aus, um uns zu pushen. Das ist natürlich sehr cool für uns! HATTET IHR BEI DEN SONGS VON „RECLAIM THE BEAT“ DIESMAL ANDERE ODER GAR NEUE EINFLÜSSE? Nein, würde ich nicht sagen. Das ist unser fünftes Album und mittlerweile arbeiten wir nicht mehr so mit Einflüssen bzw. lassen uns nicht mehr so beeinflussen, wie zu Beginn. Klar, es gibt es immer einen Reihe von Bands, deren Sound man selbst mag und wie man evtl. auch klingen möchte. Seit „Under the Blade“ haben wir aber schon uns selbst gefunden und uns jedes mal etwas weiter entwickelt. Vielleicht haben wir diesmal einen etwas größeren Sprung gemacht. Die Leute, die bislang die Songs kennen, meinten, dass es etwas mehr nach Rock ´n´ ’Roll und grooviger klingt. Halt nicht mehr pur und alleine nach Death Metal. Aber dennoch brutal und deutlich DEFLESHED. Vielleicht ist das die Richtung, in die wir uns in den Jahren nun unterbewusst entwickeln. Das zeigt einfach, dass wir uns trotz aller Merkmale weiter entwickeln. Wir sind eindeutig DEFLESHED, aber wir bleiben trotzdem nicht stehen. IHR WURDET IMMER SCHON ALS MISCHUNG AUS DEATH, GRIND UND THRASH BETITELT. DU HAST EURE MUSIK MAL ALS „SOLID METAL“ BESCHRIEBEN. Wobei das nicht komplett ernst gemeint war. Die Leute versuchen einen immer so gut wie möglich in eine Schublade zu packen. Und uns hat man immer gefragt: „Hey, was macht ihr denn nun? Grind? Death? Oder Thrash???“ Dabei ist uns das komplett egal. Wir sind irgendwie alles und auch nichts davon. Es kümmert uns auch nicht, in welche Schublade man uns nun steckt. Und damit die Leute nun endlich Ruhe geben, habe ich gesagt, dass wir „Solid Metal“ spielen. Denn das machen wir ja auch. Es ist Metal, kalt, roh, brutal und wie stecken alle unsere Energien in die Songs. Darum geht es in der Band, nicht um irgendeine Schublade, in die man uns stecken will. Wir wollen auch nicht mit anderen Bands und Genres vergleichbar sein. Wir wollen im Plattenladen den gewissen Unterschied machen. Wenn wir das Gefühl hätten, wir wären wie jede andere Band auf der Welt, hätten wir sicherlich kein weiteres Album gemacht. Wir wollen was bewegen. DU HAST JA IMMER EINEN GUTEN SCHUSS HUMOR IN DEINEN TEXTEN. MIT WELCHEN DINGEN HAST DU DICH DIESMAL BESCHÄFTIGT? Na ja, ich denke mir zu erst einmal die Songtitel aus. Da habe ich dann immer so 15 bis 20 parat, wenn wir uns als Band zusammen finden. Diese vergeben wir dann an die schon vorhandenen Songs. Es gibt also erst die Titel, dann kommt die Musik dazu. So kann ich am einfachsten arbeiten. Ich höre dann die Musik und weiß, welchen Titel der Song haben wird. Danach kann ich dann meine Gedanken und Ideen fließen lassen und die Lyrics schreiben. Da kriege ich dann das Gefühl, was ich für den Song schreiben muss. Wenn ich zuerst die Lyrics schreiben würde, wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte. Ich habe da z.B. den Titel „Abstinence for Turbulence“ und dann ist da dieser abgefahrene Gitarren-Riff, der wie ein Tornado aus den Boxen knallt, dann schreibe ich halt über irgendwelche Natur- und Wetter-Dinge, haha! So kommen halt die Texte zustande. ALSO GAB ES KEINE BESTIMMTEN THEMEN, ÜBER DIE DU SCHREIBEN WOLLTEST? Ich weiß nicht… die kommen irgendwie von selbst. Wir machen ja sehr brutale Musik und da werden die Texte auch von sich irgendwie brutal. Zwei Songs handeln von extremen Wetterverhältnissen, dann gibt es Texte über Krieg und welche Energie dahinter steckt. Also alles mögliche. Ich bin nicht der Typ, der sich vorher Gedanken darüber macht, was einen beschäftigt und was ich den Menschen da draußen unbedingt mitteilen muss. Wir sind nicht politisch oder religiös oder sonst was. Zum Ende hin ist alles einfach nur Unterhaltung. EURE VERSION VON MÖTLEY CRUE’S „RED HOT“ KLINGT SEHR INTERESSANT. WÄRE SICHER INTERESSANT DEREN GESICHTER ZU SEHEN, SOLLTEN DIE DEN TRACK MAL HÖREN… Hahaha, ja wir werden das denen mal zukommen lassen, ha! MUSSTET IHR DA EINE ERLAUBNIS EINHOLEN? Ähm… ähm.. nein… Ähm… wir sind da mal so naiv und denken uns einfach mal, dass wir einfach machen können, was wir wollen, hehe. Na ja, sie bekommen die Credits und die GEMA-Kohle für den Song. Wir haben aber nicht gefragt, ob wir den Song spielen dürfen. Vielleicht hätten wir das tun sollen, aber ich denke mal, dass die noch Metal genug sind und denken, dass es eine coole Idee ist. Sonst würde niemand so eine Version einer ihrer Songs machen, hehe. WIE KAMT IHR ÜBERHAUPT AUF DIE IDEE? Das ist gar nicht mal so abwegig, wie viele vielleicht denken werden. Als Kids haben wir diese Band geliebt. Zudem waren MÖTLEY CRUE damals ungefähr an demselben Punkt ihrer Entwicklung, an dem wir heute auch sind. Und der Song ist wirklich ein cooler Rocker, bei dem wir dachten, dass wir sicherlich was gutes daraus machen könnten. Für mich ist es bei einer Coverversion immer wichtig, dass man den eigentlichen Song nimmt und ihn sozusagen mit dem eigenen Stil „updatet“. Dabei ist es interessanter einen Song zu nehmen, der gar nicht so zum eigenen Sound passt. Es wäre z.B. total langweilig gewesen, wenn wir einen Track von CARCASS genommen hätten, da sich deren Sound eh schon bei uns wieder findet. Wir haben einen guten Mix hinbekommen. Man hört, dass es immer noch „Red Hot“ ist, aber man merkt deutlich, dass er von DEFLESHED gespielt wird! Du hast ja vorhin die rechtliche Sache angesprochen. Wir haben den Song lange vor der Reunion von MÖTLEY CRUE aufgenommen und wer weiß, vielleicht haben die nun eher ein Problem mit der Coverversion, als wenn Nikki immer noch in BRIDES OF DESTRUCTION spielen und es MÖTLEY CRUE weiterhin nicht geben würde. Er selbst ist ein cooler Typ und hätte sicherlich kein Problem damit. Doch nun sind die alle wieder zusammen und der ganze Rummel ist wieder so groß, dass jemand evtl. wirklich auf die Idee kommen könnte, uns zu belangen. Wollen wir aber mal nicht hoffen. Aber Nikki ist ja öfters hier in der Gegend und ich werde ihm auf alle Fälle ein Album in die Hand drücken, wenn ich ihn sehe. IHR HABT EIN VIDEO GEDREHT. ZU WELCHEM SONG UND WAS WIRD ES DA ZU SEHEN GEBEN? Der Song ist „Grind and Rewind“! Wir haben hier in Uppsala ein altes Schloss. Der Keller wurde vor gut 600 Jahren als Gefängnis genutzt. Nun ist alles als Ruine verkommen. Wir haben das ganze für 12 Stunden gemietet und dort die Band-Performance gedreht. Ach, kennst Du japanische Horrorfilme? Wir hatten da dieses Mädel, das da in so ner weißen Kutte umher lief. Sie hatte ganz schwarze Haare und spielte so die Herrscherin von allem. Wir waren dann ihre Sklaven oder Gefangenen. Sehr abgefahren. Ich hoffe, es wird gut im TV laufen. Wir haben hier in Schweden einige Kanäle, auf denen solche Clips laufen. Ich denke mal in Deutschland wird der dann auch zu sehen sein. Wir drehen dann demnächst einen weiteren Clip für „Stripped to the Bone“. Das machen wir dann in April. Mein Vater lebt etwas außerhalb irgendwo im Nirgendwo von Schweden. Da sind viele schöne Seen und Wälder. Im Winter helfen ich ihm immer die Bäume zu beschneiden, und wenn die dann trocken sind, werden die Äste im Frühjahr verbrannt. Das ist allerdings nur bis Mai möglich, da es danach verboten ist. So können wir dann beides verbinden. Die Äste werden verbrannt und wir nutzen dieses Schauspiel um ein Video zu drehen, haha! WIE SIEHT ES MIT DER LIVE-ACTION AUS? MATTE GEHT JA JETZT MIT DARK FUNERAL AUF TOUR. WIRD ES DA ZEITLICHE PROBLEME GEBEN? Nein, es sind bislang nur einige Festivals und einzelne Gigs geplant. Die eigentliche Tour wird dann erst im Herbst starten. Und es ist noch nicht raus, ob wir erst in die USA gehen oder in Europa spielen. Wir würden gerne mal in die USA reisen oder auch nach Japan gehen. Aber es ist noch keinerlei Band bestätigt, auch keine Daten oder ob wir als Support oder als Headliner spielen. Das müssen wir in den nächsten Wochen noch regeln. Wir aber auf alle Fälle in die USA, das steht an oberster Stelle! Wir spielen ja einige Festivals in Europa, so können wir ohne Probleme dann später wieder hier spielen und erst mal in die USA gehen! MIT WEM WÜRDEST DU AM LIEBSTEN TOUREN? EINMAL WAS MÖGLICH WÄRE UND WAS DEIN TRAUM WÄRE? Mhm.. sehr cool wäre es mal mit STRAPPING YOUNG LAD auf Tour zu sein. Mhm.. und als Wunsch? … Vielleicht MÖTLEY CRUE?? UND DANN ZUSAMMEN „RED HOT“ ZOCKEN? Nein, nein.. ich will Tommy Lee die ganzen Groupies abspenstig machen. Haha, nein das wären genug für alle! Die anderen haben ja schon Familie und Tommy kommt mit den ganzen Mädels ja nicht alleine klar, da müsste ich ihm dann helfen! Haha! DANN WERDEN WIR JA SEHEN, OB DEIN WUNSCH IN ERFÜLLUNG GEHT. DANN WÜNSCHE ICH NOCH GUTES GELINGEN UND DAS DEINE HAND BALD WIEDER OK IST! Wie ich ja schon sagte, werde ich nie wieder komplett alles bewegen können und werde immer mit einer Bandage spielen müssen. Aber das wird mich nicht abhalten Euch ordentlich zu rocken!!

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