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DE/VISION (THOMAS ADAM)

HALLO THOMAS, ZUNÄCHST EINMAL HERZLICHEN DANK DAFÜR, DASS DU DIR HEUTE DIE ZEIT GENOMMEN HAST, UNS EIN PAAR FRAGEN ZU BEANTWORTEN. Danke auch. WIE GEHT ES DIR? Danke, ganz gut. Die Tour war gut bisher, also geht es allen gut lacht DU UND STEFFEN KENNT EUCH BEREITS SEID EURER KONFIRMATION. WIE SEID IHR VON GOTT ÜBER DIE WELT ZUR MUSIK GEKOMMEN? (lacht) Das ist eine gute Frage. Wir hatten zusammen Konfirmation, das stimmt. Ich glaube es war 1984/1985, da hatten wir uns eigentlich aus den Augen verloren und jeder ist zunächst seinen eigenen Weg gegangen. Steffen hat dann irgendwann mal mit anderen Leuten angefangen Musik zu machen und eine Band gegründet, damals noch mit einem anderen Namen. Als dann irgendwann einer von ihnen aufhörte, bin ich dazu gekommen. Wir haben mit nichts angefangen. Es hatte niemand ein Instrument. DA SIND WIR ZEITLICH NUN SCHON BEI 1988 ANGEKOMMEN. DAS IST BEKANNTLICHERWEISE DAS GRÜNDUNGSJAHR VON DE/VISION. DA WAREN ES AUCH NOCH VIER LEUTE. MARKUS UND STEFAN SIND DANN AUSGESTIEGEN. HABT IHR NACH MEHR ALS 20 JAHREN NOCH IMMER KONTAKT? Wenn ich ab und zu mal wieder zu Hause bin in Bensheim, dann sehe ich sie hin und wieder. Das ist aber wirklich ganz selten, so alle zwei Jahre einmal. UND WARUM SIND MARKUS UND STEFAN NICHT MEHR DABEI? Sie hatten andere Vorstellungen. Stefan hatte damals aufgehört wegen seiner Freundin. Er wollte mehr Zeit für die Familie haben. Irgendwann später hat er sich natürlich geärgert. Die Freundin war irgendwann weg und die Band für ihn eben auch. Und auch Markus hatte irgendwann einmal andere Vorstellungen von dem, was die Band ausgemacht hat. Er wollte eine andere Richtung gehen. VOM QUARTETT AUF EIN DUO GESCHRUMPFT HAT SICH DANN SICHERLICH MUSIKALISCH ETWAS GEÄNDERT? Vor allem hat sich die Arbeitsweise geändert. Wenn anfangs vier Leute da sind, die Songs schreiben und auf ein Mal ist man nur noch zu zweit, muss mit weniger Leuten die gleiche Arbeit geschafft werden. Das war für Steffen und mich anfangs schon schwierig, alleine zu zweit ein ganzes Album zu schreiben. Das war schon nicht so einfach, aber es ging alles und es hat auch alles funktioniert. Wir haben es auch zu zweit geschafft. Natürlich hat man dann nicht mehr den musikalischen Einfluss, der vorher da war. Vier Leute haben eben ganz andere Ideen als zwei Leute. Aber was will man machen. (lacht) WELCHE MUSIKALISCHEN VORBILDER HATTET IHR DAMALS UND INWIEWEIT PRÄGTEN DIESE „DE/VISION“? Wir haben in den 80er Jahren angefangen Musik zu machen und wir sind natürlich mit der Musik der 80er aufgewachsen. In den 80ern hatten die ganzen Bands angefangen mit Keyboards zu spielen. Das war einfach der Sound, der uns gefallen hat und diesen wollten wir auch machen. THOMAS, DU BIST DER TEXTER BEI DE/VISION. WAS MEINST DU, WIE IST ES FÜR STEFFEN, DIESE TEXTE ZU VERINNERLICHEN, FÜR SICH ZU VERARBEITEN UND SIE RÜBER ZU BRINGEN? ES IST DOCH SICHERLICH ETWAS SCHWIERIGER, WENN JEMAND ANDERS DIE TEXTE SCHREIBT…. Jeder sieht für sich etwas anderes in den Texten. Texte können sich auf viele Dinge im Leben beziehen. Es ist nicht immer eindeutig, worum es sich handelt. Jeder für sich hat die Möglichkeit, seine eigenen Ideen und Ansichten hinein zu interpretieren. Steffen wird es wahrscheinlich auch so machen, wie jeder Fan auch, der sich einen Text anhört, den ich geschrieben habe. Jeder macht sich seine eigenen Gedanken darüber. Und ich denke, bei Steffen wird es auch so sein. Wir setzen uns dann nicht zusammen und diskutieren, worum es hier und da geht, sondern es läuft nach dem Motto „Zack, bumm, fertig, hier …“ Er sieht vielleicht irgendetwas, was eigentlich gar nicht darin ist. Das kann schon sein, oder vielleicht ist auch etwas darin, was ich nicht gesehen habe. WART IHR JEMALS SCHON EINMAL AN DEM PUNKT, WO IHR AUFHÖREN WOLLTET UND WENN JA, WAS HAT EUCH DAZU BEWOGEN WEITER ZU MACHEN? Nein, diesen Gedanken hatten wir bisher noch nicht. Das was wir machen und wie wir es machen, finden wir eigentlich ziemlich gut. Wir haben zudem nach wie vor eine große Fanbase. Natürlich ist es von Region zu Region unterschiedlich und es kommen nicht überall gleich viele Leute. Es sind mal mehr, mal weniger. Aber wir haben eine recht große Hörerschaft. Also kam uns der Gedanke noch nie. Dazu macht es auch viel zu viel Spaß. ZURÜCKBLICKEND AUF DIE LETZTEN 20 JAHRE: HABT IHR EIGENTLICH IRGENDEINEN SCHRITT IN EUREM MUSIKALISCHEN SCHAFFEN BEREUT? Nein. THOMAS, ICH HABE GEHÖRT, DU BETREIBST KAMPFSPORT. WELCHE ART VON KAMPFSPORT IST ES DENN? Ich mache Karate. OH, DAS HABE ICH AUCH EINMAL FÜNF JAHRE LANG. NUN MACHE ICH WING CHUN KUNG FU, HATTE DAS ABER ERST EINE EINZIGES MAL. Ok. (Thomas und Kampfmaus lachen.) Ja das ist doch auch nicht schlecht. SEID WANN MACHST DU DAS SCHON? Seid 20 Jahren. UND WELCHEN GÜRTEL HAST DU SCHON? Schwarz. Schon seit einigen Jahren. UND NIMMST DU AUCH AN WETTKÄMPFEN TEIL? Nein, so etwas mache ich nicht. ALSO MACHST DU ES MEHR FÜR KÖRPER, GEIST UND SEELE? Ja genau. Es ist für die reine Selbstverteidigung. Ich halte nicht viel von Wettbewerben. NA DANN WEIß ICH JA, WER UNS HEUTE BESCHÜTZT. MACHT STEFFEN DENN IN SEINER FREIZEIT AUCH IRGENDETWAS ZUM AUSGLEICH? Er hat sich jetzt eine WII-Konsole gekauft. Und da macht er auch so etwas wie Gymnastik und Konditionstraining, soviel ich weiß. Ich weiß nicht so genau, was man da alles machen kann, ich habe so ein Ding nicht. Aber ansonsten wüsste ich nicht, was er macht. Er spielt kein Tennis oder etwas in diese Richtung. Er war (glaube ich) immer sehr unsportlich. EHRLICH? ALSO DAS SIEHT MAN IHM ABER NICHT AN! Nein, also das überhaupt nicht. Er hat auch ganz früher einmal Handball gespielt und auch Fußball. Das ist schon lange her. Aber kann mich nicht erinnern, dass ich ihn einmal irgendwelchen Sport habe machen sehen. AN DER STELLE WOLLTE ICH EIGENTLICH EIN GROSSES KOMPLIMENT AN STEFFEN LOSWERDEN. WIR STEHEN IMMER IN DER ERSTEN REIHE UND SCHMELZEN DAHIN. SEIN KÖRPER, ER BEWEGT SICH EINFACH (ICH KANN ES NICHT BESCHREIBEN) ES SIEHT EINFACH GEIL AUS! UND DA WÜRDE MICH EINFACH MAL INTERESSIEREN, OB ER DAS IRGENDWIE GELERNT HAT ODER OB ER DAS HEIMLICH VOR DEM SPIEGEL ÜBT UND OB ER AUCH TANZUNTERRICHT GIBT? (grinst und lacht) Nein, das macht er nicht. Überhaupt nicht. Also das wäre mir neu, dass er das zu Hause vor dem Spiegel übt. Na ja, wer weiß, vielleicht unterschätze ich ihn da auch? Vielleicht steht er wirklich im Tanga vor dem Spiegel zu Hause und probiert da die coolsten Moves aus. Da kann natürlich auch sein, aber ich glaube es wirklich nicht. KOMMEN WIR EINMAL AUF EURE 20 JAHRE ZURÜCK… ANGEFANGEN HAT ALLES IN DARMSTADT IN DER GOLDENEN KRONE. DORT HATTET IHR DAMALS SO MANCHEN GIG. WAS HAT DIESE GOLDENE KRONE AN SICH, DASS IHR DORT SO OFT PRÄSENT WARD? Das war ganz einfach. Dort hatten wir unsere ersten Shows. Es waren drei Stück, wenn ich mich recht erinnere. Das war damals so. Man hatte da Freitag, Samstag, Sonntag gespielt und dafür hat man 1000 Mark bekommen. Ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber ich glaube, es war damals so. Wir hatten noch nie ein Konzert gegeben und außer unseren Familien und Freunden kannte noch niemand unsere Musik. Und das war natürlich toll für uns zu dieser Zeit, eine Möglichkeit zu haben, irgendwo Konzerte spielen zu können und auch noch Geld dafür zu bekommen. JA DAS STIMMT, HEUTZUTAGE FÄNGT MAN, WENN ÜBERHAUPT JA EHER MIT EINEM KASTEN BIER AN…. Ja das stimmt. Es war unser erstes Konzert und da waren auch Familie und alle Freunde da. Am zweiten Tag waren es dann schon ein paar weniger und am dritten Tag dann noch weniger. Aber es war schon gut und echt nett. Und die Krone dazu ist ein Laden, wo wir selbst fast jedes Wochenende hingegangen sind. IHR HABT JA AUCH EINMAL EIN GEBURTSTAGSKONZERT FÜR JEMANDEN GEGEBEN. Haben wir? JA, AM 15.10. 1989. Ein Geburtstagskonzert? Wo war denn das? UND ZWAR IN DER GARTENKOLONIE. In Hannover! Ja, stimmt! KÖNNTET IHR EUCH SOLCH EINE AKTION HEUTE AUCH NOCH VORSTELLEN? Steffen hatte mir gerade erst erzählt, dass wir Ende des Jahres wieder nach Russland fahren und da solle wir wohl auch auf einer Privatparty spielen. Und natürlich machen wir so etwas. Warum nicht? Aber umsonst machen wir das nicht. Also wir machen es nicht so wie ich es von den Toten Hosen von früher noch kenne, also nach dem Motto „Kasten Bier und ein Platz zum pennen, dann kommen wir und spielen“…. Aber wenn das jemand bezahlen will, dann kommen wir auch. KOMMEN WIR EINMAL ZU EUREN LIVE-AUFTRITTEN. IHR HABT JA NUN AN EINIGEN FLECKEN DER WELT GEZEIGT, WAS IHR KÖNNT. WIE UNTERSCHIEDLICH SIND DIE REAKTIONEN DER FANS VON LAND ZU LAND? UND KANN MAN ÜBERHAUPT AUCH SAGEN, WELCHES DAS BISHER BESTE PUBLIKUM WAR? Wir hatten echt schon überall großartige Konzerte, ob das in Spanien, in Russland, in Deutschland, in Polen oder wo auch immer war. Wir hatten in wirklich schon sehr vielen Ländern ganz viele tolle Konzerte. Es gibt eigentlich keinen wirklich großen Unterschied. Wenn die Leute Spaß beim Konzert haben, dann tanzen und singen sie. Und das machen sie überall. Wo es wirklich einen Unterschied gibt, ist die Art und Weise wie man unsere Musik wahrnimmt. Wir waren zum Beispiel im Januar in den USA unterwegs und dort habe ich mich auch öfters einmal mit Leuten unterhalten. Während man uns hier in Deutschland ganz klar als Synthie-Pop-Band einordnet, sehen uns die Leute in den USA… also ich bin da fast aus allen Wolken gefallen, als ich mich mit einem Typ unterhielt und dieser meinte „Ihr seid ja eher so eine Gothic-Industrial-Band“. Wie gesagt, die Wahrnehmung ist da schon ein wenig anders, je nachdem wo man hinkommt. Hier in Deutschland würde uns niemand so einordnen. Aber da drüben ist es noch ein wenig anders. ICH DENKE, IN DEN USA SIND SIE AUCH EIN BISSCHEN OFFENER FÜR ALLES, DA GEHT JA JEDER BAUER WEG, METALLER GEHEN ZU ELECTROACTS UND ELECTRO-FANS AUF METAL-KONZERTE, SO NACH DEM MOTTO „DIE KENNEN WIR ZWAR NICHT, ABER WIR GEHEN HIN“… OKAY, ZURÜCK ZUM THEMA: GIBT ES EINEN ORT, WO ES EUCH BESONDERS GUT GEFALLEN HAT UND WARUM? Sehr viele. Ich bin nach wie vor von Russland begeistert. Ich fahre gerne nach Moskau oder auch nach Sankt Petersburg und ich habe mir auch schon überlegt, dass es doch ganz toll wäre, einmal eine zeitlang in Moskau zu wohnen. Was ich auch ganz großartig fand war Mexico City. Das war einfach super geil. In den USA gibt es auch viele tolle Städte. Aber die USA wäre nicht unbedingt etwas für mich. Da gibt es zu viele komische Gesetze und Regeln, die mir nicht zusagen. Aber es gibt so viele tolle Städte, die wir schon gesehen haben, ganz klar. HABT IHR VORLIEBEN, WAS DIE LOCATION BETRIFFT? SPIELT IHR LIEBER IN KLEINEREN CLUBS ODER AUF FESTIVALS? Das sind zwei völlig verschiedene Ereignisse. Bei einem Festival wie dem M’era Luna zum Beispiel, hat man die Möglichkeit, vor richtig vielen Leuten zu spielen. Als wir da das letzte Mal gespielt haben standen wir vor 15000 – 20000 Leuten. Das ist dann schon etwas ganz Besonderes und da sind auch ganz viele Leute, die nie zu einem DE/VISION Konzert gehen würden. Und das ist das tolle. Man hat die Möglichkeit, eben auch diese Leute zu erreichen. Wenn man seine eigene Tour spielt in Hallen wie hier in der Batschkapp oder wie in Leipzig oder in Berlin vor 600-700 Leuten, dann sind das zwar kleiner Clubs, aber man weiß, dass die Leute ausschließlich wegen DIR kommen. Die Leute wollen uns sehen und das ist auch toll. 20 JAHRE IST EINE GANZ SCHÖN LANGE ZEIT. WIE HAT SICH DAS PUBLIKUM BZW. DIE SZENE ALLGEMEIN ÜBER DIE JAHRE VERÄNDERT? Das ist immer so eine Frage… Ich weiß nicht, ob sie sich so verändert hat. Ich glaube, die Szene als solche hat sich wahrscheinlich nicht so verändert. Ich habe aber das Gefühl, dass es heute nicht mehr so viel Synthie-Pop gibt. Die meisten schlagen doch eher die etwas härtere Gangart an. Es gibt nicht mehr so viele Bands, die ein Songwriting machen wie wir es tun. Das meiste ist dann doch eher dieses „Bumm, bumm, bumm“. Von daher hat es sich meiner Meinung nach musikalisch geändert, aber die Szene an sich hat sich, glaube ich, nicht wirklich verändert. Die Leute ziehen sich nach wie vor genauso an wie vor 20 Jahren, zumindest nicht viel anders. IST ES EINFACHER ODER EHER SCHWIERIGER GEWORDEN, LEUTE FÜR EURE MUSIK ZU BEGEISTERN? Wir haben es noch viel einfacher als Newcomerbands. Wir haben zu einer Zeit angefangen, wo man auch noch richtig CDs verkauft hat. Das ist heutzutage echt schwierig geworden für Bands. Wir haben schon unsere gewisse Fanbase, die unsere Sachen, Platten und CDs kaufen. Dementsprechend haben wir es einfacher als viele neue Bands. Diese machen es sich selbst auch ein bisschen schwer, weil sie meiner Meinung nach ziemlich gleich klingen. Sie sind austauschbar. Aber das ist eine Sache der Bands. Es entscheidet jede Band selbst, was sie für eine Musik machen will. WIE IST DAS BEI EUCH, WENN IHR WÄHREND EINER TOUR MAL ZU HAUSE SEID, KÖNNT IHR DA ABSCHALTEN ODER SIND KÖRPER GEIST UND SEELE SCHON WIEDER BEIM NÄCHSTEN GIG? Nein, überhaupt nicht. Dieses Mal ist es ja so, dass wir nur am Wochenende unterwegs und unter der Woche zu Hause sind. Das ist super so, perfekt. Ich finde es gerade echt gut so. Ich kann unter Woche ins Training gehen, habe Zeit dafür und am Wochenende ist man dann viel erholter für die Konzerte und kann zwei, drei Tage durchfeiern. Das ist wirklich sehr angenehm. MAL GANZ UNTER UNS: HALTET IHR DIE KONZERTE KÖRPERLICH IMMER NOCH SO GUT DURCH ODER MACHEN SICH DIE 20 JAHRE DOCH BEMERKBAR? Nein, bei mir überhaupt nicht. Körperlich ist es für mich überhaupt nicht anstrengend. Ich stehe eineinhalb oder zwei Stunden auf der Bühne und mache mein Ding. Das ist nicht so anstrengend, das bisschen Finger bewegen ist nicht so wild. FÜR DEN STEFFEN IST ES ABER WAHRSCHEINLICH SCHON ANSTRENGENDER…. Für ihn ist es ein bisschen anstrengender als für mich, klar. Was aber sehr anstrengend ist, ist wenn man drei Wochen ohne Pause auf Tour ist und fast jeden Abend woanders spielt. Das ist dann schon anstrengend, aber auch nur wegen den Partys hinterher. Das ist dann schon ein Unterschied, ob man eben nur Freitag, Samstag Party macht und sich die Woche über wieder ausruht oder ob man jeden Tag ein Konzert gibt und hier Party und dort Party macht. Da ist man natürlich schon mehr geschlaucht. Das ist aber normal und hat nichts mit dem Alter zu tun (lacht) KOMMEN WIR EINMAL ZU EINEM KLEINEN WORTSPIEL: MUSIK IST: Trumpf ERSTES KONZERT: Oh, was war mein erstes Konzert? Das ist eine gute Frage. Da bin ich jetzt echt am Überlegen. Was war mein erstes Konzert? Mein erstes großes Konzert war, glaube ich, THE CURE. ERSTE CD: Ohhhh, ich versuche es … die erste CD… wahrscheinlich auch so etwas in der Richtung CURE, NEW ORDER, DEPECHE MODE oder so. Also irgendetwas in der Richtung muss es gewesen sein. BESTES KONZERT: Die CURE Konzerte waren schon der Bringer früher, aber die MODE Konzerte auch und auch NITZER EBB, FRONT 242… also ein Lieblings-Konzert gibt es nicht wirklich. CDS, DIE DU DIR ZULETZT ZUGELEGT HAST: RED HOT CHILI PEPPERS, FU FIGHTERS, SMASHING PUMPKINS, MONSTER MAGNET… Ich habe schon ewig keine CDs mehr gekauft. Das ist das Problem. Ich kaufe eher DVDs. MUSIKINDUSTRIE: Hat es immer schwieriger. Die Musikindustrie hat sich radikal geändert. Na ja, was heißt „radikal“… eben was die Downloads betrifft. Meine Prognose ist, dass die CD zwar nicht wirklich jemals aussterben wird, aber wahrscheinlich wird sich die Musikindustrie mehr und mehr auf Downloads umstellen, schätze ich und der herkömmliche Vertriebsweg wird sich mehr und mehr im Hintergrund bewegen. GOTT: Welcher? KIRCHE: Nein, nicht für mich. GLAUBEN: Welcher? Es gibt so viele. ARMUT: … ist sch**** REICHTUM: Es gibt viele Arten von Reichtum. VERGANGENHEIT: Ist vorbei GEGENWART: Ist das Wichtigste überhaupt ZUKUNFT: Uninteressant WIE SCHAUT ES DENN TROTZDEM MIT WEITEREN ZUKUNFTSPLÄNEN AUS? Nach der Tour werden wir erst einmal wieder Songs schreiben, ein neues Album aufnehmen, dieses im nächsten Jahr irgendwann veröffentlichen und dann gehen wir wieder auf Tour. RÜCKBLICKEND AUF 20 JAHRE DE/VISION: WÜRDET IHR ALLES NOCH EINMAL SO MACHEN? Ja, ich glaube schon. Vorher weiß man ja nie, was gut oder schlecht für einen ist. Wir haben die Entscheidungen für uns getroffen, weil wir dachten, es gibt gute Gründe dafür. Und wenn dann einmal eine negative Entscheidung dabei ist, dann weiß man das sowieso erst hinterher. So ist das halt. WIR BEDANKEN UNS RECHT HERZLICH FÜR DAS INTERVIEW. Ich bedanke mich auch. WIR WÜNSCHEN FÜR HEUTE ABEND GANZ VIEL SPASSß UND FREUEN UNS AUF DAS KONZERT. WIR SEHEN UNS IN DER ERSTEN REIHE! Genau! Bis dann 😉

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