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EXCUBITORS (SASCHA)

HALLO SASCHA, VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW. EUER ZWEITES ALBUM SOLLTE EIGENTLICH AM 30.04. HERAUSKOMMEN. WARUM WURDE DER RELEASE AUF DEN 08. MAI VERSCHOBEN? Hallo. Leider erreichte uns sehr kurzfristig die Meldung vom offiziellen Vertriebspartner Rough Trade, das Release auf den 08.05.2009 zu verlegen. Zu diesem Zeitpunkt waren natürlich schon alle Anzeigen, Pressetexte etc. veröffentlicht mit dem eigentlich geplanten Termin 30.04.2009. MEINST DU, SOLCH EINE VERSCHIEBUNG WIRKT SICH NEGATIV AUF DEN VERKAUF AUS? Alle Vorbestellungen wurden bereits ausgeliefert, so dass diese Verschiebung – außer Verwirrung – keine negativen Auswirkungen hatte und auch hoffentlich nicht haben wird. Ich glaube auch nicht, dass es so entscheidend ist, ob das Album jetzt eine Woche früher oder später raus kommt. Wichtig ist, dass es rauskommt und zwar in der Qualität, wie wir uns das vorgestellt haben 😉 WELCHE UNTERSCHIEDE KANNST DU UNS ZUM DEBÜTALBUM „AUFERSTEHUNG AUS RUINEN“ NENNEN? Es gibt zahlreiche Unterschiede, wenn man „Operation Observation“ und „Auferstehung aus Ruinen“ vergleicht. Die Arrangements sind auf unserem neuen Album noch ausgefeilter, die Songs noch eine Spur vielfältiger. Wir haben uns besonders bei der Umsetzung und Varietät der Vocals ins Zeug gelegt mit dem einen Ziel, in Kombination mit den atmosphärischen Soundkonstrukten im Synth Pop-Elektro-Stil beim Hörer ein „Dauer-Gänsehaut-Feeling“ zu erzeugen. Textlich haben wir uns wieder mit vielen gesellschaftspolitischen Themen auseinandergesetzt aber diesmal noch kraftvoller und intensiver als je zuvor. Das beeindruckende Artwork und das Booklet sind wesentlich aufwendiger im Vergleich zum Debütalbum. Im Rahmen des Weiterentwicklungsprozesses war uns dieses Ergebnis extrem wichtig. Kritikpunkte und Feedbacks haben wir selektiv aber ernst verfolgt. Deshalb sind wir sehr zufrieden mit dem Resultat und stolz, jetzt diese CD in den Händen zu halten – besonders wenn man berücksichtigt, dass wir einen Großteil der kompletten Arbeit alleine durchgeführt haben. WIE WAR DENN SO DAS FEEDBACK AUF EUER DEBÜT? Bis auf zwei Ausnahmen wurde das Debütalbum sehr positiv aufgenommen bzw. bewertet. Kritik und Feedback ist uns wie gesagt sehr wichtig und ist der Nährboden für unseren Weiterentwicklungsprozess. EXCUBITORS EXISTIERT SEIT 2006, IST ALSO NOCH EINE SEHR JUNGE BAND. KONNTET IHR MITTLERWEILE EINEN FANSTAMM AUFBAUEN? Wir haben bereits einige treue Anhänger, die uns unterstützen und denen unsere Musik sehr viel bedeutet. Zu spüren bekommen wir das immer wieder durch Feedbacks bei diversen Special-Sendungen oder Einträge in unserem Gästebuch auf der Homepage. Wir möchten an dieser Stelle allen Vorbestellern des neuen Albums danken für das Vertrauen in uns und unsere Musik. Gerne würden wir noch mehr Menschen erreichen mit unserer Musik, da wir uns mit Themen beschäftigen, die jeden von uns betreffen. Leider bleibt einem ohne ausreichend Beziehungen – wie so oft – die Tür zum Beispiel bei größeren Festivals verschlossen. Das ist eine unbefriedigende Situation für viele gute Bands auf diesem Erdball aber leider Fakt! DU HAST DIE BAND ZUSAMMEN MIT DEINEN BEIDEN BRÜDERN THOMAS UND STEPHAN GEGRÜNDET. WIE KOMMT ES, DASS EINE FAMILIE SO VIELE MUSIKALISCHE SÖHNE HAT? Wir sind groß geworden mit den Anfängen von Synthesizern und der entsprechenden Musik, die damit auf wundervolle Weise kreiert worden ist seit Anfang der 80er Jahre. Früh haben wir uns ausgestattet mit den ersten Apparaturen und danach kräftig experimentiert – jeder auf seine Art. Diverse Einzelprojekte sowie einige Bands haben Thomas, Stephan und ich mittlerweile durchlaufen. Ich selber habe schon damals die Musik komponiert für einige bekannte Szenedemos der C64 und Amiga Generation. Letztendlich war es an der Zeit, etwas unter gemeinsamer Flagge zu realisieren und dieses haben wir dann auch ernsthaft in Angriff genommen seit 2006 mit der Gründung von eXcubitors. AUF DEN PRESSEBILDERN SIND ALLERDINGS NUR ZWEI PERSONEN ZU SEHEN. WAS IST MIT DER DRITTEN PERSON? SEID IHR NUR NOCH ZU ZWEIT? Thomas ist aus privaten Gründen ein wenig in den Hintergrund getreten bei der aktuellen Veröffentlichung. Das bedeutet aber nicht, dass er ausgestiegen ist. Er ist nach wie vor brennend daran interessiert, weiter mit eXcubitors zu arbeiten. Jedenfalls haben Stephan und ich das neue Album „Operation Observation“ fast im Alleingang produziert. Um dieser Sache entsprechend gerecht zu werden, sind die Foto-Sessions deshalb ohne Thomas realisiert worden. Ich hoffe damit können wir die Gerüchteküche ein wenig sättigen 😉 WIE KAMT IHR AUF DIE IDEE, GEMEINSAM MUSIK ZU MACHEN? Wie schon erwähnt fühlten wir uns 2006 bereit für ein Musik-Projekt unter gemeinsamer Flagge. Wir hatten das schon lange vor und sind froh, dass es endlich realisierbar geworden ist bzw. auch wirklich konsequent umgesetzt worden ist. An dieser Stelle kommt dann i.d.R. immer auch noch von meinen beiden Brüdern das Statement —- „Wir sind froh, dass Sascha den entscheidenden Impuls gegeben hat für eXcubitors und damit der Zusammenkunft der 3 Brüder“ 😉 HABT IHR NEBEN DER MUSIK AUCH NOCH WEITERE GEMEINSAME INTERESSEN? Jeder von uns hat sein eigene Privat- und Berufsleben und damit sind wir individuell alle sehr ausgelastet. Wir hatten uns aufgrund dieser Gegebenheiten vor eXcubitors auch nicht so oft gesehen bzw. hatten keinen regen Kontakt – leider. Umso schöner ist es, dass wir über die Musik wieder mehr zusammen gefunden haben und uns besser denn je verstehen. WAS HAT ES EIGENTLICH MIT DEM GRÜNEN AUGE AUF SICH? MICH ERINNERT DAS EIN WENIG AN HERR DER RINGE. KOMMT DIESER VERGLEICH HIN ODER SPIELT HDR KEINE BESONDERE ROLLE? Das grüne Auge ist ein Teil unseres Konzeptes. eXcubitors hat ja lateinischen Ursprung und kann als Wächter gedeutet werden. Das passt natürlich ein Auge ideal um den symbolischen Charakter in Verbindung mit unserer Musik zu verstärken. Es mag sein, dass es in den ersten Konzeptentwürfen etwas dem Auge aus HDR geähnelt hat – das Auge sitzt ja dort auch wie ein Hüter über alle Aktivitäten in dieser Welt manifestiert. Jedoch ist die Anlehnung daran eher zufällig. Wir haben das Auge als ausdruckstarkes Symbol für unser Konzept ausgewählt, dass unsere Texte sowie unseren Namen charakterisieren. LET’S TALK ABOUT THE MUSIC … WAS UNTERSCHEIDET DEINER MEINUNG NACH DIE EXCUBITORS VON ANDEREN ELECTRO-SYNTHPOP-BANDS? Das erfahrene elektro-orientierte „Ohr“ sollte das bei erster Gelegenheit wahrnehmen. Unsere Musik ist vielseitig – das bedeutet, dass sich nicht jeder Track hört sich wie der andere – im Gegenteil. Wir legen großen Wert auf eine gehobene Note Varietät. Außerdem hört man m.E. heutzutage nicht so oft 2 unterschiedliche männliche Vocal-Stimmen in den meisten Synthpop-Projekten. Das schafft Abwechslung und ist für uns ein ideales Stilmittel für die Produktion der Songs. Vielleicht sind wir mit unserer Musik nicht 100% kompatibel für die viele DJs dieser Nation – weil leider immer noch zu oft derselbe „Krach-Bumm-Einheitsbrei“ gefordert wird. Jedoch ist es uns wichtig Musik zu produzieren und verwirklichen, hinter der wir zu 100% stehen. DER SONG „FEHLER IM SYSTEM“ IST JA SCHON SEIT EINIGER ZEIT BEKANNT UND ZIEHT DURCH DIE CHARTS SEINE RUNDEN. WIE HABT IHR OHNE SINGLEAUSKOPPLUNG, EP ODER SONSTIGES AUF DEN SONG AUFMERKSAM GEMACHT? Ganz einfach 🙂 Das liegt an der phänomenalen Arbeit von der Online-Musik-Promotion Agentur PromoFabrik, die für alle Werbeaktivtäten von eXcubitors zuständig ist. Dazu kam, dass wir wahrscheinlich mit dem Song den Geschmack der Szene getroffen haben und dieser bei unserer kleinen aber feinen Fanbase zusätzlich durch myspace und unsere Homepage wahrgenommen wurde. Außerdem schätzen wir die ehrliche und neutrale Arbeit der GEWC Charts-Mitarbeiter, die ein offenes System entwickelt haben, welches gerade auch unbekanntere Bands ermöglicht über ein faires Abstimmungsverfahren in die Charts gewählt zu werden. MIT VON DER PARTIE IST AUCH WIEDER ANNE GOLDACKER. WENN ICH MICH RECHT ERINNERE, HAT SIE SCHON EINMAL MIT IHRER STIMME EINEN EURER TRACKS VERSÜSST. KÖNNTET IHR EUCH ANNE AUCH ALS FESTES BANDMITGLIED VORSTELLEN? Anne hat auch diesmal wieder auf unserem Album mitgewirkt und dafür danken wir ihr immer gerne wieder. Der Song „Observation“ hat dadurch für uns eine musikalische Vollendung erfahren – genau wie wir es uns gewünscht haben. Wir könnten uns sicher auch Anne als festes Bandmitglied vorstellen – gleichwohl wissen wir, dass Anne noch bei anderen Musikprojekten stark involviert ist, so dies aus zeitlichen Gründen wahrscheinlich ein Wunschgedanke bleibt. Viel Glück an dieser Stelle für Anne bei ihrem aktuellen Projekt „Wintry“ WIE SCHAUT ES IM ALLGEMEINEN AUS? MIT WELCHEM KÜNSTLER/ WELCHER BAND KÖNNTET IHR EUCH EIN GEMEINSAMES PROJEKT GUT VORSTELLEN? Ein Traum wäre es einmal auf die Stimme von Peter Heppner zurück zu greifen. Diese könnten wir uns wunderbar zu unserer Musik vorstellen. Ansonsten sind wir immer offen für mögliche Kooperationen. Es gehört sogar zum festen Bestandteil unseres Weiterentwicklungsprozesses dazu. AUCH LOST AREA SIND AUF „OPERATION OBSERVATION“ VERTRETEN. WAS BEWEGTE DIESE BAND DAZU HAND UND OHR ANZULEGEN? Ich kenne Jan Bertram den Kopf der Band „Lost Area“ schon seit einiger Zeit über PromoFabrik. Da ich selber die Arbeit von „Lost Area“ schätze und die Musik mir zu spricht, habe ich Jan spontan nach einem Remix für das neue Album gefragt. Jan war sofort begeistert als er den Song gehört hatte und setzte letztendlich mit seinem Team den genialen RMX zu unserem Song „Isolated“ um, den ihr auf „Operation Observation“ finden könnt. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Jan und die Jungs von Lost Area! WAS BEDEUTET EIGENTLICH DER TITEL „OPERATION OBSERVATION“? WEN WOLLT IHR DENN BEOBACHTEN? ODER VIELMEHR, WEN BEOBACHTET EUER WACHSAMES AUGE? Der Titel „Operation Observation“ ist für das vorher angekündigte „Wächter-Konzept“ ein ideales Konstrukt. „Observieren“ steht für beobachten/ untersuchen und „Operation“ als Gesamt-Mission für das Album. Der Titel klingt sehr kraftvoll und man kann ihn außerdem sowohl in deutsch als auch englisch 1:1 interpretieren. AUF DEM AKTUELLEN ALBUM GIBT ES EINIGE DEUTSCHE UND EINIGE ENGLISCHE TEXTE. WAS MEINST DU, WELCHE DIESER FORMEN KOMMT BEIM PUBLIKUM HEUTZUTAGE BESSER AN? Ich denke das hängt vom Publikum ab. Je nach Sprachverständnis und persönlichem Geschmack. Für uns ist die Auswahl der Sprache abhängig von Emotion, Song und Ausdrucksstärke. WÄHREND MEINER AUSGIEBIGEN KONZERTBESUCHE UND DEM STÄNDIGEN TANZEN, HÜPFEN, MITGRÖLEN UND PART MACHEN BEKOMME ICH IMMER SEITENSTECHEN. IM PUBLIKUM IST DAS IRRELEVANT, ABER AUF DER BÜHNE SOLLTE MAN NICHT SCHLAPP MACHEN. WIE IST ES BEI DIR, HATTEST DU JEMALS SEITENSTECHEN UND WENN JA, WIE VERSTECKST DU DAS? Seitenstechen finde ich persönlich gar nicht so schlimm. Viel schlimmer sind doch als Sänger böse Nebenerscheinungen, wie „Schluck-auf“ oder „Erkältung“ 😉 Wenn jedoch mal eine Seite sticht – dann meidet der Herr eXcubitor das grellste Rampenlicht 😉 APROPOS KONZERTE: WIRD MAN EUCH DIESES JAHR AUCH LIVE AUF DER BÜHNE SEHEN? Zu sehen waren wir ja schon auf dem E-Shokk-Festival 2009 in Adelsheim. Darüber möchte ich aber nicht mehr groß sprechen, weil da einiges für uns nicht optimal lief. Geplant ist noch das Dungeon-Open-Air-Festival am 10. Juli 2009 in Bargenstedt. Um immer auf dem neusten Stand zu bleiben und um keinen Termin zu verpassen, empfehlen wir unsere Homepage! WAS ERWARTET DIE FANS UND HÖRERSCHAFT IM JAHRE 2009 NOCH SO, DIE EXCUBITORS BETREFFEND? Wir konzentrieren uns 2009 erstmal mit voller Energie auf das neue Album „Operation Observation“ welches am Freitag, den 08. Mai 2009 offiziell erscheinen wird. Die weiteren Planungen für 2009 sind noch offen. Lasst euch am besten überraschen 🙂 VIELEN DANK FÜR DEINE ANTWORTEN. VIEL ERFOLG MIT DEM ALBUM UND NATÜRLICH AUCH MIT ALL EUREM WEITEREN SCHAFFEN. Wir haben zu danken für das Interview und Euer Interesse an eXcubitors. Wir wünschen allen Lesern von Terrorverlag und dem gesamten Team eine gute Zeit!

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