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GENTLEMAN

LEIDER MUSSTE GENTLEMAN DAS GEPLANTE PERSÖNLICHE INTERVIEW VOR SEINEM AUFTRITT IN BIELEFELD ABSAGEN, UM SEINE STIMME ZU SCHONEN. DAFÜR STAND ER UNS IMMERHIN FÜR EIN PAAR MAILFRAGEN REDE UND ANTWORT. RESPEKT DAFÜR, DAS IST BEI KÜNSTLERN DIESER GRÖSSENORDNUNG ALLES ANDERE ALS SELBSTVERSTÄNDLICH! DAS MUSIKERDASEIN KANN UNTER UMSTÄNDEN SEHR ERMÜDEND SEIN. MAN WECHSELT STÄNDIG ZWISCHEN DEM LEBEN AUF TOUR UND DEM IM STUDIO. WAS LIEBST DU AN DIESEM BERUF? WAS WÄRE AUS DIR GEWORDEN, WENN DU HEUTE NICHT AUF DER BÜHNE STEHEN WÜRDEST? Ich kann mir eigentlich gar nichts anderes mehr vorstellen. Ich empfinde es meistens auch gar nicht so sehr als Beruf, sondern vielleicht eher als Berufung. Die Kommunikation mit dem Publikum bei einem Konzert und auch die Kommunikation, durch meine Musik durch Radio oder CDs mit den Menschen gibt mir so viel. Ohne diese Dinge kann ich mir ein Leben nicht vorstellen. DU SINGST SOWOHL AUF ENGLISCH ALS AUCH AUF PATOIS. WOHER KANNST DU DIESE SPRACHE? HAST DU SCHON MAL DARÜBER NACHGEDACHT, AUF DEUTSCH ZU SINGEN? Patois habe ich auf Jamaika gelernt. Deutsch zu singen kommt für mich nicht in Frage, da diese Sprache eben nur in Deutschland verstanden wird. Meine Musik soll aber möglichst weltweit verstanden werden. WANN WARST DU DAS ERSTE MAL AUF JAMAIKA? WAS WAREN DIE PRÄGENDEN EINDRÜCKE DIESER REISE? Ich war dort das erste Mal mit 18. Prägende Eindrücke sind fast ausschließlich zwischenmenschliche Dinge, die mir die Augen für viele neue Dinge im Leben öffneten. ALS WEISSER MUSIKER HAT MAN ES GENERELL ERST EINMAL SCHWER AUF JAMAIKA. WIE HAST DU ES TROTZDEM GESCHAFFT, DORT MIT DEINER MUSIK ANERKENNUNG ZU FINDEN? WAS BEDEUTET DAS FÜR DICH? Den Menschen auf Jamaika ist es egal, wer den Song singt, Hauptsache er gefällt. Unterschiedliche Hautfarben interessieren mich eigentlich nicht so sehr, ich mache da keine Unterschiede. Dass meine Musik auch auf Jamaika Anerkennung findet, bedeutet mir viel, da es das Mutterland des Reggae ist. Die Musik bedeutet dort wesentlich mehr, als nur eine Musikrichtung. DU BEZEICHNEST JAMAIKA ALS DEINE ZWEITE HEIMAT. WAS VERBINDET DICH MIT DEM LAND? WAS LÖST IN DIR EIN HEIMATGEFÜHL AUS? Es ist ein schwer zu beschreibendes Gefühl, wenn ich auf die Insel komme, viele Freunde leben dort. SEIT EINIGEN JAHREN SPIELST DU LIVE MIT DER FAR EAST BAND, IN DER AUCH DEINE FREUNDIN TAMIKA SINGT. SEID IHR EINE ART GROSSE FAMILIE, WENN ES AUF TOUR GEHT? Genau so kann man es beschreiben. Großfamilie ist der passendste Ausdruck. Mit kleinen und großen Kindern und einigen wenigen Erwachsenen… DU HAST ZWEI KINDER, BIST JEDOCH BERUFSBEDINGT SEHR VIEL UNTERWEGS. WIE KANNST DU DIE BEIDEN TROTZDEM OFT SEHEN? KOMMEN SIE AUCH AUF DEINE KONZERTE? Wenn ich in Köln bin, verbringe ich fast meine ganze Zeit mit ihnen. Wir fahren auch zusammen in den Urlaub. Konzerte haben sie beide auch schon besucht. ALS KÜNSTLER STEHT MAN VIEL IM RAMPENLICHT UND HAT OFT AUTOMATISCH IN GEWISSER WEISE EINE VORBILDFUNKTION INNE. WAS DENKST DU SELBST DARÜBER? SIEHST DU DICH ALS VORBILD? Ich sehe mich nicht als Vorbild, bin mir aber der gewissen Verantwortung bewusst, die man automatisch hat, wenn man in der Öffentlichkeit steht und öffentliche Statements abgibt, die hauptsächlich Jugendliche betreffen, bzw. von diesen gelesen, gesehen oder gehört werden. DAS JAHR IST ZWAR NOCH NICHT GANZ ZU ENDE, ABER WAS WAREN BIS JETZT DEINE PERSÖNLICHEN HIGHLIGHTS IN 2007? Unzählige großartige Konzerte auf der ganzen Welt, insbesondere die grade zu Ende gehende Monstertour durch ganz Europa in zwei Monaten. Sicherlich auch das Erscheinen meines Albums „Another Intensity“. WORAUF DÜRFEN SICH DEINE FANS IM JAHR 2008 FREUEN? ARBEITEST DU AN EINEM NEUEN ALBUM ODER GEHST DU WEITER AUF TOUR? Wir werden im Februar für etwa drei Wochen in Amerika auf Tournee sein. Danach folgt im April und Mai eine Europatour, die fast ausschließlich im Ausland stattfinden wird. Drei Konzerte gibt es aber auch in Deutschland: Berlin, Bremen und Braunschweig. DANKE FÜR DAS INTERVIEW!

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