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LAYMENT (TOBIAS SCHMIDT)

SEIT GERAUMER ZEIT VERBINDET MAN MIT METAL AUS HERNE NICHT MEHR NUR DIE JUNGS VON RAGE: DIE NEWCOMER LAYMENT SIND AUF DEM VORMARSCH UND GEBEN MIT IHREM DEBUTALBUM „DECLARATION“ DEM GENEIGTEN METALLER ORDENLICH AUF DIE OHREN. GRUND GENUG FÜR EIN KLEINES KREUZVERHÖR MIT GITARRIST UND GRÜNDUNGSMITGLIED TOBIAS SCHMIDT… EUER DEBUTALBUM „DECLARATION“ KOMMT JA BALD IN DIE LÄDEN. KANNST DU UNS MAL EINEN KLEINEN VORGESCHMACK GEBEN, WAS UNS DA ERWARTET? Euch erwartet ein knackiges, ich denke doch eingängiges Album mit ehrlicher Musik. Wir lieben Metal in jeder Variation und ich denke, das hört man auch. INZWISCHEN SIND SCHON EINIGE ZIEMLICH POSITIVE KRITIKEN, U.A. VON ROCKHARD UND METAL HAMMER BEI EUCH EINGETRUDELT. ÜBERRASCHT? Sicher sind wir überrascht, denn auch wenn wir selbst von der eigenen Musik überzeugt sind, sonst würden wir sie ja nicht machen, sind wir ja nicht so vermessen, dass wir glauben, alle Anderen müssen unseren Kram auch geil finden. Gerade weil wir so vielfältige Einflüsse haben, gibt es sicher viele Elemente, die man mögen oder hassen kann, andere gehen vielleicht erst beim zweiten oder dritten Hören ins Ohr. Wir sind natürlich total stolz, dass unser Baby so vielen gefällt, dass die Presse fast durchweg positiv ist und Kritik sich nur auf einzelne Elemente bezieht, die Geschmackssache sind, wie zum Beispiel Gesangsstil oder die Akustikversion von unserem Song „Wake Up“. WAS HAT SICH BEI EUCH GEÄNDERT, SEIT IHR DEN PLATTENVERTRAG BEI YONAH RECORDS UNTERSCHRIEBEN HABT? Es ist schon so, dass wir jetzt noch motivierter sind, jetzt bekommen wir das Feedback, das wir uns erhofft haben. Yonah ist ein Superteam, die leben für die Musik und reißen sich den Arsch auf für ihre Bands. Das merkt man auch an den anderen Yonah-Bands, alles Leute, die es mit ihrer Musik ernst meinen und hochkarätige Metalscheiben rausgebracht haben. Durch den Deal wurden uns einige Türen geöffnet, wir haben jetzt andere Auftrittsmöglichkeiten und können unsere Platte einem viel größeren Publikum präsentieren. Gleichzeitig fühlen wir uns nicht verkauft, sondern werden einfach nur in dem unterstützt, was wir schon lange machen. WAS ERHOFFT IHR EUCH, REALISTISCH GESEHEN, VON DEM DEAL? Wie gesagt, wir haben halt eine krasse Unterstützung von Yonah, jetzt sind wir erstmal dran und werden das Album live so oft wie möglich vorstellen. LAUT BANDHISTORY GIBT ES LAYMENT SCHON SEIT 1996. WENN MAN EUCH SO ANSCHAUT, FÄLLT DAS SCHWER ZU GLAUBEN, ABER DAVON MAL ABGESEHEN: WIESO HAT ES BIS ZUR ERSTEN PLATTE SO LANG GEDAUERT? Genau genommen gab es LAYMENT I und jetzt gibt es LAYMENT II. LAYMENT war die Band, in der ich und mein Bruder Julian unsere ersten bandtechnischen Gehversuche unternommen haben. Wir haben rumprobiert, mit verschiedenen Stilen geliebäugelt, haben sicher viele Fehler gemacht, hatten einige Lineupwechsel und sind am Ende erstmal auseinander gegangen und haben eigene Bands gegründet oder sind in andere eingestiegen. Nach ein, zwei Jahren Pause war es dann soweit und Julian und ich hatten eine bestimmte Vorstellung, wie die Band zu klingen hatte. Julian hatte zwischenzeitlich mit meinem anderen Bruder Marosh und Keyboarder Kris in einer Band gespielt, in der übrigens damals auch schon unser letzter Neuzugang Benny die Gitarre bedient hat. Und den Drummer holten wir uns von CRYSALIS, der neuen Band von Layment-Gründungsmitglied Djardes, der übrigens zusammen mit seiner Frau Crys für das gesamte Artwork von „Declaration“ verantwortlich zeichnet. Man kann also fast von Norwegischen Verhältnissen sprechen! Wie man sieht war es ein langer Weg bis dahin, dann haben wir Songs geschrieben, diese live ausprobiert und haben dann begonnen, im Metallurgy-Studio das Album aufzunehmen. Der Aufnahmevorgang zog sich auch in die Länge, weil wir die Aufnahmen natürlich auch mit unseren Jobs, Studium, usw. vereinbaren mussten. Als das Dingen dann im Kasten war, dauerte es natürlich noch, bis das Teil gemischt und gemastert war. Zwischenzeitlich waren wir in Kontakt mit einigen Plattenfirmen und haben uns dann für Yonah entschieden. Dann kam noch die übliche Vorlaufzeit dazu, die der Vertrieb braucht, und hier ist es! WAS MACHT IHR JUNGS IN EUREM LEBEN ABSEITS DER BÜHNE? Meinst du, „Was treibt Ihr so den ganzen Tag“? Einige studieren, jobben oder studieren und jobben, ich gebe Gitarrenunterricht und vor allem proben wir jede Woche ca. 15 Stunden. Dazu kommen noch andere Hobbies, Taster Kris, unsere hervorragenden Roadies Marty, Phil und Stefan sowie wir Schmidt-Brüder fahren leidenschaftlich gerne Motorrad, wir schrauben an den Maschinen und an alten Autos, Benny geht zum Fußball, also selber spielen und Andere anfeuern, Moritz macht neuerdings Sport. Dazu kommen natürlich noch die zig anderen Hobbies, die man eigentlich nur theoretisch hat, weil man einfach keine Zeit dafür hat. Vor allem hängen wir auch abseits von Bühne und Proberaum ständig aufeinander, was ganz praktisch ist, wenn mal einer eine gute Songidee hat. WOHER KENNT IHR EUCH? Wir sind alle im selben Stadtteil aufgewachsen, man kennt sich aus der Schule, von Konzerten oder wie gesagt, vom gemeinsamen Spielen in anderen Bands. Wenn ich’s mir genau überlege, trifft bei allen Bandmitgliedern eigentlich alles zu! Ähm, Norwegen halt! WIE KOMMT MAN EIGENTLICH DAZU, EINE BAND LAYMENT ZU TAUFEN? Oh, meine absolute Lieblingsfrage! LAYMENT heißt auf Englisch nicht nur Grundlage, sondern auch soviel wie Laientum, Lament ohne Y bezeichnet ein altes keltisches Klagelied und wir hatten mal vor tausend Jahren einen Song der so hieß. Mit anderen Worten: Ich hab‘ keine Ahnung mehr… LIVE SEID IHR JA INZWISCHEN SCHON GANZ GUT IM STOFF, WENN MAN SICH EURE TOURDATEN MAL ANSCHAUT. GIBT ES GIGS, DIE DIR BESONDERS IN ERINNERUNG GEBLIEBEN SIND – GUT ODER SCHLECHT? Natürlich waren unsere ersten Gigs aus heutiger Sicht nichts Dolles. Aber so richtig peinlich ist mir im Nachhinein keiner. Am schlimmsten war glaub ich der Gig auf einer Schulparty, wo 99,9% der Anwesenden gar keinen Bock auf Metal hatten und Britney oder Robbie sicherlich vorgezogen hätten. Mittlerweile gibt es so einige Konzerte, an die ich gerne zurückdenke. Der bisherige Höhepunkt war aber unsere CD-Releaseshow in der Matrix in Bochum, wo die volle Halle gekocht hat. WENN DU EIN REZEPT ZUM ERFOLG SCHREIBEN MÜSSTEST, WAS WÄREN DIE ZUTATEN? Äh..? Bescheidenheit, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit, Treue und Ehrlichkeit… Bier? Keine Ahnung… OBWOHL ES IMMER WIEDER MAL VERSUCHT WIRD, IST ES SCHWER, LAYMENT IN EINE MUSIKALISCHE SCHUBLADE ZU STECKEN. WIE WÜRDEST DU EURE MUSIK AM EHESTEN BESCHREIBEN UND WO LIEGEN EURE EINFLÜSSE? Wuchernder Powermetalbastard mit cleanen Vocals und Shouts, thrashigen Passagen mit Black- und Deathmetal- Einflüssen, Folkpassagen und Rock ’n‘ Roll- Attitüde und vor Allem viel Abwechslung. WO KANN MAN EUCH IN NÄCHSTER ZEIT LIVE BEGUTACHTEN? Wir spielen am 5.4. wieder in Bochum in der Matrix beim Dark Eastern Metal Meeting mit ENDSTILLE, ABSENCE, PATH OF GOLCONDA. Dann am 13.4. in Köln zusammen mit SUN OF SADNESS & CERBERUS und am 14.4. in Soest. Danach stehen Gummersbach und Altena auf dem Plan. DARF MAN NEBEN DEN STÜCKEN VOM ALBUM AUCH SCHON AUF NEUES SONGMATERIAL BEI DEN NÄCHSTEN KONZERTEN HOFFEN? Natürlich spielen wir hauptsächlich Songs vom Album, denn wir sind verdammt stolz auf das Teil! Aber wir werden den einen oder anderen neuen Song ganz bestimmt auf die Meute loslassen, denn wir wollen ja wissen ob die Tracks live funktionieren. 50% DER BAND SIND VERWANDT…WIE KANN DAS GUT GEHEN? 😉 Na ja, bisher jedenfalls! Wir wissen aber auch genau, wie der andere tickt und können uns dann auch aus dem Weg gehen, wenn wir uns auf die Nerven gehen. Wir haben da nach über 20 Jahren ganz gute Antennen entwickelt. DEINE LAYMENT-ZUKUNFTSPROGNOSE FÜR DIE NÄCHSTEN PAAR JAHRE…? Wir werden für Heavy Metal sterben! Na hoffentlich im hohen Alter in ’ner Altrocker-WG mit Pflegerinnen… Nee, im Ernst, ich hab keine Ahnung, wir lassen uns da mal überraschen! DEINE LETZTEN WORTE AN DIE TERRORVERLAG-LESER…: Jetzt soll ich wahrscheinlich was Kluges oder was Witziges sagen, beides fällt mir aber grad nicht wirklich ein, also… METAL IS FOREVER!!! DANKE FÜRS INTERVIEW UND VIEL ERFOLG MIT DER PLATTE! Danke dir!

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