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SKORBUT (DANIEL/ ARMIN)

HALLO DANIEL, HALLO ARMIN, SCHÖN, DASS IHR EUCH HEUTE FÜR UNS ZEIT NEHMT. WER STECKT ALLES HINTER SKORBUT UND WIE SIND DIE AUFGABEN UNTER EUCH VERTEILT? Daniel: Hinter Skorbut stecken Armin Küster, Jörg Hüttner und Daniel Galda. Armin und Jörg schreiben die Musik und ich schreibe und singe die Texte. WAS MACHT DIE MUSIK VON SKORBUT AUS? Daniel: Wenn man Schubladen bedienen möchte, kann man uns getrost in die große des Dark-Electros einordnen. Es gibt da aber noch die ganz genauen Selektierer, die dann noch tiefere Unterscheidungen zwischen EBM, Hellectro, Industrial, IDM und hier wiederum noch zwischen diversen Unterstilen vornehmen. Uns interessieren diese internen Unterscheidungen allerdings nicht. Wenn wir der Meinung sind, dass ein Song dieses oder jenes Element haben sollte, dann verarbeiten wir das auch. Es macht keinen Sinn seinen eigenen Stil an den Vorgaben irgendwelcher Musikfundis auszurichten. Letztendlich definieren wir Skorbut, es ist unser Baby und wir lassen es sich, genre-übergreifend zwischen allen düsteren elektronischen Stühlen, entwickeln und gedeihen. Wir hören immer öfter von Bands, die diesem Theater damit begegnen, dass sie mehrere Nebenprojekte mit unterschiedlichen Soundausrichtungen entwickeln. Diese kreative Zwangsjacke ziehen wir uns nicht an. Wer Skorbut hört, der ist sich dessen bewusst und toleriert das auch. EIGENTLICH SEID IHR ZU DRITT. JÖRG HÜTTNER IST VOR EINIGER ZEIT IN DIE STAATEN GEGANGEN. INWIEWEIT HAT SICH DADURCH ETWAS FÜR SKORBUT GEÄNDERT? Daniel: Jörgs Einbindung ist schwieriger geworden. Im Studio und auch bei Konzerten. Im Studio kann man sein Fehlen kompensieren. Es gibt da schließlich das Internet, in dem man Demos und Soundschnipsel hin und her schicken kann. Jörg weiß immer ganz genau woran wir momentan arbeiten und gibt seine Kommentare ab. Wenn er einen Song geschrieben hat dann schickt er uns diesen rüber und wir arbeiten an ihm weiter. Dieses Arbeiten ist okay und hat sich bewährt. Schwieriger ist die Situation allerdings bei Konzerten. Es gibt nur wenige Veranstalter hier in Europa, die seine Anreise bezahlen würden. Also gehen Armin und ich zu zweit auf die Bühne. Anders ist es momentan nicht realisierbar. JEDER, DER IM BIOUNTERRICHT AUFGEPASST HAT, WEISS, DASS „SKORBUT“ EINE MANGELERSCHEINUNG AN VITAMIN C BEDEUTET, DIE SICH DURCH INFEKTANFÄLLIGKEIT, LEISTUNGSVERMINDERUNG, ZAHNAUSFALL UND ZAHNFLEISCHBLUTEN BEMERKBAR MACHT. INWIEWEIT TRIFFT DIES AUF EUREN BANDNAMEN ZU? Daniel: Du hast noch den Haarausfall vergessen – hehe. Wir fanden damals vor allem die Symptome sehr ansprechend. Klang irgendwie alles fies und ekelig. Außerdem klingt der Name, wenn man ihn ausspricht, auch ziemlich hart. Genau das richtige für eine Band mit unserem Sound. Es gab früher mal Journalisten, die den Namen in einen gesellschaftskritischen Kontext bringen wollten oder die Symptome auf die Zerbrechlichkeit des Individuums oder Ähnliches projizieren wollten. Da mussten wir schon schmunzeln. Also du kannst es auf den harten Klang und die fiesen Symptome reduzieren. Die haben uns damals gereicht um uns so zu nennen. WAS GENAU WAR EUER GEDANKE, SKORBUT INS LEBEN ZU RUFEN. Daniel: Zunächst stand kein Plan dahinter. Wir wollten einfach nur unseren Spaß haben, Musik machen und uns darüber austauschen. Die Ergebnisse dann ein paar Freunden vorspielen oder vielleicht auch mal in einem Club eines befreundeten DJs hören. Daraus wurde damals aber mehr. Diverse Samplerbeiträge und darauf hin die erste CD folgten. Seit her wollen wir uns musikalisch weiterentwickeln. Jede CD sollte eine weitere Facette von uns zeigen und uns ein Stück nach vorne gebracht haben. Wenn der Prozess einer Entwicklung nicht mehr gegeben ist und wir unsere Fans nicht mehr überraschen können, dann würden wir Skorbut in Frage stellen. Musik zu machen ist wie ein Studium. Die erste CD ist wie das erste Semester. Du wirst erstmal zurechtgestutzt und in die Schranken gewiesen. Du wirst auch relativ hart beurteilt, das muss dir bewusst sein bzw. dir wird es bewusst gemacht. Jede weitere CD stellt dann ein weiteres Semester dar, das dich perfekter und zielgerichteter in dem macht was du tust. Unsere demnächst erscheinende CD wird unsere Vierte sein, demzufolge sind wir auf unserer Skala im vierten Semester. Eine enorme Entwicklung seit der ersten CD. Ich hoffe dann auch, dass das für jeden hörbar sein wird. UND WAS WÄRE, WENN ES SKORBUT NIE GEGEBEN HÄTTE? Daniel: Dann würde wahrscheinlich jedes Skorbut-Mitglied in anderen musikalischen Projekten tätig sein. Weil Musik für jeden von uns einen enormen Stellenwert besitzt und wir ohne sie nur halbe Menschen wären. URSPRÜNGLICH WAR SKORBUT EIN DUO. ZWISCHENZEITLICH WERKELTE AUCH ROBERT POLLICH MIT. WARUM IST ER NUN NICHT MEHR DABEI? Daniel: Die letzte CD, an der Robert mitgearbeitet hatte, war die „Access All Areas“ und die kam 2005 heraus. 2006 gingen wir getrennte Wege. Die Gründe wollen wir nicht an die große Glocke hängen. Die „Firewall“ wurde 2007 schon ohne sein Mitwirken herausgebracht. Wir treffen uns noch ab und zu und sind auch noch Freunde. NUN IST ARMIN KÜSTER ALIAS BORIS BLACK MIT AM START. WIE KAM ES ZU DIESEM ZUWACHS? Armin: Nun, ich arbeite seit über zehn Jahren als Fachautor für verschiedene Musikmagazine, die ihren Schwerpunkt auf Studiotechnik im weitesten Sinne haben. Ich wurde damals von einem Verlag beauftragt einen Testbericht über einen neuen Synthesizer zu schreiben. Da der Hersteller nicht weit von meinem Wohnort entfernt angesiedelt war, beschloss ich, das Gerät vor Ort abzuholen. Ich stiefelte damals in den Empfangsbereich und wurde in den Supportbereich weitergeschickt. Und dort saß Jörg, der bei diesem Synthesizerhersteller schon seit einigen Jahren tätig war. Schon nach wenigen Minuten war klar, dass wir musikalisch starke gemeinsame Interessen haben. Das erste Treffen wurde dann noch mit reichlich Fachgesimpel über dieses und jenes technische Detail fortgeführt. Der Kontakt zu Jörg blieb bestehen. Obwohl wir uns gegenseitig über unsere Projekte und Arrangements auf dem Laufenden hielten, blieben unsere musikalischen Wege zunächst getrennt. Eines Tages – es muss etwa 2005 gewesen sein – fragte mich Jörg dann, ob ich nicht einen Remix des Songs „Fragments“ machen wolle. Ich war sofort dabei und Jörg sowie Daniel vom Ergebnis begeistert. Im Vorfeld der „Firewall“ CD war 2007 dann die Vorab-EP „9 Lives Later“ in Arbeit und Jörg fragte erneut, ob ich einen Remix beisteuern wolle. Auch hier hat die Arbeit wieder reichlich Spaß gemacht und ich konnte mich an dem Song mächtig austoben. Nachdem ich dann auch Daniel mehrmals bei Jörg getroffen hatte und auch hier ein starker gemeinsamer Nenner auszumachen war, stieg ich bei der „Firewall“ erstmals auch ins Songwriting ein. UND WELCHE MUSIKALISCHEN „INNOVATIONEN“ BRACHTE ARMIN BEI SKORBUT MIT EIN? Daniel: Wir haben jetzt jemanden in unseren Reihen der mit „Logic“ arbeitet – hehe. Jörg arbeitet ja eher mit „Cubase“. Aber zurück zum Kern Deiner Frage. Armin bringt vor allem eine sehr tanzbare Komponente mit. Er hat ein gutes Händchen für Rhythmusstrukturen und Bässe. Bandintern wird er deswegen schon Dr. Beat genannt. Letztendlich kannte er den Skorbut Sound auch sehr gut. Er kann nachvollziehen in welche Richtungen sich Skorbut entwickeln könnte und in welche nicht. Armin ist sich dessen bewusst, dass die Fans eine gewisse Erwartungshaltung mitbringen. WIE SIEHT ES MIT DER SONGENTSTEHUNG BEI EUCH AUS? IMMERHIN WOHNT IHR JA JEDER FÜR SICH AUF EINEM ANDEREN FLECK DER WELT. Armin: Wie Daniel schon sagte: in Zeiten des Internets sind Songentwürfe schnell mal um den halben Globus verschickt und können am Ziel auch direkt weiterbearbeitet werden. Natürlich ist das Arbeiten über eine solche Distanz eine andere, als würde man gemeinsam in einem Raum sitzen. Aber es funktioniert auch so gut. Wir werfen uns sozusagen die Bälle, die stets „ein wenig an Gewicht zunehmen“, hin und her. Bis am Ende ein fertiger Song entstanden ist, der dann in einem der Studios fertig gemischt wird. EURE VERÖFFENTLICHUNGEN ERSCHEINEN MIT ÜBERWIEGEND GROSSEN ABSTÄNDEN. WORAUF LÄSST SICH DAS ZURÜCKFÜHREN? Daniel: Es liegt vor allem daran, dass die Arbeiten an einem Album, aufgrund der Distanz zwischen den Bandmitgliedern, sehr langwierig sind. Jeder von uns hat auch noch ein anderes Leben neben Skorbut mit zeitintensiven Jobs oder beispielsweise Familie. Wir können uns leider nur alle 8 Wochen etappenweise an Wochenenden treffen. An manchen Wochenenden schafft man dann nur einen Song, was traurig ist – aber du kannst dich eben nicht auf Knopfdruck hinsetzen und kreativ sein. Andere Bands leben in derselben Stadt und treffen sich zweimal in der Woche um zu arbeiten, haben dann einen dementsprechend höheren Output. Dieser Fakt fällt leider bei uns weg und so entstehen im Schnitt 2 Jahre Produktionsphase, in denen man dann effektiv 5 bis 6 Wochen gearbeitet hat. ANFANGS WARD IHR AUF DEM LABEL SCANNER UNTER VERTRAG, NUN SEID IHR BEI SONIC-X. WAS BEWEGTE EUCH ZUM LABELWECHSEL? Daniel: Na ja – wir wurden ja gewechselt und dieser ganze Vorgang ging damals von Scanner aus. Die waren der Meinung, dass wir mit der „Access All Areas“ nicht mehr ins Labelprofil von Scanner passen würden und auch nicht am Puls der Zeit wären. Die „Access All Areas“ hatte neben EBM-Oldschool-Anleihen auch ziemlich viel ruhige Passagen. Das kam 2003 nicht so gut bei den Leuten an. Da wir diesen Punkt nicht ändern wollten und uns nicht verbiegen wollten, standen die Zeichen auf Trennung. Der Mann hinter Scanner bastelte fleißig am ProNoize Label und sah die Zukunft der Szene eher im Clubbereich. Letztendlich hat er ja auch Recht behalten. Seine Bands erfreuen sich äußerster Beliebtheit. Trotz allem ist es schön und spricht auch für die Qualität von uns, dass es Skorbut letztendlich auch ohne ein so großes Label geschafft hat sich zu etablieren. AM 17.04. GAB ES DANN ENDLICH MAL WIEDER EIN LEBENSZEICHEN VON EUCH: DIE EP „PHANTOM PAIN“. IST DIESE EIN VORBOTE AUF EINEN WEITEREN LONGPLAYER? Daniel: Ja. In der zweiten Jahreshälfte soll die neue CD „Medium“ erscheinen. Wir sind in der Endphase der Produktion. „Phantom Pain“ ist sozusagen der Vorbote zum neuen Album und kann auch ein wenig als richtungweisend angesehen werden. Es wird mit Sicherheit die tanzbarste Skorbut CD werden, die wir je gemacht haben. WARUM GIBT ES NUR EINEN SONG DARAUF ZU HÖREN? MEINT IHR NICHT, DASS EURE FANS EIN WENIG MEHR EINBLICK IN EURE NEUE SCHAFFENSPHASE WÜNSCHEN? Daniel: Den Aspekt einer B-Seite haben wir nicht beachtet beziehungsweise wir haben nicht daran gedacht. Wir wurden jetzt schon öfters darauf angesprochen und werden es in Zukunft berücksichtigen und eine größere Songvielfalt mit einplanen. Versprochen – wir sind lernfähig. AUF DEM SILBERLING BEFINDET SICH AUCH EIN VIDEOCLIP. SOWEIT ICH WEISS, GAB ES DEN SONG „PHANTOM PAIN“ VORERST NUR ALS VIDEO. WELCHEN GRUND KÖNNT IHR UNS DAFÜR NENNEN, DASS IHR DIESEM SONG NUN GLEICH EINE GESAMTE EP GEWIDMET HABT? Daniel: Die „Phantom Pain“ – Videoveröffentlichung war damals ein riesiges Missverständnis. Der Song wurde 2007 kurz nach der „Firewall“ Veröffentlichung eingespielt. Es war die erste Zusammenarbeit zwischen Armin und mir. Ich verschickte den Song nach seiner Fertigstellung an ein paar Freunde um ein Feedback zu erhalten, unter anderem auch an unseren Videoregisseur Paolo. Im Dezember 2007 spielten wir ein Konzert in Minsk und filmten dieses auch. Nun schickten wir das Videomaterial an Paolo mit der Bitte eines kleinen Clips. Paolo schnitt das Material zum Song „Phantom Pain“ zusammen, der ihm am besten gefiel, und setzte alles auf YouTube. Er war da ein wenig blauäugig und dachte sich nichts dabei. Der Clip verbreitete sich ziemlich schnell. Wir dachten, er würde einen Clip zu „Antikörper“ machen und wurden vom „Phantom Pain“ Clip ziemlich überrumpelt. Auf jeden Fall etablierte sich der Song schnell. Er wurde von Radiostationen angefordert und wurde zum Geheimtipp in Szenekreisen. Daraufhin meldeten sich die Sampler „Cryonica Tanz“ und „Endzeit Bunkertracks“ und so weiter. Wir waren dann auf jeden Fall der Meinung, dass der Song eine eigene EP verdient hätte. Diese Erkenntnis brauchte natürlich auch erst seine Zeit und die Planung der Maxi sowieso. Beispielsweise mussten Remixer gefunden werden und mit dem Label der Sinn dieser CD diskutiert und kalkuliert werden. So entstand natürlich eine längere Pause zwischen Videorelease und CD-Release. DER SONG „PHANTOM PAIN“ WAR ACHT WOCHEN AUF PLATZ 1 DER EBM-CHARTS. WIE FÜHLT SICH DIESER ERFOLG FÜR EUCH AN? Daniel: Es ehrte uns damals. Besonders wenn du bedenkst, dass es ihn nicht mal als CD oder Download im Handel gab. Auch wurde er nicht beworben. Es ist einfach nur ein Stück Musik, das sich ohne Werbestrategien aufgrund seiner Qualität durchgesetzt hat. AUF DER EP SIND REMIXE VON NOVASTORM, KAOS-FREQUENZ, TITANS UND AUCH YADE. WIE KAM DER KONTAKT ZU DIESEN BANDS ZUSTANDE? Daniel: Du hast die Band „Fabious Corpus Act“ vergessen. Die Zusammenarbeit mit Kaos-Frequenz und Novastorm war naheliegend. Schließlich sind sie Sonic-X Labelkollegen und man unterstützt sich gegenseitig. Die Titans, Yade oder Fabious Corpus Act hatte ich in meiner MySpace – Freundesliste. Ihr Sound gefiel mir und ich schrieb sie einfach an. Die drei haben noch keinen Plattenvertrag und haben mich durch ihre Qualität überzeugt. Ich finde es immer aufregend wenn man den Leuten da draußen Szenebands näher bringt, die einen Plattenvertrag verdient hätten. Wir wollen demnächst noch mehr Remixe anfertigen lassen. Auch dafür werde ich mich wieder auf die Suche nach guten unbekannten Bands machen. Ich finde das aufregend – an mir ist ein kleiner A&R Manager verloren gegangen ;-). WIE IST ES FÜR EUCH, DIE EIGENE MUSIK IM REMIX ZU HÖREN? WELCHE GEFÜHLE KOMMEN DA IN EINEM AUF? Daniel: Es ist gewöhnungsbedürftig aber gut. Letztendlich bin ich begeisterungsfähig für solche Geschichten. Es ist auch schön zu hören, dass sich die Bands mit dem Song auseinandergesetzt haben. Es ist kein Remix dabei, der einfach nur in Fließbandarbeit „hingerotzt“ wurde. Die Mixe wurden mit Liebe zum Detail erarbeitet. Armin: Es ist auf jeden Fall eine prickelnde Sache, wenn der Remix einer anderen Band das erste Mal im CD Player liegt. Man ist schon recht gespannt, was ein anderer kreativer Musiker sich hat einfallen lassen und welche Komponenten des Originals er in den Vordergrund stellt oder nach hinten mischt. Da ich selber für viele Bands Remixe gemacht habe, weiß ich, dass Remixe ein enormes kreatives Potenzial und durchaus auch ihren Reiz haben. Wenn man das Original mag, beschäftigt man sich meist auch sehr intensiv mit der Sache. Ich mag Remixe, denn sie können, obwohl sie den Grundcharakter eines Songs meistens klar weitertransportieren, vollkommen neue Formen und Schattierungen ans Tageslicht bringen. Ich bin auch der Meinung, dass alle Remixe von „Phantom Pain“ auf unterschiedliche Art und Weise sehr gelungen sind. MITTE APRIL HATTET IHR EUREN ERSTEN DEUTSCHEN GIG ÜBERHAUPT. WIE KOMMT ES, DASS ES VORHER NOCH NIE EIN KONZERT IN DEUTSCHLAND GAB? Daniel: Wir waren erst 2007 mit der „Firewall“ CD der Meinung, dass wir soweit wären Skorbut auf Konzerten zu präsentieren. Das war unsere eigene subjektive Meinung. Kurz nach der „Firewall“ Veröffentlichung ging Jörg in die Staaten und alle guten Absichten bezüglich Konzerten mussten erst mal begraben werden. Aufgrund der räumlichen Distanz und Jörgs prall gefüllten Terminkalender war es nicht möglich Konzerte zu organisieren. Wir mussten uns neu strukturieren. Armin stieß 2009 als festes Mitglied zur Band und nun haben wir auch wieder die Möglichkeit Skorbut live zu präsentieren. Das Programm kann sich ja auch sehen lassen. Wir spielen einen Schnitt aus vier CDs. UND WIE HAT SICH EUER DEUTSCHER „DEBÜT-AUFTRITT“ ANGEFÜHLT? Daniel: Der Auftritt war okay aber noch ausbaufähig. Letztendlich stehen bei Skorbut ja keine Grünschnäbel auf der Bühne. Ich habe schon mit „kAlte fArben“ an die 40 Konzerte und mit „Das Ich“ an die 200 Konzerte gespielt. Also das Bühnengefühl ist mir durchaus vertraut. WO WARD IHR ALS BAND SCHON ÜBERALL UNTERWEGS? Daniel: Mit Skorbut haben wir erst zwei Konzerte gespielt. Das eine war in Minsk und das andere jetzt auf dem ElekktroShokk-Festival. Möglichkeiten zu spielen, speziell im Ausland, gab es genügend. Leider konnten wir die Termine, wegen Jörgs neuem Wohnsitz, bisher nicht wahrnehmen. WIE SCHAUT ES MIT EUREM WEITEREN SCHAFFEN IN BEZUG AUF SKORBUT AUS? STEHEN ZUM BEISPIEL WEITERE LIVE-GIGS AN? Daniel: Im Juni 2009 sind wir auf alle Fälle für zwei Konzerte in Deutschland gebucht. Das eine findet im Raum Saarbrücken statt und das andere in Essen. Ende Juni soll auch die neue CD „Medium“ fertig sein. Dann beginnen die Arbeiten rund um die Covergrafik und das Veröffentlichungsdatum. Wie schon erwähnt hoffen wir, dass die CD im September oder Oktober erscheint. Weitere Konzerte zur Jahreswende im In- und Ausland sind geplant. Allerdings wird das dann keine Tournee sein, sondern es wird sich um Einzelkonzerte an Wochenenden handeln. Mehr können wir dazu eigentlich noch nicht sagen. VIELEN DANK FÜR EURE ZEIT UND VIEL ERFOLG FÜR DIE EP! WIR LESEN BALD WIEDER VONEINANDER! Daniel: Wir danken Euch für die Plattform. Armin: Ja, danke für das kreative Gespräch und bis bald!

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