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STILL REMAINS (JORDAN WHELAN)

HALLO UND WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND. WIE GEHT’S? Oh, im ganzen soweit gut. Bin etwas kränklich die letzten Tage, aber das geht schon. ALSO IST DIE ROADRAGE-TOUR NICHT IN GEFAHR? Nein, nein. Das klappt schon alles. Evtl. muss ich zwischen den Songs mal kurz hinter die Bühne, um mich zu übergeben, aber das ist auch alles, haha! IHR SEID NOCH NEULINGE IN DEUTSCHLAND. STELL DOCH MAL KURZ DEINE BAND VOR. Ja, uns kennt man hier noch gar nicht so. Also ich selbst spiele Gitarre und habe die Band mit unserem Sänger T.J. vor ca. 4 Jahren gegründet. Ja und vor etwas einem halben Jahr wurden wir doch tatsächlich von Roadrunner gesignt. Unser Debüt „Of Love and Lunacy“ ist nun erst seit einigen Tagen auf dem Markt, und schon sind wir das erste Mal in Deutschland. Alles sehr aufregend für uns! DAS GING JA ALLES SEHR FLOTT. WIE GEHT IHR MIT DEN SCHNELLEN VERÄNDERUNGEN UM? Innerhalb des letzten Jahres ist wirklich sehr viel passiert. Wir haben unsere Platte veröffentlicht und sind jeden Tag, jede Woche irgendwo anders auf der Welt, wo wir noch nie zuvor waren! Abgefahren… Wir waren gerade für 15 Shows in den UK und fast alle waren ausverkauft! Echt krass, wir waren vor einiger Zeit noch ne kleine Band, die ihre Gigs selbst organisieren und finanzieren musste. Und nun sind wir auf der ganzen Welt unterwegs und überall gehen die Kids ab, singen unsere Texte und jubeln uns zu. Voll heftig… MAN SOLLTE DOCH MEINEN, DASS SICH EINE JUNGE BAND ERST IN DER HEIMAT ETABLIERT UND DANN IN DIE WEITE WELT ZIEHT… So haben wir eigentlich nie gedacht. Wir wollten nie eine sogenannte „Ami-Band“ sein. Die ganze Welt soll unsere Musik hören! Wir wollen unsere Chance jetzt nutzen und damit auch z.B. für Euch hier in Europa spielen! Wer weiß, ob das in einigen Jahren weiter so gut läuft und wir die Chance haben herüber zu kommen. Nicht, dass wir nicht gerne in den USA spielen. Das ist ja unsere Heimat. Aber das ist jetzt unsere große Chance, daher nehmen wir alles mit, was wir machen können! NUN ZUR MUSIK! IHR MISCHT JA VIELE STILE. VOM CORE ÜBER METAL ZU MELODISCHEN SOUNDS. WO SIEHST DU EURE HAUPTEINFLÜSSE? Vor allem im skandinavischen, präzise gesagt im schwedischen Metal. Die haben großartige Bands dort, die mich vor allem als Gitarrist nicht mehr loslassen. Da sind IN FLAMES, DRAGONFORCE, SOILWORK oder auch deren Nachbarn von CHILDREN OF BODOM. Also vor allem der Göteborg-Sound hat STILL REMAINS deutlich beeinflusst. Wir sind ja auch Amerikaner und mischen da natürlich den US-Metal mit Schweden-Metal und versuchen dabei natürlich noch einen eigenen Stil zu spielen. Wir wollen nicht wie alle anderen klingen. IHR WERDET JA IN DIE METALCORE-SCHUBLADE GESTOPFT. IST DAS OK FÜR EUCH, ODER INTERESSIERT EUCH DAS GAR NICHT? Eigentlich ist mir das so ziemlich egal. Die Leute brauchen was woran sie sich halten können. Wir passen schon irgendwie in dieses MetalCore-Genre, aber wenn man unsere Scheibe richtig anhört, passen wir auch gut zum „New Wave of American Heavy Metal“. Das wichtigste ist aber, dass die Leute unsere Musik mögen und dazu Spaß haben. Alles andere ist egal. Und im Grunde sind wir alle doch einfach Metal-Bands, egal was die Schubladen sagen. IHR SEIT GERADE AUF DER ROADRAGE-TOUR. AUCH DIESMAL IST WIEDER EINE GUTE MISCHUNG AN BANDS DABEI. WIE SIEHT DAS PUBLIKUM BEI DEN SHOWS AUS? ÄHNLICH GEMISCHT? Jede Band zieht verschiedene Leute. Wir wohl mehr die Corer, 3 INCHES OF BLOOD mehr die klassischen Metaller und TRIVIUM irgendwie beides. So sieht auch das Publikum aus. Aber das ist genau richtig so. Fans der anderen Bands kennen uns meist nicht und umgekehrt genauso. Das motiviert uns alle noch extra, weil wir ja neue Fans für uns gewinnen wollen, und die Fans sind immer sehr offen und hören uns auch zu. Mehrmals kamen schon Aussagen, dass man uns vorher nicht kannte, aber man uns überraschend gut fand. Das ist sehr cool. Der Crowd wächst bei einer Show immer mehr zusammen und am Ende feiern alle miteinander. WIE AUCH VIELE ANDERE BANDS LEGT IHR VIEL AUGENMERK AUF DIE CLEANEN VOCALS. BEI VIELEN DIESER ANDEREN BANDS KLINGEN DIESE ABER OFT WENIG GELUNGEN. BEI EUCH HAT DAS BESSER GEKLAPPT. T.J. hat das wirklich gut drauf. Aber viel besser kann das noch unser neuer Gitarrist Mike Church. Der ist mitten während der Aufnahmen zum Album in die Band gekommen und konnte daher nicht mehr viel zu den Riffs beitragen. Aber er hat sehr viel cleanen Gesang beigesteuert und macht das auch live. Mike ist mittlerweile wirklich ein sehr sehr sehr wichtiger Teil der Band. Auch wenn man es nicht unbedingt hört, sind T.J.’s Vorbilder beim Singen übrigens Bands wie PEARL JAM oder auch NINE INCH NAILS. Er verehrt Eddie Vedder, wenn man das so sagen kann, haha! Bei Mike… moment… Hey Mike, was sind Deine Einflüsse beim Gesang? (man hört ne Stimme im Hintergrund) Ah ja. Also er meint, dass es z.B. DEFTONES und TORI AMOS sind. NA JA, WIE TORI AMOS KLINGT ER ABER NICHT! Haha, ja… hehe. Aber da geht es er um das stimmliche Potenzial und auch die Technik. WIE WICHTIG IST ES EUCH, DASS ZWISCHEN DEN BEIDEN GESANGSTILEN EINE GUTE BALANCE BESTEHT? Es ist immer gut, wenn man eine Art Ausgleich hat. So kommt der Scream-Gesang echt intensiv rüber und bei den cleanen Passagen kann man dann aus sich rausgehen. Es ist auch wichtig im Aufbau der Songs, so dass man nach energischen und brutalen Passagen einen melodiösen Refrain hat, bei dem die Leute schön mitsingen können. Das macht die Songs auch nicht so eintönig. ETWAS UNGEWÖHNLICH BEI DIESER MUSIK IST DER DOCH STARKE EINSATZ VON KEYBOARDS. WIE KAMT IHR DAZU? Oh, ich versuche das mal auf die Reihe zu kriegen. Zach (Keyboarder), ich und T.J. hatten schon eine Band vor STILL REMAINS. Die hieß SHADES OF AMBER. Da hat Zach Drums gespielt. Als wir dann neu anfingen, kam Zach einfach mal dazu und hat mit uns einen Song gezockt. Das kam dann auch bei einem kleinen Gig hier sehr gut an, also haben wir ihn mit in die Band genommen. Das bringt noch mal einen frischen Touch in unseren Sound. Wir wollten ja was anderes und neues machen, da kam das wirklich sehr passend. So ist Zach mit seinem Keyboard nicht mehr aus der Band wegzudenken. Vor allem schreiben er und ich einen Großteil der Musik, daher ist er ein verdammt wichtiger Mann für uns. Er hat sich auch sehr weiterentwickelt und viel über sein Instrument gelernt. Er weiß nun ganz genau, wie er den Sound hinbekommt, den er will. Er ist ein sehr talentierter Musiker und damit motiviert die ganze Band noch mal mehr. ES GIBT DERZEIT EINE UNMENGE AN VERÖFFENTLICHUNGEN, WAS DIESEN NEUEN METAL-TREND BETRIFFT. VIELE FANS REAGIEREN SCHON ETWAS GENERVT. WIE WÜRDEST DU JEMANDEN, DER ES EIGENTLICH NICHT MEHR HÖREN KANN, ÜBERZEUGEN SEINE VORURTEILE BEISEITE ZU LEGEN UND EURE PLATTE ABZUCHECKEN? Die Leute suchen schon nach neuen Sachen. Harte Riffs, catchy Melodien und vor allem kein Einheitsbrei. Man kann da viel sagen, dass man anders klingt und nen eigenen Sound hat. Die beste Chance so was zu bewerkstelligen, ist einfach, dass man diese Person dazu bringt uns live zu sehen. Als Support einer seiner Bands. So kann er sehen, dass wir auch der Bühne alles geben und wirklich einen eigenen Sound haben. Und wenn wir sie live erreichen können, werden sie auch unsere Platte anchecken und sicherlich nicht enttäuscht sein. WÄHREND EURER EUROPA-TOUR SPIELT IHR AUCH BEIM R.A.R./R.I.P.-FESTIVAL. WIRD MAN NERVÖS, WENN MAN BEI EUROPAS GRÖSSTEM FESTIVAL VOR FAST 100.000 LEUTEN SPIELT? Wieviel? Whowhooo… Nein, im Ernst, wir sind überhaupt nicht nervös. Ich glaube zwar, dass ich mir in die Hosen machen werde, wenn wir dort dann auf die Bühne gehen, aber sonst… hahaha! Bislang haben wir vor max. 3000 Leuten gespielt. Und wenn das tatsächlich stimmt, was du sagst, dann werde ich sicherlich aufgeregt sein, wie noch nie zuvor, hehe. WIE GEHT ES FÜR EUCH WEITER, WENN IHR NACH HAUSE KOMMT? Wir werden so eine oder zwei Wochen Pause haben und dann geht es auch gleich weiter. Wir sind dann mit unseren besten Freunden hier von HASTE THE DAY unterwegs. Die bringen bald ein neues Album raus und das ist wirklich top! Mit ihnen werden wir so einen Monat unterwegs sein. Danach wird es noch einige andere Touren geben, aber da ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. Kein Scherz, aber wir würden echt gerne noch mal rüber nach Deutschland und Europa kommen. WIE KOMMT IHR MIT DEN ANDEREN BANDS KLAR AUF DER ROADRAGE TOUR? NE MENGE SPASS? Argh, wir können uns voll nicht ab und hassen uns total… Hahaha!. Nein, wir haben uns während der Dates immer besser angefreundet, und wir haben wirklich viel Spaß und die Konzerte laufen echt gut! Wir sind gerade halb durch und es wäre cool, wenn es weiter so gut läuft! WITZIGE VORKOMMNISSE? Mhmm, mal überlegen. Oh ja…. Ooohhh ja. Pass auf, jeden Tag… aber wirklich so ziemlich jeden Tag kommt jemand zu mir, meist nen Mädel, und sagt mir, dass ich wie der Sänger von A.F.I., Davey Havok, aussehe…. Man, weißt Du, was das für ein Gefühl ist, wenn man für den Sänger von A.F.I. gehalten wird… argh… MHMM, AUF EUREN PHOTOS SIEHST DU NICHT SO… …Gay aus, hahaha! Sag’s ruhig, haha! Ja, aber danke! Aber das schlimmste hier ist eigentlich der Geruch. Ich sage nur… 14 Kerle… in einem Tourbus. Noch Fragen… haha! NU KOMMT MEINE LIEBLINGSFRAGE DERZEIT… Oh oh… MIT WELCHEM KÜNSTLER, WIE ABGEFAHREN AUCH IMMER, WÜRDEST DU GERNE MAL AUFTRETEN? Auf jeden Fall SLAYER!! Aber auch METALLICA wäre ein großer Traum. Und nicht zu vergessen IN FLAMES, weil sie ein wirklich großer Einfluss für uns sind. Dabei sollten dann noch SLIPKNOT sein. MY CHEMICAL ROMANCE wären auch cool. Aber irgendetwas anderes könnt ich mir nicht vorstellen. So Country… SHANIA TWAIN oder so, neeee das muss nicht sein, haha! OK, ZUM ENDE KANNST DEN LEUTEN DA DRAUSSEN NOCH MITTEILEN, WAS DU MÖCHTEST Haha, cool. Ok, also unser Album „Of Love and Lunacy“ ist nun raus. Gebt uns ne Chance, zieht euch unseren Clip auf der Roadrunner-Page rein und kommt zu den Shows. Ihr werdet es nicht bereuen!

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