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THE BLACK SHEEP (JO/ CHARLY)

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZU EUREM ERSTEN LONGPLAYER! WIE FÜHLT ES SICH AN, DIE EIGENE PLATTE IN HÄNDEN ZU HALTEN? Charly: Es ist ein sehr ungewöhnliches und doch sehr tolles Gefühl, endlich mal ein Ergebnis in den Händen zu halten, wofür man so lange gearbeitet hat. Immer wieder hatte man Teile davon auf dem Rechner, auf USB Sticks etc. Aber jetzt ist es endgültig fertig. Das ist toll! WIE WAR’S IM STUDIO? Jo: Keine Frage…total geil! Wir hatten früher schon oft Demos aufgenommen, aber fürs Album so lange und intensiv an den Songs arbeiten und dann auch noch in so einer Qualität aufnehmen zu können, war schon etwas anderes. Die Zeit in Hamburg bei unserem Produzenten Peter Keller war einfach super toll. Wir freuen uns schon auf die nächste Runde fürs zweite Album! AUF EURER PLATTE IST AUCH EIN STÜCK, BEI DEM AYDO ABAY, DER EX-SÄNGER VON BLACKMAIL, ALS GAST MIT VON DER PARTIE IST, WIE KAM ES DAZU? Charly: Wir hatten vor längerer Zeit mit Blackmail zusammen einen Gig gespielt. Da haben wir den Sänger Aydo kennengelernt. Da er ja auch in Köln wohnt, treffe ich ihn immer wieder bei allen möglichen Konzerten und Partys. Dann haben wir jemanden gesucht, der einen Song von uns mitsingt und es hat sich einfach so mit Aydo angeboten. DIE BIOGRAFIE AUF EURER HOMEPAGE HAT INGO VON DEN DONOTS GESCHRIEBEN. WAS VERBINDET EUCH MIT IHM BZW. NATÜRLICH AUCH MIT DEN DONOTS? Jo: Als wir erfuhren, dass Ingo eine neue Biografie von uns schreiben sollte, waren wir begeistert. Das Album „Pocketrock“ war eins der ersten Rockalben, das ich mir gekauft habe… ganz ehrlich! Ich war ziemlicher Fan und habe mir lustigerweise deren alte Biographie ausgedruckt, weil ich die damals so cool fand. UND WIE SEIT IHR ÜBERHAUPT ZUR MUSIK GEKOMMEN? KANNTET IHR EUCH BEREITS VORHER ODER HABT IHR EUCH ÜBER DIE MUSIK KENNEN GELERNT? Charly: Teils so, teils so. Also die Johanna, die Gitarristin der Band, ist ja meine Schwester, insofern kennen wir uns schon etwas länger ;-). Wir haben schon immer zusammen Musik gemacht. Als wir dann eine Bassistin suchten, hat sich das mit der Aurora super angeboten, da sie schon länger in unserem Freundeskreis war und zu dem Zeitpunkt seit kurzem Bass spielte. Die Trish haben wir dann durch eine Anzeige von uns im Internet kennengelernt, da wir einen/ eine Schlagzeuger/ in suchten. Das hat dann beim 1. Treffen sofort geklappt. WIE SEID IHR DENN AUF DEN BANDNAMEN GEKOMMEN? FÜHLT IHR EUCH WIE SCHWARZE SCHAFE? Charly: Eigentlich ist ein „schwarzes Schaf“ ja jemand, der sich negativ aus einer Gruppe hervorhebt. Das sehen wir aber nicht so eng… Der Bandname war einfach von Anfang an da. Wir fühlten uns sofort wohl damit, danach gab’s auch keine Diskussion mehr 😉 WAS IST FÜR EUCH DAS BESONDERE AN EURER MUSIK? Charly: Klar ist für einen selber seine eigene Musik etwas besonderes, einfach weil sie von Herzen kommt und man viel näher mit ihr verbunden ist als mit fremder Musik. Insofern ist das Besondere für uns an unserer Musik, dass wir uns durch sie ausdrücken können. WO SEHT IHR EURE VORBILDER UND EINFLÜSSE? Jo: Wenn man auf die Idee kommen sollte, nach weiblichen Vorbildern in der Rockmusik zu suchen, hat man ja nicht so viel Auswahl. Richtige Vorbilder, auch männlich, haben wir alle eigentlich nicht. Wir sind sehr durch die Rock- und Metal-Szene der letzten 7 bis 8 Jahre beeinflusst. Aber auch durch Pop, Elektro oder auch Jazz. Bands wie Incubus, Muse, Foo Fighters, Linkin Park oder In Flames waren uns aber schon immer wichtig. THE BLACK SHEEP GIBT ES SEIT 2005, IHR SEID ALLE ERST UM DIE 20, ALSO SEID IHR VERMUTLICH MAL ALS SCHÜLERBAND GESTARTET. HABT IHR DAMIT GERECHNET, IRGENDWANN MAL EINEN PLATTENVERTRAG ZU UNTERSCHREIBEN? Jo: Die Richtung war für uns irgendwie schon immer klar, aber dass es dann tatsächlich so passiert ist, lag wohl an einer perfekten Mischung aus guter Vorbereitung, starkem Willen und einer großen Portion Glück zur richtigen Zeit am richtigen Ort live zu spielen ;-). WELCHE PLÄNE GIBT ES FÜR DIE ZUKUNFT? SOWOHL FÜR THE BLACK SHEEP ALS AUCH FÜR EUCH EINZELNE? Charly: Viele, viele Gigs. Und wenn man mal ein wenig rumspinnt, wäre ja eine Japantour auch nicht schlecht 😉 . Jo: Oh ja… schön viel touren, dann ein zweites Album und irgendwann ein drittes. Das wäre super. Und jede für sich will natürlich besser werden. Besser am Instrument, besser im Songwriting. Einfach gut genug um diesen Job die nächsten 30 Jahre machen zu können. VOR KURZEM WAR DER RIESIGE LOTTO-JACKPOT IN ALLER MUNDE. ANGENOMMEN, IHR HÄTTET IHN GEKNACKT UND PLÖTZLICH 35 MILLIONEN ZUR VERFÜGUNG, WAS WÜRDET IHR MIT SO VIEL KOHLE MACHEN? Charly: Ich würde auf jeden Fall viel reisen und dann vor allem in die Band investieren und mir ein richtig geiles Studio mit teurem Equipment kaufen. Jaaaaaaa! Jo: Wenn Charly so ein gutes Studio hat, kann ich ja bei ihr zum Aufnehmen vorbeikommen ;-). Ich würde mir dann ein richtig geiles Auto kaufen. Und eine richtig geile Gitarre noch dazu. UND GLEICH DIE NÄCHSTE WAS-WÄRE-WENN-FRAGE: ES BRENNT UND DIE ZEIT REICHT NUR NOCH, UM EINE PLATTE UND EINEN WEITEREN GEGENSTAND ZU RETTEN. WAS DÜRFTE WARUM AUF KEINEN FALL RAUB DER FLAMMEN WERDEN? Charly: Ich denke, dass wäre Jos und meine FestPLATTE. Da ist einfach mal die ganze Arbeit und die Erinnerungen der letzten 5 Jahre drauf. Von Fotos, Videos bis hin zu Songideen. IHR WOHNT IN KÖLN UND DER KARNEVAL STEHT VOR DER TÜR – SEID IHR MIT DABEI? Jo: Ich finde Karneval super. Dann hat man mehrere Tage frei, Charly hat keine Schule und wir können ungestört proben, weil alle anderen saufen gehen. Ich muss zugeben, dass ich an Karneval versuche so wenig wie möglich mit Karneval zu tun zu haben. KANN MAN SICH IN KÖLN ÜBERHAUPT DAGEGEN WEHREN, „JECK“ ZU SEIN? Charly: Fast nicht. Ich bin Weiberfastnacht als 80er-Jahre-Rockstar zur Schule gegangen. Für so was ist Karneval ganz cool. SOFERN NICHT GERADE DIE FÜNFTE JAHRESZEIT FÜR EINEN AUSNAHMEZUSTAND AM RHEIN SORGT, WELCHE LOCATIONS SOLLTE MAN SICH MAL ABGESEHEN VOM TOURI-ZIEL NR. 1, DEM DOM, AUF KEINEN FALL ENTGEHEN LASSEN? WAS SIND EURE FAVORITEN IN DER STADT? Jo: Also wenn man schon mal am Dom ist, sind es keine 5 Minuten bis zum größten Musikhaus Europas. Auch wenn ich hier keine Werbung machen will, ist ein Besuch im Musicstore für Gitarrenfans echt lohnenswert. Charly: Clubs wie das Underground und direkt gegenüber die Werkstatt sind ein Muss, wenn man einmal abends in Köln auf die Piste will. Toll ist auch der Rheinpark, wenn auf der anderen Seite, hinter dem Kölner Dom, die Sonne untergeht. KOMMEN WIR NOCH MAL AUF DIE MUSIK ZURÜCK: WIE SCHÄTZT IHR DIE CHANCEN JUNGER BANDS IN DEUTSCHLAND EIN, ERFOLGREICH MUSIK ZU MACHEN? Jo: Na ja, da hat man ja schon echt Überraschungen erlebt, wie schnell es gehen kann, richtig erfolgreich zu sein. Andererseits tauchen junge Bands ja auf wie Schneeglöckchen und zwei Monate später sind die wieder weg. Wir sind sehr froh Leute gefunden zu haben, die mit uns auch dann weiterarbeiten wollen, wenn das erste Album nicht total durch die Decke geht. Langsame Aufbauarbeit von jungen Bands ist ja leider sehr selten geworden. WAS MUSS MAN MITBRINGEN, UM GEHÖR ZU FINDEN? WELCHE TIPPS KÖNNT IHR ANDEREN JUNGEN BANDS GEBEN? Jo: Ein bisschen Talent und ganz viel Motivation sollte man schon mitbringen. Danach einfach proben, proben, proben, Konzerte, Konzerte, Konzerte. WAS WÜRDET IHR AUF JEDEN FALL IMMER WIEDER GENAUSO MACHEN UND WAS IST NICHT SO TOLL GELAUFEN? Jo: Wir haben bei der Produktion des Albums ehrlicherweise ein paar Ehrenrunden gemacht, die man sich am Ende hätte sparen können… Aber eigentlich sind wir froh, alles genauso gemacht zu haben. Jetzt wissen wir, was man direkt lassen kann und wo es sich lohnt nachzuhaken. GAB ES AUF EUREN KONZERTEN VIELLEICHT EREIGNISSE, DIE EUCH BESONDERS IM GEDÄCHTNIS GEBLIEBEN SIND? Jo: Besonders positive Erinnerungen, wie die Konzerte auf der In Extremo Tour, bleiben genauso hängen wie lustige Pannen. Charly hat mal bei einem Supportgig für Polarkreis 18 bei der Ansage aus Versehen „Polarkreis 7“ gesagt… Zugegebenermaßen waren die Jungs damals noch nicht so bekannt wie heute. War aber letztendlich eher lustig, als dass die sauer waren. UND MIT WEM WÜRDET IHR GERN MAL DIE BÜHNE TEILEN? Charly: Oh, da gibt’s natürlich einige. Toll wären z.B. Foo Fighters, Muse, aber auch Rammstein. DANN WÜNSCHE ICH EUCH VIEL GLÜCK, DASS DIESER WUNSCH IN ERFÜLLUNG GEHT UND DANKE EUCH, DASS IHR EUCH DIE ZEIT FÜR MEINE FRAGEN GENOMMEN HABT. DAS LETZTE WORT GEHÖRT EUCH, HIER HABT IHR NOCH MAL GELEGENHEIT, UNSEREN LESERN ALLES ZU SAGEN, WAS EUCH WICHTIG IST. Jo: Wir haben uns letztes Jahr tierisch für unser Album ins Zeug gelegt und freuen uns wahnsinnig, dass es Ende März endlich raus kommmt. Wir sind sehr gespannt darauf, wie es bei euch ankommt und freuen uns immer über Rückmeldungen im Gästebuch oder bei Myspace. Also, hört mal rein ;-).

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