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TYSKE LUDDER

TYSKE LUDDER SIND OLD SCHOOL. DAS BEDEUTET „EHRLICHE“ UND SCHWEISSTREIBENDE MUSIK SOWIE KRITISCHE AUSSAGEN OHNE PLATITÜDEN. AUCH IM FOLGENDEN INTERVIEW NEHMEN DIE HERREN KEIN BLATT VOR DEN MUND UND ERLÄUTERN U.A. IHRE SICHT DES „SCHWARZE SONNE“-SKANDALS BEIM DIESJÄHRIGEN WGT UND WARUM HANNOVER EINE LANGWEILIGE KONZERTSTADT IST… HALLO ZUSAMMEN, SEHR NETT, DASS IHR UNS HEUTE EIN PAAR FRAGEN BEANTWORTET. WIE WAR EUER AUFTRITT AUF DEM WGT? Albert: Der Auftritt beim WGT war mal wieder phänomenal. Das Publikum ist tierisch gut abgegangen und die Atmosphäre im Werk II ist einfach unbeschreiblich. Leider haben einge Leute keinen Einlass mehr gefunden, sorry, aber wir sind in diesem Jahr noch des öfteren zu sehen und dann soll das ja wohl klappen. ALSO ICH HABE EUCH IM WERK II GESEHEN UND ES WAR EIN FEST! DIE MASSE HAT GETOBT, DIE STIMMUNG WAR SUPER UND IHR HABT EINE TOP PERFORMANCE GELIEFERT. WAS MEINT IHR, SCHÄTZEN DIE FANS AN EURER MUSIK? Z 67: Ich denke das Publikum schätzt die Kombination aus treibenden Stücken, ehrlichen Texten und der dazugehörigen visuellen Untermalung. Wir sind geradlinig und nehmen kein Blatt vor den Mund, versuchen aber nicht, die Menge zu beeinflußen. Jeder, der elektronische Musik schätzt, kommt aus meiner Sicht auf seine Kosten. IHR SEID NICHT MEHR DIE ALLERJÜNGSTEN, MACHT ABER EINEN TOPFITTEN EINDRUCK, HABT IHR EIN SPEZIELLES SPORTPROGRAMM? Olaf: Der solide Lebenswandel machts, kein Alkohol, keine Drogen…Das war jetzt gelogen. Albert und Z 67, die bei Liveauftritten ganz klar das Zepter in der Hand haben, sind von je her ausdauernde Geschöpfe und haben sich lange Zeit sportlich betätigt, sie wissen ganz genau, wie man den inneren Schweinehund überwindet. Albert ist heute noch ein fanatischer Läufer, der jede Woche seine Runden dreht und Z ist in meinen Augen ein Konditionsphänomen, jedenfalls auf der Bühne. Nach dem Auftritt gleicht der Backstagebereich dann doch eher einem kleinen Lazarett, aber wir kriegen die beiden mit der richtigen Medizin immer wieder hin. FRÜHER HABT IHR EUCH NICHT SO HÄUFIG AUF BÜHNEN BLICKEN LASSEN, HEUTE SIEHT DAS ANDERS AUS. WARUM DIESER STIMMUNGSUMSCHWUNG? Z 67: Hier spielte der Faktor Zeit eine große Rolle. Früher war es unheimlich schwer für uns, die Angebote so zu nutzen, dass ein zusammenhängender Schuh daraus wurde. Seit unserer Zusammenarbeit mit Black Rain wurde dieser Part von Gerald übernommen und koordiniert. Seit Jahresbeginn sind wir nun bei W.O.D. unterVertrag, was uns gleich zu Beginn des Jahres eine Kurztour mit DAF bescherte. UND GLEICH MAL EINE ETWAS HEIKLE FRAGE: ES GIBT ÄRGER UM DIE DARSTELLUNG EINER SCHWARZEN SONNE AUF DER OBSORGEKARTE. ASP HABEN ANGEKÜNDIGT, DIE VERANSTALTUNG ZU BOYKOTTIEREN, SOLANGE DAS NICHT GEKLÄRT IST. WAS DENKT IHR DARÜBER? KÖNNT IHR DAS VERHALTEN NACHVOLLZIEHEN? Albert: Das ist natürlich nicht gerade klug, ein eindeutig nationalsozialistisches Symbol, nämlich die schwarze Sonne aus der Wewelsburg, auf der Obsorgekarte des WGT abzubilden, das nennt man wohl ganz klar durchgefallen, obwohl ich der festen Überzeugung bin, dass hier definitiv keine faschistische Absicht vorlag und von Seiten des Designers einfach völlig unbedarft gehandelt wurde. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass wir diesen Fauxpas entschuldigen oder unter den Teppich kehren wollen, aber man sollte das ganze nicht überbewerten und einen kühlen Kopf dabei bewahren. Viel sonderbarer finde ich den Rattenschwanz, den das alles so nach sich zieht. Jetzt kommen wieder die erhobenen Zeigefinger angelaufen und wollen uns weißmachen, dass die Szene sowieso schon länger von der rechten Bewegung unterwandert wird. Ich verfolge diese Beschuldigungen und an Hexenjagd grenzende Polemik einiger weniger Sittenwächter mit immer größer werdenden Verwunderung, zumal wir selbst schon Ziel solcher Beschuldigungen geworden sind. Ich könnte hier noch so einige grenzdebile Behauptungen und Schreibereien aufzählen, aber das würde den Rahmen sprengen. Zu den Hexenjägern (u.a. ASP u.ä. Erscheinungen) kann ich eigentlich nur folgendes sagen: Wer versucht, seine Zuhörerschaft mit aus meiner Sicht pseudowissenschaftlichen, pseudoreligiösen Mythen zu manipulieren und labile Gothics zu seinen „Jüngern“ macht, sollte sich erst einmal selbst die Frage stellen, welche Farbe seine Gesinnung trägt, bevor er andere auf den Scheiterhaufen wünscht. Im Endeffekt schafft es die Szene irgendwie immer wieder selbst, Negativschlagzeilen zu produzieren. WOLLTET IHR DIE SCHAREN SCHON IMMER MIT EBM UND ELECTRO BESCHALLEN ODER GAB ES EINST EINE ANDERE ZIELRICHTUNG? Olaf: Wir kommen urprünglich aus der Waveszene und haben auch in verschiedenen Waveprojekten musiziert. Der Wandel zur elektrolastigen Musik vollzog sich in 1989, als wir uns immer mehr mit der aufkeimenden EBM-/ Industrial-Szene identifizierten. EUCH GIBT ES NUN SCHON SEIT FAST 20 JAHREN. WIRD DAS REICHLICH GEFEIERT? Z 67: Wir feiern eh immer reichlich, dazu brauchts kein 20. Jubiläum und von Sebstbeweihräucherung halten wir sowieso nichts.   ZWISCHENDRIN, SO UM DIE JAHRTAUSENDWENDE GAB ES AUCH EINMAL EINE AUSZEIT. WIE KÖNNT IHR UNS DIESE ERKLÄREN? Albert: Nach den Aufnahmen zur Creutzfeld-EP 1996 war bei uns die Luft so ein bißchen raus. Dazu kam die private Neuorientierung der Mitglieder in beruflicher und familärer Sicht. Wir haben zwischendurch einige Beiträge für Sampler beigesteuert aber für eine ganze Scheibe hat’s irgendwie nie gereicht. Als wir dann in 2003 die Möglichkeit hatten im Beatclub in Dessau aufzutreten hat uns der Virus wieder gepackt. DANN HABT IHR EUCH 2004 WIEDER VEREINT UND IHR SEID ZUM LABEL BLACK RAIN GEGANGEN. UND DANN WURDE SO RICHTIG GAS GEGEBEN. NEUES ALBUM, VERSCHIEDENE RE-RELEASES, MEHR KONZERTE…. WIE WAR DIESER, ICH NENNE ES EINMAL „NEUANFANG“ DAMALS FÜR EUCH? WIE IST DER KONTAKT ZUM LABEL ENTSTANDEN? Olaf: Der Neuanfang war eigentlich gar nicht so schwer, weil wir bei unserem Wiedereinstieg ja ziemlich euphorisch empfangen wurde. Material und Ideen hatte sich über die Jahre eh angesammelt und es galt eigentlich nur noch zu klären, welches Label für uns in Frage kommen würde. Als wir dann Gerald bei einem gemeinsamen Auftritt mit Feindflug in Magdeburg kennenlernten fiel die Entscheidung, bei Blackrain zu unterschreiben, nicht schwer. WIE SEHT IHR DIE ENTWICKLUNG DER ELECTRO SZENE VON EUREN ANFÄNGEN BIS HEUTE? IST QUALITÄT HEUTE WENIGER WERT ALS AUSSENDARSTELLUNG? Z 67:  Es hat sich so einiges getan, neue Genres wurden begründet und wieder zu Grabe getragen und es gibt mittlerweile eine Flut von Bands aus aller Herrenländer. Aber leider fängt die Szene immer mehr an sich selbst zu kopieren oder in der Tekknoszene zu wildern. Unter den Jüngern der Harshszene scheint es so zu sein, dass diejenige Band, die am perversesten und lautesten schreit und auf der Bühne rumsaut, den meisten Applaus erhält – auch nicht schlecht. IHR WARD U.A. BEREITS SUPPORT VON DAF. WIE WAR DAS FÜR EUCH? SEID IHR GUT MIT GABI AUSGEKOMMEN? Albert: Die DAF-Tour hat uns die Möglichkeit gegeben, an Orten zu spielen, die wir bis dato noch nicht bespielt hatten. Bis auf einen Auftritt war es mächtig geil, aber Hannover ging gar nicht, so ein langweiliges, arrogantes Publikum habe ich noch nie im Leben gesehen, da kann ich mich der Szenemeinung nur anschließen, die Steigerung von langweilig heißt Hannover. Mit Gabi sind wir ausgezeichnet ausgekommen, Starallüren Fehlanzeige. NUN ERSCHIEN GERADE ERST „ANONYMOUS“, EIN WEITERES SEHR GELUNGENES WERK VON EUCH. MEINER MEINUNG NACH DAS BESTE ALBUM BISHER, VON EUCH, OHNE DIE ÄLTEREN SCHEIBEN JETZT IRGENDWIE ZU DISKREDITIEREN. WELCHE UNTERSCHIEDE KÖNNT IHR UNS ZU DEN BISHERIGEN VERÖFFENTLICHUNGEN NENNEN, WAS HABT IHR ANDERS GEMACHT? Z 67: Das hängt damit zusammen, dass wir uns dieses Mal zu einer anderen Arbeitsweise entschlossen hatten. Erstmalig hatten wir mit Sebastian von Wertstahl einen Produzenten an Bord, der die gesamte CD betreute. Den Masteringpart hat Jan von Noisuf-X übernommen, den wir im letzten Jahr beim Infest in Bradford kennengelernt haben. Beide Entscheidungen haben aus unserer Sicht dazu beigetragen, dass „Anonymous“ eine experimentellere Note als seine Vorgänger hat und der Sound härter und deftiger klingt. Uns gefällt’s auf jeden Fall und „Anonymous“ gibt unsere Sicht der Welt sehr gut wieder, die sich tatsächlich in den letzten zwanzig Jahren nicht verbessert hat. WIE SIEHT ES MIT DER AUFGABENVERTEILUNG BEI EUCH AUS? Albert: Olaf ist sozusagen unser Mastermind, er komponiert die Stücke vor, gibt uns die musikalischen Ideen und produziert die Stücke. Live hat er eher den unscheinbaren Part des Sytnymannes. Z 67 ist hauptsächlich für den Drumpart zuständig, gibt Anregungen, um die richtigen Beats zu setzen und mittlerweile komponiert er auch das ein oder andere Stück. bei Liveauftritten betätigt er sich als Livedrummer, Shouter und gibt den stimmlichen Backroundsound. Ich selbst bin für die gesamten Texte zuständig, gebe entweder die Themen vor oder hole mir Anregungen über zuvor ausgesuchte Samples. Grundsätzlich hat also jeder seinen Part, wobei wir bei der endgültigen Produktion als Kollektiv arbeiten, das heißt der Endmix wird von allen abgenickt, was aber natürlich nicht ohne die eine oder andere Differenz einhergeht. DAS ALBUM GIBT ES IN ZWEI VERSCHIEDENEN AUFLAGEN. EINMAL ALS „NORMALE“ CD UND EINMAL ALS BOX. WAS BEFINDET SICH ALLES IN DER BOX? IST SO EINE BOX EIN WIRKSAMES MITTEL GEGEN MP3-PIRATERIE? Olaf: Mit der limitierten Digibox wollen wir den Sammlern unter den Fans was besonderes an die Hand geben. In ihr befindet sich neben dem Tonträger ein TL-Pin, eine eigenhändig unterschriebene Autogrammkarte (1.000 Stück an einem Tag, welch Schreibleistung) und ein Faltposter von uns. Gegen Internet-Piraterie gibt es glaub ich kein Mittel, damit werden wir uns abfinden müssen, denn die Zeit läßt sich nun mal nicht zurückdrehen, glücklicherweise. EURE TEXTE SIND MAL WIEDER STETS GERADE HERAUS UND MITTEN IN DIE FRESSE, EBEN OHNE EIN BLATT VOR DEN MUND ZU NEHMEN. WONACH WÄHLT IHR EURE LYRIK AUS? Albert: Unsere Texte sind ein Spiegelbild der Gesellschaft. Unsere Themen entdecken wir sozusagen im täglichen Studium menschlichen Verhaltens, egal wie und wo es sich präsentiert. Ob nun über die Medien oder als Liveperformance im Alltag, der Mensch ist schon ein verdammt interessantes, einfallsreiches und unberechenbares Tier. Besonders wenn es darum geht anderen zu schaden kennt der Einfallsreichtum keine Grenzen. Daraus resultierend geben also der Mensch und sein Verhalten die Themen vor, mal eher allgemeiner, mal brandaktuell wie z.B. bei der Scientific-EP letztes Jahr. IHR SEID SEHR RELGIONSKRITISCH UND NEHMT AUCH BEI POLITISCHEN THEMEN KEIN BLATT VOR DEM MUND. DAS UNTERSCHEIDET EUCH VON VIELEN GENRE KOLLEGEN, DIE JA MAXIMAL IRGENDWELCHE SPLATTER TEXTE HABEN. IST DAS EINE SACHE DER PERSÖNLICHEN EINSTELLUNG, DER ALTEN SCHULE? Albert: Wir wollen Mißstände aufzeigen, haben aber nicht den Anspruch, Verbesserungsvorschläge zu geben oder gar mit erhobenem Zeigefinger aufzuwarten. Wir versuchen einerseits am Puls der Zeit zu sein, schrecken aber andererseits auch nicht vor vermeintlich banalen Themen zurück. Es muss uns berühren und es muss uns interessieren. Banalitäten haben bei uns nichts verloren. Da kann es im Text hoch lyrisch zugehen wie bei „Maschinestaat“ oder eben auch mal den Menschen aufs Maul geschaut und abgeleitet wie bei „Bastard“ WAS MEINT IHR, IST DIE WIRTSCHAFTSKRISE EIN AUSDRUCK ALLEN GESELLSCHAFTLICHEN ÜBELS? WIE KANN DER EINZELNE ETWAS DAGEGEN TUN? Z 67: Früher oder später ist es halt mit jedem Wachstum vorbei und dann kommt der Katzenjammer. Es wäre jetzt zu komplex, hier über die Gründe, die geldgierigen Banker, Manager, Politiker etc. zu sprechen, da wurde wirklich schon genug geredet. Was kann jeder einzelne machen? Keine Ahnung, sich besaufen? FRYA FRESENA IST EIN ALTER FRIESISCHER WAHLSPRUCH. WAS BEDEUTET EUCH PERSÖNLICH FRIESLAND BZW. DIE FRIESISCHE HEIMAT? Olaf: Wir sind Friesen und sind auch stolz darauf.Wir besitzen einen gewissen Lokalpratriotismus und hoffen dafür nicht gleich als rechtes Gesindel abgestempelt zu werden. Im historischen Rückblick galten die Friesen immer als unabhängiges, wehrhaftes Volk, das aber eher Konflikte scheute, es sei denn, es ging um ihre Unabhängigkeit. Wir sehen das ganze als Hommage an das Recht auf Selbstbestimmung und die Unabhängigkeit der Völker. Wir erteilen damit jeglicher Art von Unterdrückung und Okkupation eine ganz klare Absage. BASTARD IST EIN SEHR KONTROVERSES STÜCK MUSIK. MAN KÖNNTE DAS GANZE EVT. EINEN PUBERTÄREN SPASS NENNEN, EINE PERSIFLAGE AUF HELLECTRO ODER IST ES DOCH EIN SOZIOGRAMM EINES GESTÖRTEN. WOLLTET IHR DA MAL SO RICHTIG DIE SAU RAUSLASSEN? Albert: Bastard spielt mit der Fantasiewelt und der Selbstgefälligkeit eines heranwachsenden Sexualtäters, der sich in der Prägungsphase befindet, praktisch vor dem Ausbruch. Beeinflußt durch die vielfältigen Reize, die auf Ihn einwirken und die zunehmenden Ausprägung der gewalttätigen Fantasien wird es irgendwann nicht mehr ausreichen diese nur in der Fantasiewelt auszuleben. Der Ausbruch ist vorprogrammiert, wenn das keiner erkennt oder helfen kann. MICH WÜRDE AUCH MAL DER HINTERGRUND DES SONGS „KHALED AKER“ VOM VORGÄNGER ALBUM INTERESSIEREN, DER JA AUF EINEN FALL AUS DEM JAHRE 88 ZURÜCK GEHT (RAF/ TIETMEYER). WAS IST DIE AUSSAGE? EIN RECHT AMBIVALENTES STÜCK, DAMIT HABT IHR SICHER NICHT NUR FREUNDE GEWONNEN. GAB ES HEFTIGE REAKTIONEN? Z 67: Wir haben lange überlegt, bevor wir „Khaled Aker“ auf das Album genommen haben. In Zeiten von unberechenbarem Terrorismus aus allen extremen Lagern hat das ganze schon eine gewisse Brisanz. Im Endeffekt waren die Reaktionen aber fast durchweg positiv, da wir in Khaled Aker nicht Religion oder Personenkreise angreifen sondern einfach Ross und Reiter und deren Überzeugungen beim Namen nennen, nicht mehr und nicht weniger. WAS HAT EUCH AN DEM ORIGINAL „PANZERLIED“ VON LABELKOLLEGEN JESUS AND THE GURUS SO FASZINIERT, DASS DIESER TRACK VON EUCH GECOVERT WURDE? ES IST JA RECHT UNÜBLICH, EINEN NOCH AKTUELLEN TRACK ZU BEARBEITEN. Olaf: Mit den Gurus verbindet uns mittlerweile eine langjährige Freundschaft, die weit über die Musik hinausgeht. Gabrielle war als Teil der Feindflugcrew im Sommer 2008 mit uns auf der Südsturmtour und fuhr in unserem Bus mit. Die ersten Aufnahmen zur neuen Gurus-CD waren gerade fertiggestellt und „Panzer“ entwickelte sich zu einem viel gehörten Stück auf der Tour. Als wir „Anonymous“ aufnahmen hatten wir die Idee, eine Elektroversion des Stückes zu machen. Gabrielle hat sofort zugestimmt und so haben wir die Version erarbeitet. Ich denke nicht, dass es nachteilig ist, das wir ein aktuelles Stück genommen haben. WELCHE MUSIK HÖRT IHR PRIVAT UND WELCHE AKTUELLEN ELECTRO ACTS SCHÄTZT IHR PERSÖNLICH? Albert: Also wir sind da sehr vielseitig. Wir hören uns durch den gesamten Elektrobereich und mögen auch die etwas deftigere Gitarrenmusik. Ab und an wird auch mal ne AC/DC-Scheibe eingelegt. Was definitiv nicht bei uns läuft sind die aktuellen Charts, da haben wir überhaubt keine Berührungspunkte. Einige Combichrist-Stücke der neuen Scheibe gefallen mir sehr gut und es gibt diverse Dauerbrenner von verschiedenen Bands. WIE SCHAUEN EURE PLÄNE FÜR EUER WEITERES SCHAFFEN AUS? TOUR, VIDEO…? Z 67: Für den Sommer stehen noch das Summerdarkness in Utrecht und das M’era Luna in Hildesheim auf dem Plan. Für den Herbst haben wir eine kleine Clubtour auf dem Programm, die uns unter anderem auch nach Berlin führen wird. Für Dezember gibt es Pläne, kurz nach England zu gehen und die eine oder andere Anfrage für die 2. Dezemberhälfte gibt es auch noch. Es wird auf jeden Fall nicht langweilig. Das nächste Album haben wir für Herbst 2010 in Planung. VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW. IHR HABT DOCH BESTIMMT NOCH EINEN WEGWEISENDEN SPRUCH FÜR EURE FANS DA DRAUSSEN AUF LAGER? Wir haben noch lange nicht das Höchstmaß an Grausamkeit, Gewalt und Kriminalität erreicht, im Gegenteil, wir stehen erst am Anfang der Spirale und niemand weiß, wo das Ganze noch hinführen wird. Die Hemmschwellen sinken immer weiter. Schaun wir mal, was alles noch so kommt. Bleibt locker, Tyske Ludder wird euch zu gegebener Zeit informieren. 

1 Kommentar

  1. ratte sagt:

    Ein Lob an Tyske Ludder dafür, dass sie immerhin klar benennen, worum es sich bei der Schwarzen Sonne handelt. Dann hört es aber auch schon auf. ASP als Hexenjäger zu bezeichen, die die schwarze Szene diffamieren wollen, weil sie wegen der Obsorgekarte das WGT boykottieren. Die Schwarze Sonne war nicht der erste und einzige „Fauxpas“, den sich die WGT-Veranstalter in dieser Hinsicht geleistet haben. Es ist schwer zu glauben, dass dies unbeabsichtigt geschah. Tyske Ludder vertauschen hier die Seiten, indem sie sich selber als Hexenjäger gegen ASP und Co aufspielen.

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