Konzert Filter

11. FREE FOR ALL FESTIVAL

Ort: Weener - Stapelmoor

Datum: 09.07.2016

Die Jugendlichen pilgerten ausgelassen vorbei an den „Kleinstadtidyll-Vorgärten“ in Richtung Festivalgelände. Dort warteten neben regionalen und überregionalen Bands diverse Essens- und Bierstände auf die Besucher des 11.Free For All Festivals. So gab es Pizza, Slush, Zuckerwatte, Falafel, Chinesisches Essen, Burger, Curry- und Rostbratwurst. Zusätzlich konnte man an den Merch-Ständen sein Geld loswerden, Sea Shepard und Pixxen.de unterstützen, Lose kaufen, Nintendo zocken, Free Hugs bekommen und sich auf der Fotocouch fotografieren lassen. Die beste Crew der Welt, bestehend aus freiwilligen Helfern, unterstützte das non-kommerzielle Festival, welches sich über den Bierverkauf finanziert. So wurde reichlich getrunken und auch die Bands animierten zum Weitertrinken.

Eröffnet wurde das kleine Festival um 11.20 Uhr mit BUENA VISTA SUICIDE CLUB und es dauerte seine Zeit, bis sich das Gelände füllte. Zu Beginn setzte sich das Publikum aus Jung und Alt zusammen. Auf Punks, Metal- und Hardcore-Fans trafen Kleinkinder und Senioren, die auf Picknickdecken und unter den Bäumen im Biergarten gemeinsam entspannten. So standen auch nur wenige Fans bei MARY BLEEDS WINE in der ersten Reihe. Immerhin gab es im Anschluss bei dem Auftritt von REDESTRUCTION Headbanging an der vordersten Front, dahinter kann dann erst einmal Wiese.

Musikalisch hauten die Chemnitzer DYING HUMANITY mit „I am King“, „Abused“ und „Bloodshot Eyes“ in Sachen Härte voll auf die Zwölf. Das Duo PAUL, mit Sänger Paul am Bass und am Schlagzeug der „andere“ Paul, überzeugte wiederum mit Songs wie „Lion“, „Fight“ und „Placebo“, obwohl sie keinen Metal spielten. Der Auftritt von GIANT ROOKS wurde bereits von PAUL zu Recht angepriesen und die jungen Musiker lieferten Art Pop ab, der in die Beine ging und so sah man einige Besucherinnen zu „Smaland“ tanzen. Im Anschluss ging es für GIANT ROOKS beim Talge Open Air weiter.

Noch verzeichneten die Autogrammstunden einen größeren Andrang als die Auftritte der ersten Bands. Wer selbige verpasst hatte, der konnte den einen oder andern Musiker zwischen den Fans im Publikum entdecken, so tauchte neben Stanislav auch Andy von CALIBAN und Aaron von BETRAYING THE MARTYRS auf. Auch die Schlangen an den Festivalbändchen und den Getränkemarken wuchsen zu fortgeschrittener Zeit an.

Bei AELEMENT wurde es nun voller vor der Bühne und die Fans ließen sich durch den einsetzenden Regen ihre Laune nicht verderben. Die Bremer legten mit „Die Nacht brennt“ los, das Cover „Last Resort“ (PAPA ROACH) lud zum Mitsingen ein und der Auftritt gipfelte in einem Circle Pit zu „Nightfall“.

Mit dem Gig von WALKING DEAD ON BROADWAY gab es neben dem Regen nun auch eine volle Breitseite Deathcore und Bühnennebel zu „Path Of Exile“. Der Song „Last Existence“ endete in einem fetten Circle Pit. Auch die erste Wall Of Death durfte nicht fehlen. Im Anschluss räumten TO THE RATS AND WOLVES u.a. mit „Revenge“ und „Blackout“ ab, wobei die Fans dazu Oh-Chöre anstimmten.

Auch KILL THE DJ heizten der Meute ein und die Coverversion von „Anywhere For You“ (JOHN MARTIN) animierte erneut die Stimmbänder. Obwohl der Regen zugelegt hatte, stieg die Partystimmung zu dem Electrocore, der stark an ESKIMO CALLBOY erinnerte, weiter an. Zum Ende nahm Wu ein Bad auf der Menge und stand mit leichter Verspätung für das Abschlussfoto bereit.

Endlich endete der Dauerregen mit dem Auftritt zu ASTROID BOYS, die Rap mit Metalgitarre und DJ kombinieren. Das Publikum sah man nun zu „Brudda“ „Ghost“ und dem neuen Song „Fallback“ Armbouncen. Mit „Minging“ endete der Auftritt und Benji ging ein letztes Mal ans Bühnenende. Noch ganz beschwingt sangen die Besucher während der Umbaupause zu „The Sound Of Da Poice“ von KRS ONE mit.

Mit dem Auftritt von ANY GIVEN DAY wurde nun auch die Grabenschlampen gefordert. Mit jedem neuem Crowdsurfer stiegen Stimmung und Energie der Security. Schon den ganzen Tag über waren die Jungs im Graben zu Späßen mit dem Publikum aufgelegt. Doch bevor die Abrissbirne zu „Never Say Die“ geschwungen werden konnte, gab es für das Gemüt des Drummers Seifenblasen, da Soundcheckprobleme an seinen Nerven vermutlich zerrten. Nicht nur vor, sondern auf der Bühne herrschte mit Beginn der Show eine ausgelassene Stimmung – zu „Endurance“ gab es eine Wall Of Death und das obligatorische Hinknien und anschließende Jumpen machten die Fans trotz schlammigen Bodens bei „Posession“ mit. Ja, auch die Besucher des Free For All kennen SCOOTER und ihr unverkennbares DöpDöp Döp…. Mit „Diamonds“ endete das Set, wobei Dennis gemeinsam direkt mit dem Publikum den Song performte.

Es folgte nun zu WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER ein Intro, das nicht gut aber schön war. Schnell die Schnürsenkel zugebunden und ab ging es in den Circle Pit zu „Ich Mache Was Mit Medien“. Fleißig wurde bei „Superföhn Bananandate“ mitgeklatscht und weiter ging die Party mit „Makellos“ und Exorzist“. Auch der Klassiker „13 Wünsche“ und ein Handy-Lichtermeer zu „Alles Was Ich Will“ durften nicht fehlen. Spontan haben sich WBTBWB mit TO THE RATS AND WOLVES zusammengetan um von DEICHKIND „Remmidemmi“ auszugsweise zu performen. Zum letzten Song „Meine Brille“ konnten die Fans noch einmal bis zur Erschöpfung springen.

Nun blieb den Besuchern genug Zeit, sich von den Anstrengungen zu erholen, denn es passierte… Nichts. Die Uhr zeigte bereits die Auftrittszeit von BETRAYING THE MARTYRS an, doch keine Band, kein Soundcheck. Nichts passierte. Mittlerweile dünnte das Publikum aus und der Auftritt von FACHPERSONAL wurde gestrichen. Mit viel Gegenlicht und Wasser spuckend traten mit fast einer Stunde Verspätung die Franzosen auf und legten umgehend mit „Liberate Me Ex Inferis“ los. Es folgte eine Entschuldigung für die Technikprobleme, und weiter ging das Set unter anderem mit „Love Lost“ und „Live Is Precious“. Energiegeladen und posenstark präsentieren BETRAYING THE MARTYRS ihren Deathcore mit Klargesangsparts von Victor, der auf der Bühne umherwirbelnd bewies, dass mal selbst mit einem Keyboard unter dem Arm headbangen kann.
Zuletzt sei noch erwähnt, dass BTM an einem neuen Album arbeiten.

Ein fettes Dankeschön geht an die ehrenamtlichen Festivalhelfer und an die Leute, die mir geholfen haben, mein im Schlamm festgefahrenes Auto rauszuholen. Bleibt abschließend noch zu sagen: Fuck The Rain!

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu AELEMENT auf terrorverlag.com

Mehr zu ANY GIVEN DAY auf terrorverlag.com

Mehr zu ASTROID BOYS auf terrorverlag.com

Mehr zu BETRAYING THE MARTYRS auf terrorverlag.com

Mehr zu DYING HUMANITY auf terrorverlag.com

Mehr zu GIANT ROOKS auf terrorverlag.com

Mehr zu MARY BLEEDS WINE auf terrorverlag.com

Mehr zu PAUL auf terrorverlag.com

Mehr zu REDESTRUCTION auf terrorverlag.com

Mehr zu TO THE RATS AND WOLVES auf terrorverlag.com

Mehr zu WALKING DEAD ON BROADWAY auf terrorverlag.com

Mehr zu WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER auf terrorverlag.com