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AMPHI FESTIVAL 2008 – TAG 2

Ort: Köln - Tanzbrunnen

Datum: 20.07.2008

Amphi Tag 2

Zu frühnächtlicher Stunde durch einen COVENANT-Klingelton geweckt macht wir uns am Sonntag morgen ein weiteres Mal auf nach Köln, vorbei an unzähligen Baustellen auf der A1. Ob ich diese zu Lebzeiten wohl noch mal richtig befahrbar erleben werde? Nun denn, heute gab es keine Schlangen, alle VIPs waren versorgt und auch die kurze Taschenkontrolle wurde unbeschadet überstanden. Danach stand man dann vor der eher erschreckenden Wahl, welche der völlig überteuerten Speisen man heute denn zu sich nehmen wollte. Keine Kritik am Veranstalter, das ist halt Tanzbrunnen Politik und nennt sich hierzulande „soziale Marktwirtschaft“. Da kam eine Elfentruppe aus guter alter Zeit zum mittäglichen Einsingen gerade recht.
(TK)

MEDIAEVAL BAEBES

Die MEDIAEVAL BAEBES sind eine Art Mittelalter Girl Group aus London, die sich sogleich hinter ihren Efeuberankten Mikrophonständern verschanzte und eine farblich dazu abgestimmte Kleidung trug. Die 6 Damen mit den unterschiedlichsten Haarfarben trällerten ein paar nette Weisen in den unterschiedlichsten Sprachen und wurden zudem von ein paar Percussionisten im Hintergrund begleitet. Hin und wieder wurde auch beherzt eine Blockflöte zur Hand genommen. Die freundliche Ausstrahlung der Damen und ihre unbekümmerte Art kam bei dem durchaus schon zahlreich vorhandenen Publikum gut an, wenngleich dieser Sound nun nicht gerade zu meiner Lieblingsmusik mutieren wird.
(TK)

Setlist MEDIAEVAL BAEBES
Miseria Nomine
Love Me Broughte
Kinderly
Snake
I Sing Of A Maiden
Yonder Lea
Ecce Mundi Gaudeum
Return Of The Birds
How Death Comes
Averil

SPIRITUAL FRONT

Mein zweiter Tag begann wie der erste geendet hatte – im Theater. Dort eröffneten heute meine Lieblings-Italiener SPIRITUAL FRONT und statt Pizza oder Pasta gab es trotz des Starts um 12:30 Uhr mittags nihilistischen Mafia-Folk-Balladen-Pop. Circa 600 Frühaufsteher hatten sich schon zu dieser fast intimen Vorstellung eingefunden und wurden mit einem „Thanks for coming at Frühstück time“ begrüßt. Die vier Hauptdarsteller hatten sich wieder in ihre bekannten Anzüge geschält und legten bei der knapp bemessenen Spielzeit von nur einer halben Stunde auch gleich los. Offenbar waren die Herren aber recht ausgeschlafen, denn bereits beim 2. Stück „Bastard Angel“ wurde mächtig Energie entfacht. Im Programm befanden sich auch zwei neue Stücke, darunter mit „Darkroom Friendship“ ein im Refrain auffallend catchiges Lied mit schöner Italo-Leadgitarre. Ansonsten hielten sich die Mannen um Simone „Hellvis“ Salvatori aber an ihre besten der bekannten Stücke. „Jesus died in Las Vegas“ wurde da mal schnell zu „Jesus died in Deutschland“, „Song for the old man“ von der „Satyriasis“ Split mit ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO habe man mit eben jener „swedish boygroup“ aufgenommen und „Slave“ wurde vom sonst sitzenden Sänger mit der Klampfe auf dem Boden liegend zu Ende gespielt. Ein Mega-Auftritt, viel besser kann ein Sonntagmorgen nicht beginnen…
(gerrit [pk])

Setlist SPIRITUAL FRONT
I walk the (dead)line
Bastard Angel
Darkroom Friendship
Jesus died in Las Vegas
Loved or Defeated
Song for the old man
Slave

THE LOVECRAVE

Weiter ging es an diesem italienisch geprägten Frühnachmittag mit THE LOVECRAVE auf der Hauptbühne, eine Formation aus Mailand bzw. Venedig, die man in etwa in Richtung metallisch angehauchter Gothic Rock einordnen kann. M’era Luna Besucher des Vorjahres mögen die nicht gerade super-innovative Truppe vielleicht schon schätzen gelernt haben, mir geben Kompositionen wie „My Soul“, „Nobody“ oder „Little Suicide“ nicht viel, die allesamt vom „The Angel and the Rain“ Debüt aus dem Jahre 2006 stammen. Nichtsdestotrotz versteht Sängerin Francesca was von Posing und kommt auch sonst recht sympathisch rüber.
(TK)

SPECTRA*PARIS

Nach dem ersten Highlight des Tages in Form von SPIRITUAL FRONT sollte nun ein weiterer interessanter Italien-Act auf dem Programm stehen. SPECTRA*PARIS, das Sideprojekt von Elena Fossi, hauptberuflich Sängerin bei KIRLIAN CAMERA, wollte sich heute der Zuhörerschaft präsentieren. Und davon waren sogar recht viele anwesend, wenn man bedenkt, dass das Debütalbum „Dead Models Society (Young Ladies Homicide Club)“ noch nicht so alt ist. SPECTRA*PARIS ist aus der Formation SIDERARTICA hervorgegangen und besteht auch noch aus der gleichen Besetzung, die da wäre Elena Fossi, Cristina Restani, Antonella Costa, Cinzia Azzali sowie Francesca Volpi und Claudia Capitani, welche für die Bühnenshow zuständig sind. Beim Aufbau turnte auch Angelo Bergamini, Mastermind von KIRLIAN CAMERA, mit auf der Bühne rum und war dann auch später für den Sound der vier Damen mit verantwortlich. Nach NACHTMAHR am Vortag kam nun zum zweiten Mal die im Hintergrund aufgebaute Videoleinwand zum Einsatz. Wurde darauf doch zuerst mit einem netten Text die Band angekündigt und im weiteren Verlauf diverse Bilder und Filmchen eingespielt, unter anderem von Barbie, diverse Manga Ausschnitte von Zeichentrickfrauen in hautengen Anzügen und Megabrüsten aber auch das Cover von Stanley Kubricks „A Clockwork Orange“ tauchte immer mal wieder auf. Gestartet wurde nach dem Intro mit der „Spectra Murdershow“ und das Gehörte machte einen mehr als guten Eindruck. Elektropop vom Feinsten und man könnte demnächst vielleicht in einem Atemzug mit CLIENT oder LADYTRON genannt werden. Weiter ging es mit „Lucky City Oversight“, welches schon im Jahre 2004 unter dem damaligen Namen SIDERARTICA auf dem Album „Shapes And Colours From The Land Of God“ erschienen ist. Natürlich durfte auch die inzwischen bei vielen Bands obligatorische Coverversion nicht fehlen. Hier hat man sich für das Stück „Mad World“ entschieden, welches im Original natürlich von den TEARS FOR FEARS in den späten 80ern veröffentlicht wurde und durch den Film „Donnie Darko“ und der Interpretation von GARY JULES noch einmal ziemlich erfolgreich wurde. SPECTRA*PARIS haben dem Lied ein bisschen mehr Schwung und Sex Appeal verliehen und das wurde noch mit Videoeinspielungen von Erotik- und Gewaltszenen gekonnt unterstrichen. So spielte man sich noch durch ein paar weitere Lieder des aktuellen Albums und ließ dann das Publikum mit verdammt vielen und interessanten Eindrücken zurück. Auf jeden Fall eine Band, die ich im Auge behalten werde.
(Death Angel)

LETZTE INSTANZ

Nach vollendeter Akustiktour durch etliche Kirchen Deutschlands zum Album „Das Weisse Lied“ und der Lesereise zur Fan-Anthologie „Weisse Geschichten“ starteten nun die Dresdner Musiker der LETZTEn INSTANZ, um einen ihrer stimmungsgeladenen Festivalauftritte zu absolvieren. Specki T.D. nahm als erster seinen Platz am Schlagzeug ein, dicht gefolgt von den restlichen Bandmitgliedern M. Stolz (Violine), B. Cellini (Cello), Holly D. (Gitarre), Micha (Bass) und zuletzt Sänger Holly, begleitet durch herzlichen Beifall vom Publikum der gut gefüllten Mainstage. Der gefühlvolle Shouter ganz in schwarz mit weißen Schuhen zog die Zuschauer sogleich in seinen Bann und animierte ständig zum Mitmachen bei Songs wie „Maskenball“ oder „Wir sind allein“. Bei diesem Titel rief er alle dazu auf, sich gegenseitig an die hochgestreckten Hände zu fassen und diese hin- und her zu schwingen. Trotz der frühen Nachmittagsstunden war die Stimmung schon ausgezeichnet und es wurde gerade im mittleren Bereich der Bühne heftig getanzt und mitgesungen. Die Klassiker „Das Stimmlein“ und „Rapunzel“ durften natürlich auch nicht fehlen und bei letzterem gab es an diesem Tage eine ALICE COOPER „Poison“-Einlage. Wieder war es eine wahre Freude, allen Bandmitgliedern beim Spiel zuzusehen und gerade der Bewegungsdrang von Benni und M. Stolz an ihren filigranen Instrumenten war bewundernswert. Voller Energie sprangen alle im Takt und rockten die Bühne auch zu „Mein Todestag“ oder „Ohne Dich“. Nach nur 40 Minuten war der Auftritt dann auch schon wieder Geschichte und man belohnte das sympathische Septett mit heftigem Applaus und Zugaberufen.
(Cath)

CINEMA STRANGE

Getreu dem Motto „Öfter mal was Neues“ hatte ich mich gegen die LETZTE INSTANZ entschieden und war im Theater geblieben, um mir CINEMA STRANGE anzuschauen. Kannte ich zwar den Bandnamen aber darüber hinaus auch nichts weiter. Ich hatte mich im Vorfeld nur in so weit informiert, dass die Herren aus Kalifornien stammen und eine abgefahrene Bühnenshow im Programm haben sollen. So war ich dann einfach mal gespannt, was da auf mich zukommen würde. Kurz darauf wurde es dunkel im Theater und drei Herren, namentlich Lucas Lanthier (alias Zampano) sowie die Brüder Michael und Daniel Ribiat (alias Lafitte und Yellow) betraten die Bühne. Und es bot sich mir ein gar lustiges Bild, trug Lucas doch Damenpumps, ein Rüschenblüschen und dazu einen Schnauzbart wie man ihn sich bei einem Zampano vorstellt. Ergänzt wurde das Ganze durch eine runde Hippiesonnenbrille. Und auch Michael und Daniel standen dem in nichts nach, hatte der eine sich doch gekleidet wie ein Amish und der andere hatte sich in eine silberglänzende Schnürhose geworfen und trug gar abenteuerliches Make Up. Das war nun tatsächlich mal nicht 08/ 15 und fiel an diesem Wochenende erfrischend aus dem Rahmen. Gestartet wurde mit „En hiver“ vom Album „Cinema Strange“ aus dem Jahre 2000 und „One Time, One Summer“, bei dem Herr Lathier auf, neben und unter seinem mitgebrachten Stuhl rumturnte. Im weiteren Verlauf bekam ich aber leider nicht allzu viel von der gebotenen Show mit, da ich einfach zu klein bin und auch nicht das Glück hatte, in den vordersten Reihen zu stehen. Schade an sich, denn ich musste nach kurzer Zeit feststellen, dass CINEMA STRANGE nicht ganz meinen musikalischen Nerv trafen, ich aber gerne die Show gesehen hätte. Im kommenden spielte man sich dann einmal quer durch die inzwischen 14jährige Bandhistorie mit Songs wie „Mr. Quilt“, „Needlefeet“ oder „Unlovely Baby“, bevor man zum Abschluss das auch auf dem selbstbetitelten Album „Cinema Strange“ enthaltene „Greensward Grey“ anstimmte. Dem zahlreich erschienenen Publikum schien es auf jeden Fall gefallen zu haben und das ist ja die Hauptsache.
(Death Angel)

Setlist CINEMA STRANGE
En Hiver
One time, one summer
The red and silver fantastique and the libretto of the insipid minstrel
Mr. Quilt
Aboriginal anemia
Needlefeet
Unlovely baby
Greensward grey

DAS ICH

Rechtzeitig vor 15 Uhr fand ich mich erneut vor der Mainstage ein, um in der freundlichen sonntäglichen Nachmittagssonne auf den von vielen Seiten mit Spannung erwarteten Auftritt von DAS ICH zu harren. Die Bühne wurde derweil mit den üblichen Utensilien ausgestattet und sah dann pünktlich richtig schön rustikal nach DI aus. In der hinteren Mitte gab es die beiden beweglichen Metall-Ausleger, auf denen rechts und links die Keyboards Platz genommen hatten und davor, Kreuz ähnlich, der Mikrophonständer. DAS ICH, das sind logischerweise Bruno Kramm und Stefan Ackermann, die unermüdlich bereits seit den späten 80er Jahren mit diesem Projekt in der schwarzen Musikwelt unterwegs sind und ihren Hörern elektronisch-symphonische Klänge zu deutschen Texten präsentieren. Mit auf der Bühne hatte man Live Keyboarder Marty Söffker, der sich in einen blutbefleckten Metzgerkittel geworfen hatte (passend zur neuen Scheibe, wie man süffisant mitteilte), während Stefan einmal mehr mit nacktem Oberkörper/ rotem Ganzkörper Make Up und Bruno mit gewohnter „Zweihorn-Frisur“ performten. Die Herren traten an und legten gleich mit „Der Schrei“ kräftig los. „Guten Morgen Köln“, rief uns Stefan danach zur Begrüßung zu, „…wie schön, dass ihr alle schon so früh da seid, um uns zu hören, um drei Uhr morgens….“ Und für so manch einen unter den Anwesenden war es vermutlich, zumindest gefühlt, wirklich noch arg früh, je nachdem, wie lange man der Aftershowparty des vorangegangenen Samstags beigewohnt hatte… Schnell und erwartet böse ging es weiter mit „Kain und Abel“ zur Sache und auch der Titeltrack von dem für Herbst 2008 angekündigten neuen Langspieler „Kannibale“ wurde nicht ausgelassen. Die schwarze Gemeinde feierte die bizarre Truppe freudig, bevor eine Stunde, einige Hits und viele visuelle Eindrücke später auch schon wieder das Ende des Auftritts schlug. Man wollte einmal pünktlich zum Ende kommen, so hatten sie es eigener Aussage nach versprochen: „Alle Veranstalter hassen uns sowieso bereits, da wir immer dazu neigen, mit unserer Show gnadenlos zu überziehen.“ So die letzten Worte von Sänger und Bewegungswunder Stefan, bevor dann tatsächlich überpünktlich der imaginäre Vorhang fiel und die Mannen von DAS ICH verschwunden waren.
(IKA)

Setlist DAS ICH
Der Schrei
Kain und Abel
Schwarzes Gift
Kannibale
Kindgott
Sodom und Gomorra
Gottes Tod
Destillat

LACRIMAS PROFUNDERE

Die bayrische Gothic Rock Truppe mit den vielen Besetzungswechseln schickte sich als nächstes an, die Indoor Stage mit dunkel-romantischen Gitarrenklängen zu beglücken. Leider weitestgehend ohne uns, denn abgesehen davon, dass es mal wieder Zeit für die Nahrungsaufnahme war, fehlte leider ein Bandspezialist in unseren Reihen. Zumindest aber können wir hier die Setlist aufführen (natürlich ohne Gewähr) und etwas Negatives ist uns aus dem Hangar auch nicht zu Ohren gekommen.
(TK)

Setlist LACRIMAS PROFUNDERE
A Pearl
Again It’s over
We shouldn’t be here
My Mescaline
Veins
Dear Amy
Should
Sacrificial Lamb
Ave End

L`ÂME IMMORTELLE

Nach dem etwas obskuren Auftritt von CINEMA STRANGE gönnte ich mir jetzt vermeintlich leichtere Kost und hatte mich dazu entschlossen, mir zum ersten Mal L’ÂME IMMORTELLE zu gönnen, die von Honey als im Backstage Bereich „lauteste Band“ angekündigt wurden. Sonja im grau-schwarzen Kleid, welches Dekolletémäßig nicht viel Platz für Fantasien ließ und Thomas Rainer mit obligatorischer schwarzer Hornbrille enterten die Bühne, um sofort mit dem pathetischen „Bitterkeit“ loszulegen. Thomas, der am Vortag schon mit seinem Solo-Projekt NACHTMAHR am Start war, machte einen recht frischen und ausgeschlafenen Eindruck, berichteten doch Augenzeugen, dass er bei der nächtlichen Aftershowparty äußerst aktiv gewesen sei (um an dieser Stelle doch mal einen Namen zu nennen). Weiter ging es mit „Fear“ vom 2004er Album „Gezeiten“ und das Publikum nahm dieses auch begeistert auf, war doch inzwischen recht viel los vor der Mainstage. Da mich die gebotene Show, trotz recht „ausladender“ Choreographien, jetzt aber nicht unbedingt vom Hocker riss (ja, steinigt mich ruhig), entschloss ich mich stattdessen lieber Nahrung zu mir zu nehmen, da mein restlicher Plan für diesen Tag das eigentlich zeittechnisch ausschloss. So hörte ich mir das Ganze dann lieber aus der Ferne an und bekam mit, dass man noch Sachen wie „1000 Voices“, „Blutrot“ und den Klassiker „Life will never be the same again“ spielte, bevor man zum Abschluss „5 Jahre“ intonierte.
(Death Angel)

SOKO FRIEDHOF

In Erwartung einiger schöner Foto-Motive ging es nun wieder in die düstere Gruft, in welcher die Soko Köln äh Friedhof uns eine kleine Aufwartung machen wollte. Dabei handelt es sich um ein Nebenprojekt der Berliner UNTOTEN um den charismatischen David A. Line, der von der liebreizenden Greta Csatlós stimmlich wie optisch unterstützt wurde. Dazu kamen noch 2 gothige GoGo-Tänzerinnen, die aber in der allgemeinen Düsternis eher untergingen. Der Sound der Combo ist parodistisch angelegt und wenn man ehrlich ist, ziemlich belanglos. Hier geht es eher um eine Verbalhornung schwarzer Klischees und ein wenig Erotik, wobei ich eins anmerken möchte: Wenn Greta schon in einem superkurzen Mini auftritt, sollte sie darunter vielleicht lieber einen Tanga denn einen Schlüpfer tragen, wirkt irgendwie konsequenter. Als sich dann noch ein Spiel mit Uniform-Klischees anbahnte, musste ich leider wieder die Bühne wechseln, aber ich glaube nicht, hier noch Wesentliches verpasst zu haben.
(TK)

SUICIDE COMMANDO

Da will man mal eine Band draußen sehen und schon regnet es… Doch welch Wunder, offenbar hatten SUICIDE COMMANDO ihre Regler so eingestellt, dass durch die kräftigen Beats die dunklen Wolken vorübergehend vertrieben werden konnten, denn kurz nach ihrem Beginn klarte es etwas auf. Johan van Roy hieß die große Menschenmenge vor der Bühne mit einem schmissigen „We are Tokio Hotel“ willkommen und startete in ein bewährtes SC Set. Ein Stündchen Zeit stand zur Verfügung, die mit diversen Band-Klassikern gefüllt werden sollte. Von „Dein Herz, meine Gier“ bis „Love breeds suicide“ war alles dabei, was Rang und Namen hat. Lediglich die zahn- da beatlose Version von „One Nation under God“ verschaffte da eine kurze Atempause, bevor es mit „Hate me“ von der „Noise Terror Compilation Vol. 2“ wieder munter weiter ging. „Munter“ auch die überraschende Einlage eines Die Hard Fans, der urplötzlich auf die Bühne geklettert war und sein Idol JvR innig an sich drückte, wobei sein Rückengroßes SC-Tattoo bestens zur Geltung kam. Zum Ende hin öffneten sich dann leider die Himmelstore wieder und es goss zeitweise derart aus Kübeln, dass „Fuck you bitch“ und „Hellraiser“ sprichwörtlich ins Wasser fielen, bevor mich mein Weg dann schnell wieder ins Innere führte…
(gerrit [pk])

Setlist SUICIDE COMMANDO
Bind Torture Kill
Menschenfresser
Conspiracy with the devil
Dein Herz, meine Gier
Cause of death: Suicide
Raise your god
One nation under god
Hate me
Love breeds suicide
Fuck you bitch
Hellraiser

CLAN OF XYMOX

Nachdem ich mir noch den Beginn von SUICIDE COMMANDO auf der Mainstage angeschaut hatte, mich das aber eher kalt ließ, begab ich mich wieder ins Theater, um mit der Entdeckung für mich neuer Bands fortzufahren. So führte ich mir dann den Auftritt von CLAN OF XYMOX zu Gemüte, von denen ich eigentlich nur „Jasmine and Rose“ und den Artikel von Ronny Moorings aus dem „Gothic II“ Buch kannte. Und so war ich auch hier gespannt, was mich erwarten sollte. Anscheinend sagte einigen SUICIDE COMMANDO nicht so wirklich zu, denn es war ziemlich voll oder es lag daran, dass es draußen inzwischen begonnen hatte zu regnen. Auffallend war auch, dass sich recht viel ältere Zuschauer eingefunden hatten, was aber auch kein Wunder ist, musiziert die Band (in wechselnder Besetzung) doch schon seit fast 25 Jahren miteinander. Nachdem die Bühne dann kräftig eingenebelt worden war, startete man fast 10 Minuten zu früh mit „Farewell“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahre 2003 und „Weak in my knees“ aus dem Jahre 2006. Zwischendurch erzählte Ronny dann immer mal wieder etwas auf Deutsch, lebt der gebürtige Niederländer doch inzwischen in Leipzig. Weiter ging es mit „Calling you out“ und dem eben auch mir bekannten Klassiker „Jasmine and Rose“, bevor man „Louise“ anstimmte. Und so gut mir das auch gefiel, was ich da hörte, beschloss ich trotzdem mich wieder an die frische Luft zu begeben, denn im Theater war es inzwischen recht warm und stickig und mit EISBRECHER sowie DIARY OF DREAMS sollte mir ja später noch eine lange Zeit darin bevorstehen.
(Death Angel)

Setlist CLAN OF XYMOX
Farewell
Weak in my knees
Calling you out
Jasmine and Rose
Louise
Heroes
This world
There’s No tomorrow
A day
Muscoviet Musquito

PROJECT PITCHFORK

Als dann PROJECT PITCHFORK an der Reihe waren, wurde die Menge durch lustige „Schilder-Hochhalte-Spielchen“ angeheizt, „Applaus“ usw. – sehr nette Idee. Unter dem Beifall der Menge kamen die Herren nun auch ans Tageslicht oder sollte ich lieber Regendämmerung sagen? Übergut gelaunt sprang als erstes Dirk Scheuber an sein Keyboard und man begann mit „God Wrote“, das als Anheizer schon immer gut zu gebrauchen war. Spilles tauchte kurz danach auch schon klassisch bemalt auf der Bühne auf und bewies wiederum sein Können als Live Musiker. Es folgte ein großes Spektrum des PP-Schaffens und erwartungsgemäß wurden die älteren Songs mehr bejubelt, insgesamt kamen mir die alten Gassenhauer der ersten drei Alben allerdings zu kurz. Natürlich durfte auch der Hit „Timekiller“ nicht fehlen, der mit dem AND ONE Remix meiner Meinung nach nicht mithalten kann, aber wenigstens gab es den kleinen Seitenhieb auf selbige, als Spilles plötzlich mittendrin anfing, die „Deutschmaschine“ zu besingen, sehr nett. Wenn man den nicht ganz optimalen Gesang ein wenig verdrängt, war es ein anständiger Gig, aber sicherlich auch nicht das Highlight des Tages. Im Grunde muss ich einem Kollegen von mir Recht geben, die Ära PROJECT PITCHFORK sollte vielleicht endlich abgeschlossen werden, ihre Zeit ist eigentlich vorbei, und das sage sogar ich als alter PITCHFORK Fan.
(Neo)

EISBRECHER

Mein letztes Amphi Abenteuer 2008 hörte auf den Namen EISBRECHER, die nach ihrem „Ausweichgig“ im letzten Jahr diesmal mit einer hinteren Position im Billing belohnt worden waren. Dementsprechend groß war auch der Jubel, als Rampensau Alexx in voller Montur die Bühne enterte und „Kein Mitleid“ anstimmte. Die später folgenden „Schwarze Witwe“ und „Ohne Dich“ widmete er den zahlreichen Damen im Publikum („No pain, no glory“), von denen einige offenbar einen Narren an dem Münchener gefressen hatten. Nicht nur, dass dieser während „Ohne Dich“ ununterbrochen in Seifenblasen eingehüllt wurde (die allerdings von einem Mann initiiert wurden, Anm. des Fotographen), nein, es wurde auch mehrfach mit seinem freien Oberkörper kokettiert. Doch soweit waren wir ja noch nicht… Zwischenzeitlich wurde erstmal Olli Pohl, der neue Mann am Bass, vorgestellt. Eigentlich ein alter Bekannter und ehemaliger MEGAHERZ- sowie EISBRECHER Weggefährte, wie später noch zu erfahren war mit unglaublichem Tinnitus und daher genau der richtige Mann für EISBRECHER… Vor „Vergissmeinnicht“ musste sich Alexx hingegen erst mal mit einer Kippe „stärken“. Wenn’s der sonoren Stimme denn dienlich ist, darf hierfür auch schon mal das Nichtraucherschutzgesetz vorübergehend außer Kraft gesetzt werden… Ebenfalls präsentiert werden sollte die brandneue Single „Kann denn Liebe Sünde sein“, allerdings nur verbal als Ankündigung, denn spielen könne man sie noch nicht. So ging es unaufhörlich Richtung Zugabenteil, in dem unter anderem mit „Mein Blut“ und „Miststück“ noch einmal einige Knaller rausgehauen wurden. Zu guter Letzt fiel dann trotz eines „langen, harten Winters“ auch noch die letzte Bastion, als Alexx wie von den Mädels herbeigesehnt seinen Oberkörper schließlich doch entblößte. Es hilft ja alles nichts, aber seinen Ruf als „der Checker“ muss man eben fördern…
(gerrit [pk])

Setlist EISBRECHER
Kein Mitleid
Leider
Antikörper
Angst?
Schwarze Witwe
Vergissmeinnicht
Phosphor
Eisbrecher
Ohne Dich
Zeichen der Venus

Mein Blut
Willkommen im Nichts
Miststück

AND ONE

Zeit für etwas wahnwitzigen Charme in Verbindung mit 80er Nostalgie. Die Rede ist natürlich von Steve Naghavi, der zunächst mal die Hauptbühne mit einem großen Vorhang vor allzu neugierigen Blicken schützen ließ. AND ONE, die ja zuletzt mit ihrer „Bodypop Cover Lover Supershow“ sehr erfolgreich durch die Lande tourten, sind für einen unterhaltsamen Headliner Gig jederzeit zu haben und so ging es auch mit „The Sun always shines on TV“ gleich richtig peppig los. Sogleich fiel auch die Abdeckung und dahinter waren in einer Art mehrstufiger Schaltzentrale mit Bandlogo die beiden Schergen des lieben Steve an den Reglern aktiv. Namentlich natürlich Gio van Oli und Chris Ruiz, von dem aus dem Fotograben kaum mehr als die Kappe sichtbar war. Naghavi war augenscheinlich gut drauf, flirtete mit den Kameras, schnitt Grimassen und alberte auch sonst herum, vor so vielen Leuten spielt der Herr ja nun auch nicht alle Tage. Es folgten „Stand the Pain“ sowie ein weiteres Mal an diesem Wochenende der „Timekiller“, bevor leider die Traumtagebücher uns schon wieder in die Innenhalle lockten. Allerdings gab es nachher noch mal die Möglichkeit, in die „Und Eins“-Show hineinzuhorchen, die einen weiteren Höhepunkt in der PET SHOP BOYS Coverversion „It’s a Sin“ fand. Aber auch Eigenkompositionen wie „Steine sind Steine“, die „Military Fashion Show“ oder das von Ruiz energisch intonierte „Fernsehapparat“ kamen bestens bei den Electro Jüngern an, die mittlerweile nicht mehr mit dem Regen zu kämpfen hatten. Ein sehr gelungener, konsenzfähiger Ausklang auf der großen Mainstage nach 2 Tagen musikalischen Düstermenüs.
(TK)

DIARY OF DREAMS

Jetzt hieß es entscheiden: Lieber AND ONE draußen oder DIARY OF DREAMS drinnen genießen. Ich wählte, im Gegensatz zu vielen anderen, die Herren von DIARY OF DREAMS. Mag ich diese doch ausgesprochen gerne und ihr Auftritt in Hannover war mir in guter Erinnerung geblieben. So erkannte ich auch sofort das Intro wieder, als es dann mit einigen Minuten Verspätung losging und die Herren nach und nach mit Kutten und Kapuzen bekleidet die Bühne betraten, um ihr Spoken Word Stück darzubieten. Musikalisch wurde mit „Nekrolog 43“, dem Titelstück des aktuellen Albums, gestartet und sofort hatten sie das Publikum um den Finger gewickelt. An den T-Shirts konnte man erkennen, dass viele Fans anwesend waren und es wurde auch sofort mitgesungen und getanzt. Weiter ging es mit „The Plague“, das auf „Nekrolog 43“ enthalten ist und als Single ausgekoppelt wurde, sowie dem älteren „Chemicals“ vom 2000er Album „One of 18 Angels“. Von der Bühnenshow an sich bekam ich dann aber leider nicht so viel mit, da ich dieses Mal nicht das Glück hatte, in der ersten Reihe zu stehen und sich ein Schrank von einem Mann vor mir aufgebaut hatte. Dafür kam ich in den Genuss, von zwei mehr als betrunkenen Mittvierzigerinnen im BLUTENGEL T-Shirt angerempelt zu werden, die ihre Schrittfolge beim Tanzen nicht mehr so ganz koordinieren konnten. Es folgten „She“ und „Butterfly: Dance!“ und so langsam machte es den Anschein, als wollte man sich einmal durch sämtliche Hits der Bandgeschichte spielen, was ich natürlich mehr als toll fand und nur begrüßen konnte. Daraufhin stellte Adrian die Frage ans Publikum, ob hier irgendwelche Menschenfreunde anwesend seien und somit war auch klar, was der nächste Song sein würde. „MenschFeind“ wurde dann auch frenetisch bejubelt, bevor es mit dem etwas beschaulicheren „AmOK“ weiterging. Ich war inzwischen hin und weg und vergaß vor lauter Genuss fast das Mitschreiben. Und dann war es soweit, das allseits beliebte „Traumtänzer“ wurde angestimmt und jeder, der jemanden dabei hatte, der fürs in den Arm nehmen in Frage hätte kommen können, konnte sich wohl glücklich schätzen. Ich hatte immerhin meinen mitgereisten Fotographen, der diese Aufgabe gerne übernahm. Mit „Soul Stripper“ wurde es dann wieder etwas „härter“ und tanzbarer, bevor Herr Hates bei „Kindrom“ mit „All the psychos in the world can’t bring me down“ wahre Worte von sich gab. Zum Abschluss des offiziellen Sets gab es dann noch das treibende „The Curse“ auf die Ohren, bevor man fürs erste die Bühne verließ. Doch die Herren waren noch nicht ganz verschwunden, da wurden schon die Rufe nach einer Zugabe laut und man ließ sich auch nicht lange bitten. So stimmte man dann noch „Giftraum“ und „Panik?“ an und als Rausschmeißer spielte man „She and her darkness“ in der Akustikversion. Danach sollte es dann mit dem ersten Teil der Aftershowparty weitergehen, bevor gegen 23.45 Uhr noch der Gig von den KRUPPS auf dem Programm stand. Wir machten uns an dieser Stelle dann aber auf den Weg zum Auto, schmerzten doch die Füße und war der Heimweg noch lang. Dafür übernahm dann wiederum eine andere Kollegin das schreiberische Ruder.
(Death Angel)

Setlist DIARY OF DREAMS
Intro
Nekrolog 43
The Plague
Chemicals
She
Butterfly: Dance!
Hypo)crypticK(al
MenschFeind
AmoK
Traumtänzer
Soul Stripper
Kindrom
The Curse

Giftraum
Panik?
She and her darkness (akustisch)

DIE KRUPPS

Nach einer guten Stunde Pause, in der DJ Gillian sein Können am Pult auf der Bühne im Theater bewies, den Feierwilligen mit etlichen Clubhits einheizte und selbst dazu richtig abging, begann der Umbau für die als „Final Option“ betitelte KRUPPS-Show. Leider verzögerte der Beginn sich um eine halbe Stunde und erst um 0:15 Uhr gingen die Lichter im rappelvollen Theater aus. Gespannt beobachten die dicht gedrängten Zuschauer das Geschehen und begrüßten DIE KRUPPS mit tosendem Beifall. Bereits 1980 wurde die Band durch Jürgen Engler und Ralf Dörper gegründet und nahmen seit jeher großen Einfluss auf die internationale Elektronik- und Industrialszene. So beeinflussten sie die Stilrichtung des EBMs maßgeblich, entwickelten sich soundtechnisch von rein elektronisch zu rockig/ gitarrenlastig weiter und erschufen somit ihren ganz eigenen Stil. Weiterhin zur (Live-)Formation gehörten Rüdiger Esch am Bass, Achim Färber am Schlagzeug, Chris Lietz am Keyboard und Marcel Zürcher an der Gitarre. Von Null auf Hundert ging es los mit brachialem Sound und „Dawning of Doom“, gefolgt von dem Hit „Crossfire“. Jürgen Engler bewegte sich schnell und agil von einer Bühnenseite zur anderen und beugte sich immer wieder weit zum Publikum vor, während er ins Mikro sang. Diese streckten ihm begeistert ihre Arme zu, die er immer wieder abklatschte. Die Show blieb durchweg explosiv und energetisch – ohne jegliche Anzeichen von Müdigkeit zogen die Musiker ihr Set spielfreudig und sympathisch durch. Die Setlist ließ ebenfalls keine Wünsche offen. So gesellten sich zu den Klassikern auch neuere Stücke wie „5 Millionen“ oder der mit den Damen von CLIENT aufgenommene VISAGE-Klassiker „Der Amboss“. Auch Englers „Stahlofon“ kam bei „Germaniac“ und „Metal Machine Music“ zum Einsatz. Die Lichtshow mit imposanten LEDs, welche die Bühne abwechselnd in grell weißes und rotes Licht tauchten war ebenfalls ein Hingucker. Ich betrachtete das Ganze aus der letzten Reihe ganz hinten im Theater und hatte einen tollen Gesamtblick auf das Geschehen. Die Massen aller Altersgruppen bewegten sich heftig mit erhobenen Händen und feierten trotz später Stunde. Das PROPAGANDA-Cover „Dr. Mabuse“ in spezieller Version ergänzte die geniale Setlist. Natürlich konnten DIE KRUPPS nach so einem Auftritt nicht einfach so gehen und nach heftigem Beifall und fordernden Rufen nach Zugabe, bedankte sich Jürgen für die Geduld und stimmte den Song „To the Hilt“ an, bei dem die sowieso schon explosive Stimmung nochmals gesteigert werden konnte. Mit „Fatherland“ war um halb zwei wirklich Schluss und es blieb ein beeindrucktes und ausgepowertes Publikum, welches zum Teil noch die Aftershow-Party im Theater genoss.
(Cath)

Setlist DIE KRUPPS
Dawning of Doom
Crossfire
5 Millionen
Germaniac
Der Amboss
Dr. Mabuse (PROPAGANDA)
2 Herzen, 1 Rhythmus
Tod und Teufel
Alive
The Great Divide
Metal Machine Music
High Tech, Low Life
Machinieries of Joy

To the Hilt
Fatherland

Damit hatte das vierte Amphi-Festival in den frühen Montag Morgen Stunden ein energievolles Ende gefunden und die überwiegende Mehrheit der 12.000 Besucher dürfte mit schönen Erinnerungen nach Hause gepilgert sein. Die straffe Organisation, die überaus freundliche Atmosphäre, das fast durchgängig gute Wetter sowie das wirklich abwechslungsreiche Line Up dürften die kleineren Kritikpunkte schnell vergessen machen. Für das nächste Jahr steht mit FRONT 242 bereits ein Hochkaräter fest, der dann sicher auch genügend Spielzeit zugeteilt bekommen wird. Wir sind dabei und nicht allein…
(TK)

Copyright Fotos: Karsten Thurau außer DIE KRUPPS/ CLAN OF XYMOX (Dani Vorndran)/ LACRIMAS PROFUNDERE (Thomas Nattermann)

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