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AND ONE – F.O.D.

Ort: Berlin - Columbiaclub

Datum: 23.01.2009

AND ONE “Ladies Night”

Es war eine kalte nasse Winternacht in Berlin, als AND ONE zur Ladies Night in den Berliner Columbiaclub luden. Aber es regnete nicht, nein, das waren die gesamten Tränen der Männer, weil sie genau wussten, wie viel Spaß ihre Frauen an diesem Abend haben würden. Zum ersten Mal in der Musikgeschichte sollte es Konzerte, getrennt nach Geschlechtern, geben. Den Anfang machten natürlich die Ladies.

Pünktlich kurz nach 20.30 Uhr betraten die Supporter von F.O.D. die Bühne und entfachten ein Feuer der synthetischen Musik. Die Oschatzer Band war in weißen Anzügen und mit gleichfarbigen Mundmasken zugegen und brachte die Menge von Anfang an zum tanzen. Sänger Daniel „eXcess D“ marschierte und tanzte energisch über die Stage und die beiden Keyer An/dress und André „van der gerk“ machten ihrerseits Party hinter ihren Arbeitsgeräten. Der Sound war sehr druckvoll und elektronisch aufgeladen und es machte wirklich Spaß, den Jungs zuzuschauen. Beim Cover „No Good“, im Original von THE PRODIGY bekam Daniel Unterstützung von Gastsängerin Jennifer Pecorilli, besser bekannt als Frontfrau der Leipziger Band VICTIM IN VAIN. Auch sie konnte die knapp 600 Mädels mit ihrer Stimme und Performance begeistern. Der Song wandelte sich dann in ein mehr als gelungenes Cover von „Your My Heart, Your My Soul“, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tat. Neben dem schon genannten Medley gab’s dann auch noch „Runaway“ zu hören und nach leider nur einer halben Stunde war dann auch schon wieder Schluss mit lustig und die Jungs und das Mädel verließen die Bühne.

Was nun folgte, war eine sehr sehr sehr lange Umbaupause von geschätzten 5 Tagen, es handelte sich allerdings nur um 35 Minuten. Während die Jungs von AND ONE einmal durch die Fanmenge zur Bar schritten, standen wir uns alle die Beine in den Bauch und harrten dem, was da kommen sollte. Irgendwann ging’s dann auch mal los. Gio van Oli und Chriz Ruiz bauten sich hinter ihren Keys auf, es fehlte nur noch die Hauptperson – „Mr. Bundeskanzler“ Steve Naghavi. Dieser sollte auch nicht gleich auf der Bühne auftauchen, nein, er stand wahrhaftig auf dem Bartresen und begann von dort aus seine Show. Man kann sich vorstellen, wie laut das Geschrei von ungefähr 600 Mädels sein kann. Ich für meinen Teil war auf jeden Fall erstmal taub. Während sich Steve während „Paddy is my DJ“ dann seinen Weg durch die Menge bahnte, schüttelte er hier und da Hände und küsste da und dort. Auf der Bühne angekommen erklärte er dann auch den Grund unseres Zusammentreffens an diesem Abend: Das 20jährige Bühnenjubiläum vom 14.01.2009 sollte nachträglich gefeiert werden. Und da man so was ja nun mal nur mit Freunden feiert, waren die Jungs der Meinung, die Kartenpreise hochzuschrauben – denn so konnten sie sicher gehen, dass auch nur Fans zum Ereignis kämen. Und dann gab’s ja auch noch die Geschlechtertrennung – einzig aus dem Grund, weil Mr. Naghavi mal „1200 Titten“ um sich haben wollte. Der Fronter unterhielt seine Gefolgschaft wie immer vorzüglich. Beim Cover-Song „Rebell Yell“, im Original von Billy Idol, bedankte sich Steve dann auch artig bei den Mädels für das tolle Konzert und bei allen, die mitgeholfen haben, dass es so gelungen wird und die die Tour ermöglicht haben. Es gab ein paar stutzige Gesichter, aber wer Mr. Naghavi kennt, der weiß, dass es sich mal wieder um Entertainment pur handelte. Und Entertainment pur gab es an diesem Abend zuhauf. Die T-Bühne gab der „Frontsau“ extrem viel Auslauf und diesen Platz nutzten er und Chris Ruiz auch immer wieder, sehr zur Freude der Mädels in den ersten Reihen. Natürlich konnte er auch nicht widerstehen, sich den auf die Bühne geworfenen String über den Kopf zu ziehen. Nun wissen wir auch, was Steve in seiner Freizeit so treibt… Neben schon genannten Stücken gab’s dann auch noch unter anderem „Get you closer“, „Big in Japan“, „Wild Pain“, „Love you to the End“, „Techno Man“, „Schmerzengel“, „Evil Klaus“, „Rote Tulpen“ und zum Abschluss „Zauberstab“ in die Gehörgänge gepustet.

Zwischendrin wandelte der Herr immer wieder mal durch „seine Mädels“ und sang vom Merchandise-Tisch aus und natürlich zeigte der „alte Mann“ auch immer wieder, wie fit er doch noch ist und legte eine heiße Sohle in typischer Naghavi-Manier aufs Parkett. Im Übrigen hat die Band jetzt auch beschlossen, keine Zugaben mehr zu geben. Nicht weil sie darauf grundsätzlich keine Lust mehr hätten, denn eine Verlängerung gibt es nach wie vor. Sie finden es halt einfach nur albern, die Bühne zu verlassen, um jene ein paar Minuten später wieder zu betreten. Gegen 23.45 Uhr war dann dieser wunderbare Abend leider auch schon wieder zu Ende und es wurde zur großen Aftershowparty ins gegenüberliegende „Silverwings“ geladen, um den Abend mit viel Alkohol und AND ONE ausklingen zu lassen. Ich für meinen Teil, entschloss mich in den LOLA ANGST – Partybus abzuschwirren, da dort immer die besten Buspartys stattfinden und dieser viel viel näher am Columbiaclub stand. Neuerdings ist da auch Mr. BLUTENGEL Chris Pohl zugegen, was mich dann doch sehr erstaunte…

Setlist AND ONE
Paddy is my DJ
Rebell Yell
High
Get you closer
Tonight
Big in Japan
Wild Pain
Für
But not tonight
Love you to the End
Military Fashion Show
Techno Man
Fernseapparat
Over there
Deutschmaschine
Steine sind Steine
Sometimes
Uns geht’s gut
Only you
Schmerzengel
Evil Klaus
So klingt Liebe
Stand the Pain
It’s a Sin
Schwarz
Traumfrau
Rote Tulpen
Zauberstab

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