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APOCALYPTICA – TRACER

Ort: Hamburg - Docks

Datum: 02.10.2015

Ein Glück, wer gut informiert war oder generell überpünktlich zu einem Konzert erscheint, um sich einen guten Platz zu sichern, denn die Veranstaltung begann eine Stunde früher als angegeben. Ein Großteil der Besucher war tagesaktuell informiert, denn bereits kurz vor 19 Uhr war das Docks proppenvoll. Neben Hamburg war auch die Shadowmaker Europe-Tour in Dresden ausverkauft. Kaum angekommen legte das australische Trio TRACER bereits mit seinem Stoner Rock los und präsentierte „Water For Thirsty Dogs“ von gleichnamigen neuem Album. Weitere Songs daraus waren „Us Against The World“ und „Astronaut Juggernaut“. Keine Ahnung, ob Jodeln in Australien üblich ist oder nur das Oktoberfest Schuld hatte, denn am heutigen Abend deutete Michael Brown selbiges an und sorgte für Erheiterung. Ansonsten gab es viele Aufforderungen zum Mitklatschen und Mitsingen und die Hamburger folgten brav. Der Stoner Rock der Australier wurde, trotz breiigem Sound gut angenommen und mit einer gehörigen Portion Applaus endet der Gig.

Zum Glück besserte sich der Sound beim Auftritt von APOCALYPTICA, auch wenn manches Mal die Drums und der Gesang zu laut abgemischt waren. Dennoch gelang es den Finnen, die Show harmonisch und gleichberechtigt in Bezug auf alte und neue Songs, wie auch in Bezug auf Cello, Drum und Gesang zu gestalten. Gleich zu Beginn legten die drei Cello-Rocker mit „Reign Of Fear“ von dem neuen Album „Shadowmaker“ los und knüpften musikalisch an die Anfangsjahre an. Es gab Cello-Sound pur mit Unterstützung von Mikko an den Drums. Umspielt wurde das Ganze von rotem und blauem Bühnenlicht. APOCALYPTICA fahren immer eine fette Lichtshow auf, wie auch bei dieser Show. Dieses Mal gab es während des Gigs einen kurzen Bühnenumbau und das Bühnenlichtkonzert wechselte zu Projektionen, die die Band einhüllten.

Zu „I’m Not Jesus“ tauchte mit Franky Perez die „Gesangskomponente“ auf, und dieser wurde von Eicca gesanglich unterstützt. Da er schon mal auf der Bühne war, folgten noch „House of Chains“ und die Ballade „Sea Song“. Gekonnt wechselten Cello- und Gesangsparts und die Bühnen-Performance war ausgewogen. APOCALYPTICA schaffen den Spagat zwischen Instrumental und Gesang auch live. Eigneten sich die alten APOCALYPTICA-Sachen nur bedingt zum Mitsingen, so sangen die Fans nun gemeinsam mit Franky. Zu „Till Death Do Us Part“ erlosch das bunte Bühnenlicht und nur der Strahl der Spots war auf die Cellisten gerichtet. und zu den ersten Takten brach sofortiger Jubel im Publikum aus. Währenddessen flirtete Paavo tanzend an seinem Cello mit den Damen aus der ersten Reihe. Mit Einsetzen des Celloinfernos zuckte Strobolicht ekstatisch über die Bühne und es schwirrten einem beim Zusehen und Zuhören die Sinne.

Für alle die Lust auf Metal hatten, gab es im Anschluss „Inquisition Symphony“, bei dem sich Eicca und Perttu ein Cello-Headbang-Battle lieferten. Bei welchem Konzert sieht man Schweiß aufs Cello tropfen, während selbiges quer über die Bühne geschleppt wird? Oder ein Cello, welches auf dem Boden liegend gespielt wird, wie es Perttu zu dem Klassiker von HARMAGEDDON vollführte? Es herrschte pure Energie auf der Bühne, die nur kurz für einen Umbau unterbrochen wurde. Ein kleines Drumset und drei Hocker wurden nach vorne getragen und Gesang, Drum und Cellos versammelten sich nah am Bühnenrand zu „Last Hope“. Es folgte ein ausgiebiges Drumsolo von Mikko an vorderster Front und Perttu ließ es ich nicht nehmen, stellte die Band vor und forderte für Eicca einen lauten Schrei ein.

Mit „In The Hall Of The Mountain King“ und der deutschen Nationalhymne traten die Finnen ab, um unter Feuerprojektion „One“ als erste Zugabe zu performen. Nach „Dead Man‘ s Eyes“ gab das Bühnenlicht die Sicht auf die glücklichen Gesichter im Publikum frei. Mit dem Verspechen der Finnen: „Apocalyptica will be back….that’s for sure!“ endete der Gig. Zum Glück planen sie wiederzukommen, denn APOCALYPTICA live zu erleben geht immer!

Setlist APOCALYPTICA
Reign Of Fear
Grace
I’m Not Jesus
House Of Chains
Sea Song
Till Death Do Us Part
Inquisition Symphony
Bittersweet
Harmageddon
Last Hope
Riot Lights
Shadowmaker
Hole In My Soul
Refuse/Resist
Ludwig- Wonderland
In The Hall Of The Mountain King

One
I Don’t Care
Dead Man’s Eyes

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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