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ARNHEM METAL MEETING 2007

Ort: Arnhem - Musis Sacrum

Datum: 01.12.2007

Es war mal wieder soweit, zum vierten Mal versammelte sich eine Meute Metal-Hungriger in Arnhem(bzw. Arnheim), denn dieses fette Billing sollte und wollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Wieder einmal bewies der Veranstalter, dass man auch ohne horrend hohe Ticketpreise eine Menge namhafter Bands auf die Bühne bringen kann. Value for money, so soll’s sein. Die Konzerthalle selbst, das Musis Sacrum, dient den Rest des Jahres als Konzerthaus und war meiner Meinung nach bestens für eine solche Veranstaltung geeignet. Zum einen war der Sound einfach optimal und die drei Bühnen in drei verschiedenen Etagen sorgten dafür, dass sich die Besucher immer recht gut im gesamten Gebäude verteilten. Das war auch notwendig, denn bereits zwei Wochen vor dem AMM waren alle Tickets vergriffen. Zudem waren Verkaufsstände im gesamten Gebäude verteilt, jeder noch so kleine Nebenraum wurde ausgenutzt und als äußerst positiv kann man anmerken, dass das Rauchen nur in bestimmten Bereichen erlaubt war, so dass in den Konzerträumen selbst erstaunlich gute Luft war. Auch mal ganz angenehm. Zwei Tage vor dem Festival mussten SATYRICON ihren Auftritt absagen, da Drummer Frost sich den Fuß gebrochen hatte. Dieses Mal wohl schlimmer als noch beim letzten Mal, denn da absolvierte die Drummaschine Frost 10 Gigs mit Gipsfuß. Es hat halt nicht sollen sein, viele waren sicherlich enttäuscht, aber dem Veranstalter gelang es dennoch einen Tag vorher mit GOD DETHRONED einen Ersatz zu organisieren. Fast pünktlich um halb zwei öffnete das Musis Sacrum dann seine Pforten und das Bändchenprozedere ging schnell vonstatten. Also Foto- und Pressebändchen abgeholt und dann erst mal eine Runde durch das große Gebäude gedreht.

Punkt 2 stand dann auch schon die erste Band auf der Bühne: CYPHER aus den Niederlanden, die sich das Publikum noch hart erkämpfen mussten. Zu Beginn des Gigs standen erst ein paar wenige Nasen vor der großen Bühne, um sich eine Runde Melodeath in die Lauscher knüppeln zu lassen. Das beeindruckte die Jungs auf der Bühne aber wenig und voller Tatendrang wurden Songs wie „Flaming“ oder „Plague“ vom aktuellen und bisher leider einzigen Album „Darkday Carnival“ gezockt. Alles in allem schon mal ein ordentlicher Start, den offenbar, sehr zum Leidwesen der Fotografen, nur der Lichttechniker verpennt hatte. So richtig wach wurde der Gute dann auch erst zur dritten Band auf dieser Bühne, seltsame Sache und schade für die Bands, die mehr oder minder im Halbdunkeln spielen mussten. Aber dennoch, CYPHER sollte man mal antesten!

Setlist CYPHER
Intro
Flaming
Handfull Of Darkness
Forward Devolution
Plague
Fortune My Foe
Darkday Carnival
Day

Danach ging’s direkt schnurstracks eine Etage höher zur TMR Stage. Hier wurden einem wieder mal die Vorzüge mehrerer Bühnen bewusst: es entfällt die lästige Warterei während des Umbaus. Ganz nebenbei bemerkt dürfte die Crew des Musis Sacrum froh gewesen sein, dass ein Saal immer mal zwischendurch mehr oder weniger menschenleer war. Denn bereits nach der ersten Band lagen schon beeindruckend viele Plastikbecher auf dem Boden, die dann schnellstens weggekehrt wurden. Im Laufe des Tages sollte der Boden dann auch immer rutschiger werden, Parkett, Bier und moshende Leute vertragen sich nicht gut. Wie dem auch sei, wir bleiben in der Death Metal Ecke, dieses Mal allerdings Todesmetal brutalerer Couleur. SEVERE TORTURE gaben sich die Ehre und walzten derb durch eine Setlist, die mit „Endless Strain Of Cadavers“ eröffnet wurde. Ich hatte die Herren vorher leider noch nicht so wirklich wahrgenommen, höchstens mal auszugsweise, doch das dürfte sich spätestens mit dem dritten Song „Buried Hatchet“ mit genialen Riffs geändert haben. Damit hatten sie direkt ihren Platz auf meiner „Intensiver anhören“-Liste inne. Aber nicht nur deswegen, auch dank ordentlicher Spielfreude konnten die Brutal Deather aus den Niederlanden schon ordentlich Schwung in die Menge bringen.

Setlist SEVERE TORTURE
Endless Strain Of Cadavers
Feces For Jesus
Buried Hatchet
Pray For Nothing
Impulsive Mutilation
Dismal Perception
End Of Christ

Szenenwechsel die Dritte, Treppe runter und wieder zurück vor die Hauptbühne, wo sich nun die erst einen Tag zuvor verpflichteten GOD DETHRONED die Ehre geben sollten. Auch wenn einige sicherlich enttäuscht über diese Absage waren, so war hier doch noch eine verdammt gute Band mit ins Boot geholt worden. GOD DETHRONED eröffneten uns dann die Welt des schwarz angehauchten Death Metals und stiegen gleich mit „Hating Life“ vom aktuellen Album „Toxic Touch“ ein. Na ganz so schlimm scheint dieser Hass aufs Leben doch nicht zu sein, denn Sänger Henri Sattler und seine Mannen absolvierten ihren Auftritt mit gewohnter Spielfreude und dürften an diesem Tag bestimmt einige neue Fans hinzugewonnen haben. Einige erstaunte Gesichter über ihr Auftreten gab es sicherlich, denn der Ersatz war erst irgendwann Freitag nachts auf der Festivalhomepage gepostet worden.

Nach drei Bands aus todesmetallischen Gefilden, dachten HOLY MOSES, wiederum eine Etage höher, dass es wohl an der Zeit für einen Tapetenwechsel wäre und servierten den bereits zahlreich vor der Bühne wartenden Fans eine ordentliche Portion Thrash Metal. Diese Band gehört wohl mit zu den Urgesteinen der Szene und lärmt nun schon seit beeindruckenden 27 Jahren über die Bühnen der Metalwelt. Kein Wunder also, dass sich vor der Bühne ein ganzer Haufen eingefleischter Fans eingefunden hatte und gleich den ersten Song „Master Of Disaster“ feste abfeierte. Sängerin Sabina Classen, die nach eigenen Angaben von der Party am Tag zuvor noch „total im Eimer“ war, ließ sich aber nichts anmerken. (Oder lag etwa gerade deswegen ein Buch mit Liedtexten vor ihr auf der Bühne?!). Liedtexte hin oder her, hier ging’s rund und HOLY MOSES dürften die Menge mit dem Gig auf jeden Fall zufrieden gestellt haben.

Setlist HOLY MOSES
Intro
Master of Disaster
In The Slaughterhose
Lost In The Maze
Life’s Destroyer
Def Con II
End Of Time
Finished With The Dogs
Nothing For My Mum
SSP
Current Of Death
Too Drunk To Fuck
Outro

Und wieder die Treppe runter, dieser Tag beinhaltete also auch gleich ein kostenloses Fitnessprogramm, nette Sache. Spaß beiseite, jetzt war wieder Death Metal angesagt! Todesblei aus Schweden, Johnny Hedlund und Band baten zum kollektiven Kopfschütteln. Jedem dürfte klar sein, dass sich auch hier wieder eine der dienstälteren Bands auf die Bühne geschwungen hatte: UNLEASHED. Man mag über die Schweden sagen was man will, dass die Konzerte eh immer gleich abliefen und dass man nach Johnnys Sprüchen á la „My warriors scream for me – Death Metal Victory“ die Uhr stellen könne. Stimmt alles, keine Frage, aber sie schaffen’s einfach immer wieder die Leute zu begeistern und Schwung in die Bude zu bringen. Das hier war sicherlich mein drölfzigster Gig, wie immer keine großen Überraschungen aber mein Nacken und der vieler Anwesender dürften ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Auch in Arnhem hatten UNLEASHED ihre „Warriors“ wie immer fest im Griff, Mitsingspielchen funktionierten wie am Schnürchen und ein Song nach dem anderen wurde in die Menge geballert. Absolut nichts zu beanstanden, sauber!

Nach soviel Geballer – ihr ahnt es schon: Treppe wieder rauf – standen auf der TMR Stage die Iren von CRUACHAN barfuss auf der Bühne. Gewandet, mit blauen Mustern angemalt, und mit Flöten, Bodhrán (traditionelle irische Rahmentrommel) und Geige bewaffnet schmetterten sie nach einem Intro „The Horned God“ in die Menge. Gemessen an den Reaktionen des Publikums hatte sich scheinbar auch eine große Gruppe irischer Fans in den Niederlanden eingefunden.
Die Iren sorgten von der ersten Sekunde an für Stimmung, und schoben gleich „The Brown Bull of Cooley“ hinterher. Diese gute Laune, die da verbreitet wurde, war schon beim Soundcheck voraus zusehen, denn das Publikum klatschte und johlte schon da ausgelassen beim kleinsten Ton. Da zwei Etagen tiefer noch eine meiner Neuentdeckungen des Jahres spielte, „musste“ ich die irische Party nach „Ossian´s Return“ leider schon verlassen.

Setlist CRUACHAN
Intro
The Horned God
The Brown Bull of Cooley
Ossian´s Return
The Great Hunger
Pagan
Ard Ri Na Heirann
Cuchullain
Ride On

Wie schon erwähnt, auf der Ruste Stage ging ebenfalls die Post ab und zwar die Niederländische.
OBSIDIAN gaben sich die Ehre, um die Menge mit Progressive Death Metal zu beglücken. Leider war das die kleinste Bühne, die allerdings, wie ich spätestens beim vierten Song merken sollte, genau die richtige für diese Wahnsinnigen war. Man frickelte also munter durch deathmetallische Gefilde, als es dem Herrn Sänger wohl irgendwann auf der Bühne zu langweilig wurde. Also flugs mal von der kjniehohen Bühne runter gesprungen, vorbei an den Fotografen und Headbangern in der ersten Reihe und irgendwo im Publikum weitergegrunzt. Diese Aktion wurde vom Publikum grinsend aufgenommen, so dass dies zu einem späteren Zeitpunkt gleich noch mal wiederholt wurde. Der Rest der Band spielte brav weiter und nach einem Lied Eingewöhnungszeit zündete auch bei mir das Material der aktuellen Scheibe „Emerging“, welche ich im Sommer reviewen durfte. Sehr sympathisch und spielfreudig die Niederländer. Und hier gleich noch die Empfehlung für alle Freunde des Frickeldeath: Schreibt euch den Namen OBSIDIAN hinter die Ohren oder besser noch gleich auf die Einkaufsliste!

Setlist OBSIDIAN
Kobalt
Dogmatic
Vapours
Time
Footprints

Ein Höhepunkt jagte den nächsten, bisher gab es noch keinen schwachen Auftritt zu verbuchen und das sollte sich auch bei PRIMORDIAL nicht ändern, im Gegenteil. Ihr Gig stellte wohl für viele erst mal den Höhepunkt, wenn nicht gar mit den besten Auftritt des Festivals, dar. Wenn man mich jemals nach einem der authentischsten Musiker fragen würde, nach jemandem, der die Musik auf der Bühne wirklich lebt, so würde ich ohne groß nachzudenken Alan Averil aka Nemtheanga von PRIMORDIAL sagen. Man erlebt bei den Konzerten der Iren ein solches Wechselbad der Gefühle, das muss man einfach mal gefühlt haben. Im einem Moment wird einem Angst und Bange, wenn Alan wie ein Irrer auf der Bühne hin und her stampft, in die Menge starrt und man meinte, er würde gleich total ausrasten. Im nächsten Moment leidet man mit ihm, wenn er sich auf die Knie wirft und die Arme flehend nach oben reißt. Auch ohne Musik käme die Message wohl an, beeindruckend! So war es auch nicht verwunderlich, dass die Menge vor der Hauptbühne wie gebannt nach vorne starrte und sich von dieser theatralischen, gänsehautverursachenden Performance, mitreißen ließen. Dafür sorgten die Iren nämlich problemlos mit einer Mischung aus alten und ganz neuen Songs von der aktuellen Scheibe „To The Nameless Dead“. Auch hier meldeten sich nach einer Frage ans Publikum, wie viele Landsmänner denn anwesend wären eine ganze Schar von Iren. Um es mit Nemtheangas Worten zu sagen: „In 2007 there is still music that means something, that comes from the heart”. Wie wahr!

Nach einem solchen Auftritt waren viele erst mal noch etwas geplättet, aber Ausruhen ist nicht Metal, Sportprogramm Klappe die X., Treppe hoch! Denn oben wartete bereits eine niederländische Death Kulttruppe: ASPHYX. Was hatte ich mich auf diesen Auftritt gefreut, Oldschool Death wie er sein soll. Das dachten sich wohl auch noch so einige andere und so war die Halle bis auf den letzten Platz belegt und zum Bersten gefüllt. Vorne durfte man als Fotograf wieder einmal feststellen, dass wohl in den Niederlanden irgendwas im Wasser ist, was die Leute in die Höhe schießen lässt, überdurchschnittlich viele große Menschen, daher kaum Fotos vom Gig, sorry! Dass die Fans auf diesen Auftritt gewartet hatten, war von der ersten Sekunde an klar. Ein Moshpit jagte den nächsten und ASPHYX wurden nach allen Regeln der Kunst abgefeiert. Grooviger Death Metal im Midtempo Bereich. Gerne wieder!

Von groovigem Death zu bitterbösem Black Metal. Wenn SATYRICON schon nicht spielten, so kamen wohl einige Black Metal Fans wenigstens bei der Kulttruppe MARDUK aus Schweden auf ihre Kosten. Diese gaben sich jedenfalls alle Mühe in bester Schwarzwurzel Manier einen Hassbrocken nach dem anderen in die Menge zu schleudern. Was angesichts diabolisch roter Bühnenbeleuchtung, Kriegsbemalung und fieser Miene ohne Weiteres gelang. Spätestens nach ihrem aktuellen Knüppelwerk „Rom 5:12“ dürften die Schweden sich einen Platz ganz unten in der BM-Hölle erkämpft haben. Zugegeben, das war nicht ganz meine Tasse Tee und mangels Songkenntnissen möchte ich es mir auch nicht anmaßen eben jene zu kommentieren, aber angesichts der begeistert mitgehenden Menge darf auch dieser Gig unter „erfolgreich“ verbucht werden.

Böse um die kleine Verschnaufpause war wohl niemand, dem Black Metal dieser Gangart ebenso wenig zusagte wie mir. Irgendwann musste man an diesem actionreichen Tag auch mal Luft holen und vor allem essen! Den hinsichtlich dessen hatte das Musis Sacrum auch einiges zu bieten. Von Reis mit Fleischbeilage, dem Festivalmenü, bis hin zu vegetarischen Burgern war die Palette recht ordentlich. Wem das nicht reichte, der konnte sich auch in zahlreichen Restaurants und Imbissbuden, die rund ums Konzerthaus, dank Zentrumsnähe, zu finden waren, gütlich tun. Auch die Versorgung mit Flüssignahrung war dank zahlreicher Theken in verschiedenen Räumen und Etagen sichergestellt. Wer weder essen noch trinken wollte, konnte allerdings auch einen kleinen Einkaufsbummel starten, denn auch hier war das Angebot breit gefächert.

Genug des Drumherums. MARDUK hatten genug Hass verbreitet und nun stand auf der TMR Stage, ja Treppe rauf, ein weiterer Comeback Gig auf dem Programm: HOLLENTHON aus Österreich! Gut gelaunt legten die Ösis mal eben einen der besten Gigs des Tages auf die Bretter (für mich direkt nach PRIMORDIAL) und machten unmissverständlich klar, dass sie nun wieder zurück auf der Bühne, die die Metalwelt bedeutet, sind. Black Metal meets Death meets Bombast meets… eine gelungene Mischung, der eigentlich nur das Keyboard fehlte, das kam vom Band. Nach drei mehr oder weniger inaktiven Jahren kann man nur hoffen, die Jungs in Zukunft wieder häufiger live erleben zu können, es lohnt sich! Nicht wenige dürften wohl nach diesem Gig zu Hause direkt wieder die vielleicht vergessenen CDs aus dem Regal gerissen und in den Player gepackt haben!

Szenenwechsel wieder einmal, hier wird Abwechslung groß geschrieben und so durfte nun der Headliner auf der Hauptbühne ran. Durch den Ausfall der Norweger hatte sich die ganze Running Order etwas verschoben, so dass nun die Kult Thrasher SODOM den Rausschmeißer spielen durften – zumindest auf dieser Bühne! Wie nicht anders zu erwarten, war auch hier die Stimmung direkt bestens, kein Wunder, bei den kultigen Truppen mit x-Dienstjahren auf dem Buckel, die sich hier am heutigen Tag schon die Klinke in die Hand gegeben hatten, war auch das entsprechende Publikum vor Ort. Mr. Angelripper und seine Mannen stiegen mit „Blood On Your Lips“vom „Sodom“ Album ein. Wer auch immer sagte, dass Thrash Metal seinen Zenit überschritten hat, der möge sich doch bitte einfach einen Auftritt von SODOM ansehen und sich eines Besseren belehren lassen. Hier reichen drei Musiker aus, um für genügend Action zu sorgen und so ging es, nachdem Tom Angelripper festgestellt hatte, dass die Niederländer ihn auch wunderbar auf Deutsch verstehen, mit deutschen Ansagen und Songs wie „Outbreak Of Evil“, „Sodomy And Lust“ oder „The Saw Is The Law“ weiter.

Setlist SODOM
Blood On Your Lips
Wanted Dead
Outbreak Of Evil
Napalm In The Morning
Sodomy And Lust
Axis Of Evil
The Saw Is The Law
Sodomized
Der Wachturm
Ausgebombt
Among The Weirdcong
Remember The Fallen
Ace Of Spades
Bombenhagel

Mittlerweile machte sich der Bandmarathon doch etwas in den Knochen bemerkbar und trotz all der Unterhaltung nahm ich ein letztes Mal Treppensteigen an diesem Tag doch mit einer gewissen Erleichterung hin. Wer immer noch nicht genug hatte, konnte sich nun noch einmal nach allen Regeln der Kunst mit oldschooliger Black/ Thrash Mucke schwedischer Prägung von NIFELHEIM die Gehörgänge durchpusten lassen. Hier wurde wohl noch einmal das gesamte Arsenal aufgefahren, das die Klischeekiste des Metal hergab. Zum einen gab es einen schwarzen Sarg, der dekorativ in der Mitte der Bühne stand, eingerahmt von Kerzenlicht (schwarzen Kerzen selbstverständlich!) und die Musiker selbst waren über und über mit Nieten, Nagelarmbändern und Ketten behängt, dass jeder Raubritter des Mittelalters in voller Rüstung blass daneben ausgesehen hätte. Dass die Künstlernamen der Musiker auch klischeetechnisch in die vollen griffen dürfte klar sein, wenn man Pseudonyme wie „Hellbutcher“ oder „Vengeance From Beyond“ hört. Allein deswegen war dieser Gig sehenswert, ob man die Musik mag oder nicht, optisch auf jeden Fall schon mal sehr unterhaltsam. Die Schweden gaben sich sehr publikumsnah und zelebrierten ihre „schwarze Messe“ voller Hingabe angefangen mit „Infernal Flame Of Destruction“. Ja, diese Truppe ist direkt der Hölle entsprungen, daran bleibt kein Zweifel. Und da NIFELHEIM nicht gerade häufig live zu sehen sind, war auch dieser Gig eine Art Höhepunkt.

Setlist NIFELHEIM:
Infernal Flame Of Destruction
Black Evil
Demonic Evil
Satanic Sacrifice
Unholy Death
Bestial Avenger
Storm Of The Reaper
Sodomizer
Claws Of Death
Storm Of Satans Fire

So endete also ein Festival, was ich ohne Weiteres in meine Top 5 des Jahres einreihe. Perfekt organisiert, stressfrei, gute Bands, überzeugende Gigs. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein Metal Meeting in Arnhem geben wird! Damit wäre alles gesagt, dieser Eindruck war hoffentlich bei den allermeisten Besuchen ebenso positiv!

Copyright Fotos: Cornelia Wickel

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