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AS I LAY DYING – NEAERA – MAINTAIN

Ort: Herford - X

Datum: 29.03.2008

Ohne Zweifel zählen AS I LAY DYING schon seit ihrem Smash-Album “Frail Words Collapse” zur Speerspitze der Metalcore-Bewegung. Dennoch war ich gespannt, wieviel Fans die Amis noch würden ziehen können, haben die Christen-Metaller in den letzten Monaten auch in Europa ausgiebig getourt. Doch bei der Ankunft an der Herforder Location waren beim Anblick der Schlange vor dem Eingang alle Zweifel weggewischt und letztendlich waren doch eine Ecke über 1.200 feier-wütige Banger angetreten.

Den Beginn markierten MAINTAIN aus Niedersachsen. Die Jungs unterstützen die beiden Hauptbands auf allen deutschen Dates und haben sich in den vergangenen Monaten schon einen Ruf als klassische Support-Band erspielt, waren sie doch schon so einige Male bei anderen Touren unterwegs. Der Grund für diesen Ruf wurde auch an diesem Abend schnell klar. MAINTAIN bieten ganz einfach klassischen Metalcore. Fette Metal-Parts regen zum Bangen an, die Breakdowns sorgen für Alarm im Pit und über die Groove-Passagen freuen sich die Mädels (jaja, Vorurteile… ich weiß). Die Riffattacken sitzen auf den Punkt, der Drummer weiß mit seiner Doublebass umzugehen und Fronter Timo shoutet und growlt in klassisch-energischer Manier. Dazu sind die Mucker auf der Bühne ständig unterwegs, springen, moshen und feuern die Fans an, welche die Action mit einiger Mosh-Rotation würdigen. So sind MAINTAIN auch heute wieder ein gelungener Einstieg. Motivierter und klassischer Metalcore, mit soundtechnisch eher wenigen Besonderheiten. Eine perfekte Support-Band eben!

Anschließend betraten die Münsteraner NEAERA die Bühne, für die diese Show ja ein kleines Heimspiel darstellen sollte. Mit ihrer ersten Headliner-Tour konnte man vor wenigen Monaten ordentlich punkten und dennoch war ich positiv überrascht, als beim mächtigen Einstieg mit „Spearheading the Spawn“ die Meute so dermaßen steil ging, dass der Moshpit beinahe den gesamten Innenraum ausfüllte. Das erfreute Shouter Benny & Kollegen sichtlich und so schossen sie mit einem brachialen Sound einen Death Metal-Kracher nach dem nächsten in die ausrastende Menge. Ob nun das geile Titelstück des aktuellen Albums „Armamentarium“ oder ältere Gassenhauer,wie „The World Devourers“, „Let the Tempest come“ oder natürlich „Walls instead of Bridges“… Bei NEAERA ging alles! Wall of Death, Circle Pit, lautstarkes Mitsingen, massives Crowdsurfing und erfreulicherweise nur wenige Vollidioten mit Windmühlen und Karate-Aktionen! Da hatten die Securities alle Hände voll zu tun und auch Benny selbst hielt es nicht mehr auf der Bühne und schon landete der Wahl-Luxemburger selbst in der Menge. So war es nicht verwunderlich, dass die Fans nach dem obligatorischen Abschluss „Synergy“ lautstark nach mehr verlangten, aber leider war die Zeit an diesem Abend begrenzt, ergo verließen die Münsteraner umjubelt die Bühne!

Diese Stimmung noch zu toppen, war natürlich eine mehr als schwere Aufgabe, aber wer sollte es schaffen, wenn nicht AS I LAY DYING?! Und so gab es spätestens beim früh gezockten Hit „Nothing Left“ kein Halten mehr in der Menge und beim folgenden „Forever“ war dann vollends Land unter im Pit. Da wurde wellenartig von hinten nach vorne, von rechts nach links gedrängt, Moshpits entstanden, Crowdsurfer flogen reihenweise über die Absperrung und einige „irre“ Fans machten sogar ihre Dives von der seitlichen Brüstung. Von dieser euphorischen Reaktion angespornt ballerten AILD einen Kracher nach dem anderen in die Menge, welche besonders von dem immer agilen Fronter Tim Lambesis weiter angefeuert wurde. Heftigst große Jubelstürme kamen bei den großartigen „Meaning in Tragedy“, „Distance is Darkness“ und „An Ocean between us“ auf, doch überkochende Stimmung war zum Ende nochmal beim Zugabenblock angesagt. Dieser wurde brachial mit „Departed“ eingeleitet und dann mit dem Übersong „94hours“ und dem göttlichen „Confined“ zum Höhepunkt gebracht! Klasse! Massive „One more Song“-Rufe wurde laut und man konnte die anlaufende Pausen-Musik kaum verstehen, so dass der Band eigentlich nichts anderes übrig blieb, als die Abbauten zu stoppen und als BonBon noch das old schoolige „Elegy“ hinter her zu kloppen.

Auch wenn der Sound beim Headliner im Vergleich zu NEAERA zu Ungunsten der Gitarren schwächer ausfiel als bei diesen und Neu-Basser Josh Gilbert bei den cleanen Vocals nicht alle Töne traf, haben AS I LAY DYING bewiesen, warum sie diesen Status absolut zu Recht inne haben! Und am Ende noch ein großes Lob an die Security, die bei all der Action im Pit immer souverän blieb und bestimmt aber nie unfair oder überhart eingriff! So sollte ein gelungener Metal-Abend ablaufen… geile Bands, geile Songs, geile Fans, geile Stimmung… besser gehts nicht!

Setlist AS I LAY DYING
Separation
Nothing Left
Forever
Hard Times
Within Destruction
Forsaken
The Darkest Nights
Distance is Darkness
Meaning in Tragedy
An Ocean between us
I never wanted
Comfort betrays
Sound of Truth

Departed
94Hours
Confined

Elegy

Copyright Fotos: Jörg Rambow

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