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ASP – SPIELBANN

Ort: Herford - Club X

Datum: 17.10.2015

Dass ASP seit Jahren zu den angesagtesten Goth-Bands gehören, ist sicherlich kein Geheimnis. Dazu erscheint passend zur Tour das neue Album „Verfallen Folge 1: Astoria“, das Konzert findet zudem an einem Samstag-Abend statt und anschließend steht die „Dark Society“-Party auf drei Areas auf dem Plan. Kein Wunder also, dass die Schlange vor dem Club X entsprechend lang war und die Autokennzeichen nicht nur aus der nahen Region stammten!

So war die Halle schon gut gefüllt, als SPIELBANN auf die Bühne kamen. Die Band ist ja schon länger recht dicke mit ASP, und man wird auch in Zukunft noch des Öfteren gemeinsam auf Tour gehen. Zudem steht Sängerin Nic Frost später noch als Gast bei ASP mit auf der Bühne. Erstmal allerdings stand die eigene Show an und passend dazu ist auch bei SPIELBANN das neue Album „In Gedenken“ gerade einen Tag zuvor offiziell erschienen. Mit vielen Vorschusslorbeeren in der Presse dekoriert, beweisen die Saarbrücker auch live, dass sie es drauf haben! Donnernde Riffwände gepaart mit eingängigen Melodien und Texte, die schön theatralisch im Wechsel von Sängerin Nic Frost und Sänger Seb Storm dargeboten werden, das kommt bei der eh schon gut gelaunten Meute richtig gut an. Vor gut 15 Jahren gegründet, hat sich die Band vom mittelalterlich angehauchten Sound zur „richtigen“ Goth Rock-Band gewandelt und das bekommt SPIELBANN sichtbar und hörbar gut, besonders mit dem recht ordentlichen Sound an diesem Abend. Wenn das „Die Geister, die ich rief“ sind (wie auch ein neuer Song der Band heißt), dann sind diese bei Band und Fans sicherlich mehr als willkommen.

Als dann das „Dröhnen“-Intro ertönte, brach in Herford sogleich ein Jubelsturm los. Mag ASP so manch einem zu theatralisch und dick aufgetragen erscheinen, die Band um Mainman Asp weiß seine Fans mit ihren Platten zu fesseln und live zu begeistern. Und schon beim Opener „Wechselbalg“ sah man besonders dem Fronter an, dass es auch nach 15 Jahren erfolgreicher Laufbahn noch nicht alltäglich ist, derart empfangen zu werden. So können die Ansagen und Übergänge zwischen den Songs noch so einstudiert wirken/ sein, die stetigen Danksagungen and die Fans sind sicherlich absolut ehrlich gemeint! Auch wenn das Album gerade mal seit einem Tag erhältlich war, bot die Band schon einige Kostproben aus dem neuen Werk, welches durchaus wieder einige Hits bereithält. So funktioniert das eingängige „Souvenir, Souvenir“ live bereits erstklassig und auch das schmachtende „Loreley“, sowie der packende quasi Titelsong des neuen Albums „Astoria verfallen“ integrieren sich wunderbar ins theatralische Set von ASP und wurden bereits von vielen Fans erstaunlich textsicher begleitet! Unterstützt von einer amtlichen Light-Show stand natürlich Fronter und Namensgeber Spreng im Mittelpunkt. So wirbelte der Sänger über die Bühne, gestikuliert, posierte, zog Grimassen und intonierte seine Songs gewohnt enthusiastisch emotional sowohl gefühlvoll als auch energisch aus sich ausbrechend. Seine Band-Kollegen (u.a. Lutz Demmler, ehem. Gitarrist bei UMBRA ET IMAGO) agierten dafür überwiegend zurückhaltend und auf ihren Positionen bleibend, eher auf ihr Spiel konzentriert. Und auch wenn, wie bereits erwähnt, die Ansagen sehr einstudiert daherkommen, funktioniert die Verbindung zwischen Sänger und Fans einfach! Die Menge frisst dem charismatischen Fronter aus der Hand, so dass z.B. bei der Zugabe „Rücken an Rücken“ sich die gesamte Fanmenge auf Wunsch des Sängers, ebenso wie er selbst, umdreht und der Song gemäß dem Titel gezockt wird. Bei den Überhits „Werben“, „… und wir tanzten“ und natürlich „Ich will brennen“ steht dann natürlich alles Kopf. Diese Knaller dürfen bei keiner ASP-Show fehlen! Fehlen wird in Zukunft hoffentlich auch nicht das Duett mit Nic Frost (SPIELBANN) zum Song „Schneefall in der Hölle“, welches im Medley mit „Demon Love“ dargeboten wurde. Nicht nur verstehen sich die Bands so schon sehr gut, auch dieses Duett passt einfach wunderbar zusammen! Großes Kino!

Und dies kann man auch als Fazit für die ASP-Show anführen. Natürlich augenscheinlich bis aufs kleinste vorbereitet, ist diese Performance so perfekt, wie sie eigentlich nur sein kann. Eine Band, die spielerisch on top ist, ein Bandchef, der in Performance und Gesang voll bei der Sache ist, eine Songauswahl, die mitreißt und Fans, die von Anfang bist Ende mitfeiern. Dazu noch ein sehr ordentlicher Sound, der im X leider nicht immer garantiert ist, sowie eine Support-Band, die optimaler nicht gewählt sein kann! Wer in dieser Szene zuhause ist und diese Tour verpasst, wird sich ärgern!

Setlist ASP

Dröhnen
Wechselbalg
Kokon
Himmel und Hölle
Krabat
Souvenir, Souvenir
Astoria verfallen
Loreley
How far would you go
Und wir tanzten
Sündige Heilige
Demon Love – Schneefall in der Hölle (feat. Nic Frost v. SPIELBANN)
Werben
Schwarzer Schmetterling
Schwarzes Blut
Per apera ad aspera – Klippe

Ich bin ein wahrer Satan
Ich will brennen

Rücken an Rücken
Fortsetzung folgt…

Copyright Fotos: Michael Werneke

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