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BÄD INFLUENCE – ORDEN OGAN – LAYMENT

Ort: Hamburg - Headbanger’s Ballroom

Datum: 10.10.2008

Grad erst nach Hamburg gezogen und schon das erste Konzert, so will es das Metallerherz. Da man natürlich nur selten den Zeitangaben im Internet vertrauen sollte (Start 20.00 Uhr stellte sich dann als Start 21.00 Uhr heraus), blieb noch etwas Zeit, das schön beleuchtete Elbufer bei Nacht und die umliegenden Bars zu erkunden.

Überraschenderweise schienen ORDEN OGAN sich noch die Labelkollegen LAYMENT als Support mitgebracht zu haben, das nenn ich mal ne positive Überraschung. Irgendwo zwischen Rock und Metal sind die Herren anzusiedeln und legten wie schon auf dem Winternachtstraum früher diesen Jahres eine sympathische Show hin, die vor allem von ihrem charismatischen Sänger Marosch getragen wurde. Auch Bassist Julian ließ bester Laune die Matte auf Dauerrotation kreisen, was auch den einen oder anderen Anwesenden ansteckte. Daumen hoch!

Eigentlich lässt mich die Power/ Old School/ Heavy Metal Fraktion meistens mehr als kalt, doch Ausnahmen bestätigen die Regel und diese Ausnahme hört auf den ungewöhnlichen Namen ORDEN OGAN. Mit einer doppelten Portion Melodie und großen Refrains schaffte es ihr Album „Vale“ Anfang des Jahres bei mir auf Dauerrotation und da kam die Gelegenheit doch günstig, sich die Arnsberger noch mal live anzugucken. Anscheinend hat man auch in Hamburg seine Fans, denn das Spielchen „Hallo Publikum.“ wurde korrekterweise mit „Fuck You Pussy“ beantwortet. Songtechnisch wurden natürlich weitestgehend Stücke vom letzten Album gespielt, das schnelle „To New Shores of Sadness“, „Winds of Vale“ oder das gefühlsgeladene „Farewell“, was dann auch gleich mal den Damen im Publikum gewidmet wurde. Wer sagt eigentlich, dass wir Frauen immer nur Balladen stehen? Tsetsetse! Vielleicht gab’s ja auch deswegen kein Bier für die Musiker, denn irgendwie fiel es schon auf, dass heute ausschließlich Wasser konsumiert wurde und zwar von allen drei Bands! Daumen erneut hoch!

BÄD INFLUENCE merkte man ihren Lokalmatadorenstatus deutlich an, denn nun, kurz vor Mitternacht, platzte der Headbanger’s Ballroom aus allen Nähten. An unbeschwertes Fotografieren geschweige freie Bewegung war nicht mehr zu denken, doch immerhin ging die Meute nun endlich mal etwas aus sich heraus und feierte die Hamburger ausgelassen. Dies war auch allzu berechtigt, denn die Truppe um den eher gotisch angehauchten Sänger Mark und die grunzende (!) Gitarristin Julia machte wirklich gut Stimmung, nicht zuletzt mit Coverversionen von PRIEST und Co. Muss ich noch erwähnen, in welche Himmelsrichtung meine Daumen zeigten?

Wer im Anschluss immer noch nicht genug hatte, konnte noch auf der VOLBEAT Release Party mit deren derzeitigen Toursupport SERUM 114 weiterfeiern, doch ich entschied mich lieber mal für etwas Frischluft und einem gemütlichen Bier am Samstagabend auf dem nicht so gemütlichen Hans-Albers-Platz.

Copyright Fotos: Juliane John

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