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BEHEMOTH – ABBATH – ENTOMBED A.D. – INQUISITION

Ort: Hamburg - Markthalle

Datum: 02.02.2016

Mitten in der Woche zu einer unchristlichen Zeit luden BEHEMOTH im Rahmen der Europa Blasphemia 2016 Tour ein. Im Publikum tummelten sich neben vielen Frauen/ Bandshirts, ein ABBATH-Fan mit dem passenden Make-up und ein weiblicher Nergal.

INQUISITION bildeten an diesem Abend den perfekten Opener. Das Duo machte Lärm wie eine fünfköpfige Band und druckvoll haute man den Anwesenden feinsten Black Metal um die Ohren. Die schleppenden Passagen luden zum Mitwippen ein, so lange, bis sie vom Metalgeballer durchbrochen wurden. Die Gesangstimme von Dagon überraschte und erinnerte im Entferntesten an den mongolischen Kehlkopfgesang. Neben „Master of the Cosmological Black Cauldron“ gab es mit „Embraced By The Unholy Powers Of Death And Destruction“ auch den längsten Titelnamen an diesem Abend. Mit „Infinite Interstellar Genocide“ endete der Gig und INQUISITION verließen die Bühne, bevor ihnen das Publikum Applaus spenden konnte.

RuckZuck wurde umgebaut, so dass ENTOMBED A.D. bereits um 18.45 mit „Midas In Reverse“ vom Album „Dead Dawn“ (VÖ 26.Feb. 2016) loslegten. Ansonsten gab es Klassiker aus Zeiten der „ursprünglichen“ ENTOMBED wie „Living Dead“ und „Left Hand Path“. Die vier Schweden präsentierten sich durchweg sympathisch und mit Freude knüppelten sie ihren Death Metal auf der verkleinerten Bühne raus. Petrov glich einem kleinen Wirbelwind, der sich im Mirko verhedderte, dann kämpfte er mit seinen wenigen Haaren, die in seinem Mund landeten und mit seinen Zähnen öffnete er die Bierflasche. „Wolverine Blues“ lud die Fans zum Headbangen und Mitsingen ein – zuvor tobte bei „Pandemic Rage“ der Moshpit und von Petrov gab es an die Hamburger ein „Daumen hoch“ für ihren Einsatz.

Setlist ENTOMBED A.D.
Midas In Reverse
Stranger Aeons
Second To None
Living Dead
Pandemic Rage
I For An Eye
Eyemaster
Wolverine Blues
Left Hand Path

Im Anschluss betraten mit ABBATH erneut keine Unbekannten die Bühne sondern der EX-Frontmann von IMMORTAL, der nun mit seinem Soloprojekt unterwegs ist. Eingehüllt in Nebel legte die Band mit „To War!“ vom Debutalbum „Abbath“ los, welches erst im Januar veröffentlicht worden war. Neben einer weiteren Portion Nebel zu „Ashes Of The Damned“ sah man Massen an Pommesgabeln gen Himmel gestreckt. Vor blauer Nebelwand gab es zu „Fenrir Hunts“ pures Gebretter und weiter hinten sah man fast nur Nebel und schemenhafte Umrisse. Schade, denn so entging den hintersten Reihen das Augenrollen und Zunge-rausstrecken des Sängers, dessen Wirkung durch sein Make-up potenziert wurde. Zur Freude der Fans spielte ABBATH „Tyrants“ aus der Zeit mit IMMORTAL und im Gegenzug gab es eine gehörige Portion Applaus. „One By One“ lud die Meute erneut zum Headbangen ein und mit der Zugabe „ All Shall Fall“ endete der Auftritt von ABBATH um ca. 21 Uhr.

Setlist ABBATH
To War!
Winterbane
Nebular Ravens Winter
Warriors
Ashes Of The Damned
Fenrir Hunts
Tyrants
One By One
Count The Dead
Endless
Root Of The Mountain

All Shall Fall

Es folgte ein umfangreicher Abbau und insgesamt eine nicht enden wollende Wartezeit, so dass es nun tatsächlich eine unchristliche Zeit war. Dieses Mal jedoch für den Headliner und die Fans, die am nächsten morgen früh zur Arbeit mussten.. Um 21.45 schritten BEHEMOTH endlich auf die Bühne, wobei Nergal sich mit Fackeln zu seinem beeindruckenden Mikrofonständer begab.
Agierten INQUISITION fast in völliger Dunkelheit, ENTOMBED A.D. mit vereinzelten Lichtspots und ABBATH in Nebel gehüllt, so griff nun BEHEMOTH in die Trickkiste. Projektionen flankierten das Drumset und Podeste vor den Projektionen luden zum Posen ein. Zum Glück agierten Nergal, Orion und Seth hauptsächlich im Vordergrund. Immer wieder schossen an diesem Abend Spots wie Strobosalven zu dem Gitarren- und Drumgewitter über die Bühne. Zu dem Song „Messe Noire“ traf eine weihrauchschwenkende „Priesterin“ auf fette Gitarrensoli und zu „Ora Pro Nobis Lucifer“ schossen das erste Mal Flammen und CO2-Fontänen und die ersten wenigen Crowdsurfer tauchten auf. Wer hätte gedacht, dass eine Death Metal Band zu Konfetti greift? Zugegeben: Es war schwarzes Konfetti, welches von CO2-Kanonen abgefeuerte wurde. Zuvor hatte Nergal stilecht Hostien an die ersten Reihen verteilt. Zwischendrin verschwanden Nergal, Orion und Seth, um in einer Kutte oder mit Hörnern einen neuen Song zu spielen. Zu „Pure Evil And Hate“ gab es von Inferno ein Drumsolo, wobei nur ein Spot auf ihm ruhte. Mit Mattenschwingen und Hey-Rufen ging es dann zu „Antichristian Phenomenon“ weiter und unter CO2 Fontänen gab es als letzten Song „Conquer All“.

Innerhalb von 30 Sekunden betraten BEHEMOTH erneut die Bühne und legten mit „ Chant For Eschaton“ noch eine fette Zugabe hin. Schwungvoll warf Nergal seine Gitarre der Stagehand zu, dann folgte ein kurzes Dankeschön an die Fans und ein gemeinsames Foto.

Setlist BEHEMOTH
Blow Your Trumpets Gabriel
Furor Divinus
Messe Noire
Ora Pro Nobis Lucifer
Amen
The Satanist
Ben Sahar
In The Absence Ov Light
O Father O Satan O Sun!
Pure Evil And Hate
Antichristian Phenomenon
Conquer All

Chant For Eschaton

Copyright Fotos: Sandra Dürkop

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