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BERLIN METAL STARS PT. II

Ort: Berlin - K17

Datum: 03.02.2007

Endlich mal wieder eine Metal-Party im Berliner Szene-Club. Nachdem ich beim ersten Teil leider nicht dabei sein konnte, nahm ich mir fest vor, dem zweiten Part auf jeden Fall beizuwohnen. Da ich schon alle Bands von MySpace her kannte, freute ich mich natürlich auch darauf, sie endlich mal live zu sehen. Los ging es schon sehr früh, nämlich 19 Uhr. Sehr zeitig, aber wenn man bedenkt, dass an diesem Abend 6 Formationen auftreten sollten, auch sehr sinnvoll.

Den Anfang machten MELCORE. Die Band, die perfekt eine Mischung aus Hardcore, Rock und Metal vereint, begeisterte sofort mit ihrem klaren und teils hartem Sound sowie der kraftvollen Stimme von Sänger Mike die anwesenden Zuschauer. Das Zusammenspiel der Jungs war sehr gut und es sah alles ziemlich professionell aus. Das schienen auch die ca. 200 Gäste so zu sehen und einige von ihnen zeigten, wie viel Spaß ihnen schon der erste Act brachte. Der Sound und das Zusammenspiel der Protagonisten waren wirklich sehr gut. Neben „Rockstar“, „Tanz mit mir“ und „Mein Traum“, wurde auch noch „…was ich nie besessen hab“ präsentiert. Leider war nach einer halben Stunde die Show schon wieder vorbei und die Jungs machten Platz für eine kurze Umbaupause und die nächste Truppe: ALTAR OF CONFUSION.

Jene machte sich dann auch schon gegen 19.45 Uhr auf der Bühne breit und da weiter, wo die Vorgänger aufgehört hatten: das Publikum zu rocken. Nach dem ersten Song entschuldigte sich Sänger Steve bei den Gästen, dass sie „ja eigentlich nicht so richtig Metal sind, das man ihnen das aber hoffentlich verzeiht“. Und die Anwesenden verziehen es natürlich. Allerdings sollte man vielleicht etwas kritisieren (was nicht wirklich Kritik sein soll): Bangen sieht definitiv nur mit langen Haaren gut aus. Aber das tat der guten Stimmung auf und vor der Bühne überhaupt keinen Abbruch. Gespielt wurden unter anderem „Call of Confusion“, „Vogelgrippe“ und „Der Morgen danach“, sowie das kritische „Drecks Staat“. Nach wieder nur 30 Minuten war auch diese Band leider schon fertig und es folgte die schon bekannte Umbaupause.

Ich war ja wirklich schon auf vielen Konzerten, aber das war tatsächlich die erste Unterbrechung, die wirklich Spaß machte. Man wurde nämlich da schon mal perfekt durch STONE DUST ENGINE unterhalten. Während Daniel ein Gitarren-Soli nach dem anderen ablieferte und dabei keine schlechte Figur machte, unterhielt uns Basser Björn mit einer „Spongebob“-Parodie. Auch eine lustige Figur (Anm. Schreiberin: Ja, das zweideutige ist Absicht). Ich möchte jetzt nicht unbedingt Daniel die Schuld daran geben, dass der Umbau so lange dauerte, aber die Jungs brauchten doch sage und schreibe ganze 25 Minuten, um bereit zu sein. Um 20.40 Uhr war es dann endlich soweit und die Show konnte beginnen. Was soll ich sagen? Perfekt! Der Sound war der beste bisher und auch Sänger Markus beherrschte supergut den Wechsel zwischen Gesang und Shoutings. Die vier hatten auch von Anfang an die Zuschauer supergut im Griff und die ersten Reihen zeigten sehr deutlich, dass sie Spaß hatten. Und nicht nur die. Auch die Band zeigte immer wieder sehr deutlich, dass sie Freude an dem hatte, was sie tat, und der Funke sprang immer wieder aufs Publikum über, von daher verbreitete sich eine ungeheure Energie. Da verzeiht man dem Sänger auch glatt, dass er einen fast mit seiner Jacke erschlagen hätte. Naja, vielleicht sollte ich mich auch nicht unbedingt an die Bühnenseite setzen. „Schatten meiner selbst“ war im Vergleich zu „Kleiner Revolverheld“, „Schon tot?“ und „Entropie“ anfangs ziemlich ruhig, wurde im Chorus und am Ende aber wieder krachend, war aber trotzdem immer noch sehr tiefgründig. Um 21.20 Uhr war dann der Auftritt schon zu Ende und als nächstes waren (nach einer kurzen und wieder unspektakulären Umbaupause) MORS CORDIS an der Reihe.

Schon beim Aufbau sah man, dass diese Band deutlich über dem Altersdurchschnitt der anderen lag. Man besteht mittlerweile seit fast 10 Jahren und angefangen hat alles mit HERZVERSAGEN. Und dass sie schon sehr viel Liveerfahrung haben, bewiesen sie vom Anbeginn ihrer Show an diesem Abend. Der Sound war sehr kraftvoll, sehr professionell und energiegeladen. Beim zweiten Song „Stand up for your rights“ holten sie Gastsängerin Sina von ORPHAN HATE auf die Bühne und sie unterstütze mit ihrer kraftvollen und klaren Stimme perfekt den Gesang von Torsten. Und sie stand auch in ihrer eigenen Show den Männern in nichts nach. Während bei „Guess who’s back“ das Publikum mit einbezogen wurde und auch brav mitsang, machte „Spielt hart“ zum Abschluss des Sets seinem Namen noch mal alle Ehre. Nach dem offiziellen Teil wurde laut um Zugabe gebeten, jedoch entschuldigte sich die Band, dass dies leider wegen des Zeitplans (Anm. Schreiberin: Welcher Zeitplan?) nicht möglich sei. So war der perfekteste Auftritt des Abends um 22.10 Uhr leider schon zu Ende und nach nur 20 Minuten Pause, war es dann auch schon Zeit für den vorletzten Act dieses Abends: AORTA.

Leider war ich schon bei MySpace nicht so begeistert von den Klängen und das wurde auch durch den Auftritt nicht besser. Anscheinend ging es aber nicht nur mir so, denn nachdem bei MORS CORDIS noch ca. 250 Gäste da waren, waren es nun noch ungefähr 100. Es mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass im K17 die schwarze Tanznacht stattfand, allerdings bezweifle ich das. Der Sound der Band war sehr brachial und krachend, was ja eigentlich nicht nachteilig ist. Allerdings war der Gesang von Vocalist Manni auch nicht der Beste und da brachte auch das Ausziehen des T-Shirts nicht mehr. Die Stimme war zwar kraftvoll, aber das war dann leider auch schon alles. Neben dem Opener „Massaker“ wurden auch noch „Blutknecht“, „Axt“ und „Leichenholz“ gespielt. Letzterer war auch der letzte Song und so verließen die Jungs mit mäßigem Applaus um 23 Uhr die Bühne.

Nach einer kurzen Unterbrechung war es dann auch schon um Punkt 23.15 Uhr Zeit für MATRE. Mittlerweile war wieder der Großteil der Zuschauer anwesend und so konnte ein großartiger Abend mit einer großartigen Band zu Ende gehen. Dass MATRE wissen, was sie tun, merkte man ihnen schon bei den ersten Klängen an. Das Zusammenspiel war wiederholt perfekt und Sängerin Sivi hatte ihr Publikum mit kraftvoller Stimme fest im Griff. Sie stand ihren männlichen Kollegen der Vorgänger-Bands in nichts nach und bot mit ihren Jungs eine sehr powervolle Show. Neben „Illusion“ und meinem Favoriten „Run Away“, wurden auch „Breath“ und „Shot“ performt. Als geforderte Zugabe gab es dann „Check another someone“ auf die Ohren und jenes Stück war dann das letzte für diesen metalligen Abend.

Setlist MELCORE
Rockstar
Tanz mit mir
My Life
Ironie
Mein Traum
MotoSong
…was ich nie besessen hab

Setlist ALTAR OF CONFUSION
Call of Confusion
Drecks Staat
Vogelgrippe
Mädchenphobie
A.O.C.
Beate
Der Morgen danach

Setlist STONE DUST ENGINE
Kleiner Revolverheld
Schon tot
Entropie
Schatten meiner selbst
Neue Kraft
Ok warte / Fick Dich

Fürchte Deine Träume

Setlist MORS CORDIS
Guilty
Stand up for your rights
Amok
Guess who’s back
Break out
Big Brother
Spielt hart

Setlist AORTA
Massaker
Scizophren
Endorphin
Blutknecht
Axt
Schwarze Narben
Candellight Dinner
Leichenholz

Setlist MATRE
Intro
If you
Illusion
Run Away
Breath
How to paint
Tripper Camel
Shot

Check another someone

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