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BORKNAGAR – KAMPFAR – DIABOLICAL

Ort: Hamburg - MarX

Datum: 13.04.2016

Seit gefühlten Ewigkeiten begab es sich also, dass BORKNAGAR zu ihrem neuen Meisterwerk „Winter Thrice“ eine Europa Tour bekannt gaben. Der Blick auf die Termine ließ dann sogleich erahnen, dass die Herrschaften es eher gemütlich angehen lassen wollten, denn die Tour umfasste nur 12 Termine – für ganz Europa wohl gemerkt. Wenn dies noch kein Argument war, diese seltene Gelegenheit zu nutzen, dann war der Support definitiv eines – neben den Schweden von DIABOLICAL waren als zweite Supportband die norwegischen Grammy-Gewinner KAMPFAR angekündigt.

Der Gig im MARX, einem kleinen Club in der Markthalle Hamburg, stellte den Tourauftakt dar. Laut Internet sollte es um 20 Uhr losgehen, also lieber rechtzeitig da sein, damit es auch mit den ersten Bands passt. Und wie es nun mal so ist, um 19:30 Uhr die Location betreten und es dröhnten schon metallische Klänge aus dem MARX. Also nichts wie rein – und tatsächlich waren DIABOLICAL schon zu Gange. Schade eigentlich, denn zu Beginn der Show waren gerade mal zwei Handvoll Leute anwesend. Die Band versuchte das ganze professionell zu überspielen, was auch gut gelang, aber trotzdem war es für die Herren auf der Bühne sicherlich ein seltsames Gefühl, die ersten Songs in einen leeren Raum zu blasten. Musikalisch war das was den Anwesenden entgegen schallte, allerdings erste Sahne! Gute 40 Minuten zauberten DIABOLICAL auf der Bühne und zum Ende hin wurde es auch merklich voller, so dass die letzten Songs doch noch einen entsprechenden Rahmen fanden.

Die anschließende Umbaupause gestaltete sich als erfreulich kurz und während das Intro von KAMPFAR durch den Raum hallte, eilten die „Massen“ herbei. Die Location war auf einmal richtig gut gefüllt und auch vor der Bühne standen die Leute nun dichter gedrängt. Der Auftritt der Norweger war ein wahrer Schlachtzug. Gefeiert von den Zuschauern starteten die Herrschaften mit „Gloria Ablaze“ in den Abend. Die Stimmung war nach den ersten Takten direkt am Kochen und man hatte den Eindruck, dass einige der Zuschauer nur für KAMPFAR gekommen waren. Die Temperaturen stiegen immer weiter im MARX, Zuschauer und Band gaben bei Songs wie „Troll, Død Og Trolldom“, „Tornekratt“ oder „Hymne“ richtig Gas. Gute 45 Minuten feuerten KAMPFAR aus allen Rohren, bevor das Quartett dann den Auftritt beendete und die Bühne für den Headliner des Abends frei machte.

Setlist KAMPFAR
Gloria Ablaze
Ravenheart
Troll, Død Og Trolldom
Daimon
Tornekratt
Hymne
Mylder
Our Hounds, Our Legion

Eine erneut erstaunlich kurze Umbaupause später war die Bühne dann bereit für BORKNAGAR. Die Norweger haben sich nach 4 Jahren „entschieden“, endlich mal wieder ein neues Album zu veröffentlichen und mit selbigem im Gepäck diese kurze Tour zu absolvieren. Die Platte ist für mich persönlich ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres, umso gespannter war ich auf die Show. Etwas verwundert blickten viele Besucher, mich eingeschlossen, auf den Barhocker, der da am Mikrofon stand sowie die Equipment-Kiste davor. Das ganze klärte sich dann doch schnell auf, als die Musiker die Bühne betraten. Bassist Vortex hatte sich den Fuß verletzt und spielte daher die Show sitzend. Im Vergleich zu KAMPFAR geht es nunmehr eher ruhig zu – die Sänger ziehen das Publikum aber durch ihre unterschiedlichen Gesangsstile in ihren Bann. Leider ist der Sound beim ersten Song „The Rhymes of the Mountain“, seines Zeichens auch Opener der aktuellen Platte, noch nicht wirklich ausgereift, und auch der Gesang klingt an der einen oder anderen Stelle etwas flau. Der Tontechniker schafft es aber relativ zügig, die Chose anständig klingen zu lassen, und auch die Stimmen der Sänger kommen immer klarer aus den Boxen. Den Fans bieten BORKNAGAR einen wilden Ritt durch die Bandhistorie und spielen zum Beispiel „Oceans Rise“ vom Debüt „Borknagar“, „Universal“ vom gleichnamigen Album oder „Ruins of the Future“ vom 2000er Werk „Quintessence“. Die ganze Show kommt sehr entspannt daher, sehr persönlich und ist gefühlt für Band und Besucher ein wirklich einmaliges Erlebnis.

Ich persönlich bin sehr froh dass ich es endlich einmal geschafft habe, die Herrschaften live zu sehen, das Package war wirklich grandios und der Abend wird für mich erst einmal unvergesslich bleiben.

Setlist BORKNAGAR
The Rhymes of the Mountain
Epochalypse
Oceans Rise
Cold Runs the River
Ad Noctum
Universal
The Eye of Oden
Frostrite
Icon Dreams
Ruins of the Future
Dauden
The Dawn of the End

Colossus
Winter Thrice

Copyright Fotos: Oliver Janka

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